Jeder der es schon einmal versucht hat, weiss, dass eine Nacht durchzulernen entweder einen sehr eisernen Willen oder eine grosse Menge an Energiedrinks voraussetzt. Das Magazin Saldo nahm sich bereits 2008 dieser Problemstellung an und untersuchte die Getränke diverser Hersteller. Da diese Erkenntnisse in der Lernphase oft Anwendung finden, folgt hier die Auswertung. 

Zunächst einmal stellt sich die Frage, welche Inhaltsstoffe einen Energiedrink ausmachen. Laut dem Bericht des saldo bestehen diese hauptsächlich aus Wasser und Zucker, dazu Aromen, Farbstoffen sowie den berühmt berüchtigten Zusatzstoffen wie Taurin, Koffein oder Glucuronolacton, welche die aufputschende Wirkung noch verstärken sollen. Laut des Bundesamts für Gesundheit müssen Energiedrinks mindestens 45 Kilokalorien pro Deziliter haben, weil der Konsument erwarte, dass das Getränk Energie liefere. Der hohe Zuckeranteil in den Getränken (zwischen 6-9 Stücken pro Getränkedose) ist also gesetzlich vorgeschrieben. Laut saldo hinkt diese Argumentation allerdings, da der Konsument sich die Energie von den Zusatzstoffen erhofft und nicht aus der grossen Menge an Zucker.

Bei der Bewertung wurden die Kriterien Zuckergehalt, Farbstoffe, Koffein, Taurin und Glucuronolacton untersucht. Saldo macht darauf aufmerksam, dass Farbstoffe in Energiedrinks wenig Sinn ergeben, da diese meist direkt aus der Dose konsumiert werden und die Farbe des Getränks folglich wenig Beachtung findet. Weiter wird festgestellt, dass der Anteil Koffein in Energiedrinks mit 250-320 mg/l weiter unter dem Wert von Bohnenkaffee, nämlich 500mg/l liegt. Da Koffein Herztätigkeit und den Stoffwechsel anregt, ist Kaffee also ein guter Ersatz.


Mit einer Note von 5.5 vermochten gleich vier Energiedrinks klar zu überzeugen. Dies sind  M-Budget Energiedrink Energy Cola (Migros), Coop Prix Garantie Energy Drink (Coop), Denner Energie Drink (Denner) und Trojka Energy(Spar). Während die Discounterdrinks 34-36 Rappen pro 100ml kosten, ist der Trojka mit 70 Rappen deutlich teurer. Mit drei Eigenmarken in der Poleposition sind die günstigsten Energiedrinks also auch die qualitativ Besten. Aufgrund der hohen Präsenz der jeweiligen Supermärkte in St.Gallen ist also eine gute Verfügbarkeit gegeben. Während keine der getesteten Energiedrinks eine ungenügende Note erhielten, verblüffen einige Ergebnisse der Untersuchung. So gab es bei vielen Anbietern grosse Abweichungen der deklarierten Inhaltsstoffe zu den tatsächlich getesteten, was zu starken Punktabzügen führte. Die Schlusslichter mit einer Note von 4.0 sind Flying Power (Aldi), Migros M-Budget Energy Drink (Migros) und Burn (Coop). Der Marktführer Red Bull belegt mit Red Bull Energy Drink den 12ten Platz im Ranking der 15 untersuchten Energiegetränke.

Wir verbleiben mit einem Prost und wünschen weiterhin eine gute Lernphase!

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