Achtundzwanzig Meter! So weit flog Cyrill Inderbitzins Papierflieger, angetreten in der Disziplin Longest Distance, heute Nachmittag auf dem Vorplatz der Mensa am Red Bull Paper Wings Contest. Der zweite Platz ging mit «nur» 22 Metern an Johannes Eppler. Mit diesen Distanzen hoben sich die jungen HSGler heute deutlich von den restlichen Pilotinnen und Pilotien ab.

In der zweiten Disziplin, Longest Airtime, war dann eine möglichst schwebefreudige Konstruktion gefragt. Es galt schliesslich, den Weltrekord von 27 Sekunden zu schlagen. Der Wind aber zog heute fies den Rosenberg hinauf und brachte so manch ein Flugobjekt in Turbulenzen. Die längsten Flugzeiten wurden von den professionell ausgerüsteten Zeitnehmern mit 5.3 Sekunden (Maya Takaeda) und 4.2 Sekunden (Max Karstens) gemessen.

In Sachen Performance hielt die dritte Disziplin, Aerobatics, was sie versprach. Während bei den ersten zwei Disziplinen nur das zur Verfügung gestellte Papier verwendet werden durfte, konnte man hier basteln, was man wollte, solange es aus Papier war und keinen Antrieb besass. Während einer einminütigen Performance galt es, die dreiköpfige Jury in Sachen Konstruktion, Kreativität und Flugperformance zu überzeugen. Eindeutige Gewinnerin war dabei Chiara Iten mit ihrem liebevoll gefalteten, rotfeurigen Papierflieger mit dem Namen Flämmli. Der zuletzt angetretene Pilot war Vasil Popovski, der die Jury mit einem fast perfekten Flug und einer schlichten aber detailtreuen Konstruktion überzeugte.

Diese sechs Faltkünstler haben am kommenden Samstag in Luzern die Chance, sich für das WM-Finale zu qualifizieren. Im Verkehrshaus messen sich dann alle Schweizer Halbfinalisten von vier Universitäten. Die oder der Beste jeder Kategorie gewinnt einen Heli-Rundflug und eine Reise nach Salzburg, wo am 8. und 9. Mai die weltbesten Papierflieger-Falter erkoren werden. (Text: Adrian Köstli)

(Fotos: Livia Eichenberger)