Wer kennt es nicht, man hat ein oder zwei Stunden nichts zu tun an der Uni und fragt sich, wie man die Zeit totschlagen könnte. Lernen, Mails checken, etwas essen oder die Zeitungswand im A-Gebäude sind meistens die Alternativen. Die Zeitungswand bietet dann auch wirklich einiges: «NZZ», «FAZ», «Sarganserländer» etc. Es fehlt wirklich an nichts für den gebildeten HSG-Studenten, der sein Gehirn mit Informationen füttern möchte. Aber vielen fehlt doch etwas, auch wenn es die wenigsten zugeben würden.

Wo ist die Boulevardpresse? Wo ist das «wer mit wem»? Wo sind die Skandale unserer Politiker, Sportler und Promis? Wo ist die Zeitung, die sogar Paris Hilton und Christoph Blocher unter dieselbe Schlagzeile bringen könnte? Oder anders gefragt: Wo ist der «Blick»? Die grösste Schweizer Tageszeitung lässt sich nirgendwo an der Uni finden! Jetzt kann man natürlich einwenden, dass an einer Universität der Boulevardjournalismus nichts verloren hat, doch wo wollen die kommenden Marketingstrategen später einmal ihre Werbung platzieren? Wo sollen die Themen beziehungsweise Bedürfnisse gefunden werden, die den Mann von der Strasse beschäftigen? Oder gilt nicht wenigstens das Argument, dass die zukünftigen Topmanager, auch bekannt als Abzocker (O-Ton «Blick»), ihren Feind kennen sollten?

Es wird wirklich Zeit, dass wir uns gegenüber allen Gefahren wappnen und der «Blick» somit fester Bestandteil der Zeitungswand wird. Dann wollen wir mal sehen, welche Zeitung am wenigsten am Haken hängt ….