Heute Vormittag machte per Mail eine interessante Nachricht die Runde: Die Studiengebühren an der HSG sollen auf Initiative der Regierung des Kantons St.Gallen zum Frühjahrssemester 2012 erhöht werden.

Konkret sieht der Vorschlag eine Erhöhung der Gebühren von zur Zeit 1020 CHF auf 1220 pro Semester für Schweizer und eine Anhebung der Kosten von 1170 CHF auf 2120 CHF für Ausländer vor. Dies entspricht einer Erhöhung von 19 bzw. 81 Prozent. Für schweizerische Doktoranden steigt der Beitrag von 520 CHF auf 620 CHF, für ausländische Doktoranden von 595 CHF auf 1070 CHF.

Begründet wird die Gebührenerhöhung laut Verwaltungsdirektor Markus Brönnimann mit der mittelfristigen Finanzlage des Kantons St.Gallen, die „aufgrund des hohen Ausgabenwachstums nicht erfreulich“ aussieht. Die überproportionale Anhebung der Studiengebühren für Ausländer begründet Brönnimann in der offiziellen Stellungnahme der Universität mit dem Hinweis, dass so die „fehlenden Beiträge der Heimatkantone“ kompensiert werden müssten, welche für ausserkantonale, schweizerische Studenten gezahlt werden, für ausländische Studenten jedoch nicht.

In einer umgehenden Stellungnahme der Studentenschaft macht Studentenschaftspräsident Christian Funk jedoch schnell klar, dass die Studierenden die geplante Erhöhung nicht unterstützen werden: „ Es ist für uns fragwürdig, wenn die aufgrund des Wachstums nötigen zusätzlichen Mittel des Kantons durch eine Erhöhung der Studiengebühren zumindest teilweise gegenfinanziert werden sollen. Dies umso mehr, als dass die HSG bereits heute die zweithöchsten Studiengebühren der Schweiz besitzt – auch wenn diese international eher durchschnittlich sind.“

Die vorwiegend finanzpolitisch motivierte Gebührenerhöhung käme allem Anschein nach nicht der „Weiterentwicklung der Universität“, sondern nur „der haushaltspolitischen Entlastung des Kantons“ zu Gute, so Funk.

Wie beurteilet ihr die geplante Erhöhung der Studiengebühren an der HSG – absolut gerechtfertigt oder masslos übertrieben?

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