Die Studentenschaft hat dieses Jahr wieder eine Bootsparty organisiert. Wer eines der 501 verkauften Tickets ergattern durfte, konnte eine aussergewöhnliche Feier auf dem Bodensee erleben.

Dieses Jahr wollte die SHSG den Erfolg des letzten Jahres wiederholen und organisierte nochmals eine Bootsparty. Ein super Konzept, das viel Spass machen kann und die Gelegenheit bietet, sich etwas zu verkleiden. Zu allererst muss jedoch auf das Wetter eingegangen werden. Der ununterbrochene, kalte, was-zum-Henker-es-ist-Ende-April Schneeregen konnte eindrücklich jedem an diesem Abend die eindeutigen meteorologischen Vorzüge der Stadt St. Gallen und Umgebung aufzeigen. In der ewig langen Schlange durfte man dann auch dieses so seltene, zutiefst herbeigesehnte Naturschauspiel aus Regen und Schnee eine gute dreiviertel Stunde lange erleben. Es sollte jedoch nicht zu viel rumgemeckert werden, da es schliesslich unsere eigene Studentenschaft organisiert hat und zahlreiche Tische, Stühle und sonstiges Gedöns bereits am Morgen rausgeschleppt hat. Wer das besser machen will kann sich selbstverständlich für nächstes Jahr engagieren.
Die Busfahrt verlief reibungslos, die von den Verkehrsbehörden St. Gallen gestellten Busse konnten die Partygäste ohne Problem hin- und zurückbefördern. Mehrere Stadtbusse wurden zu Verfügung gestellt, die später auch durch den mittlerweile liegenden Schnee zurück nach St. Gallen wieder zur Stelle waren. Einige Probleme waren jedoch beim Abbau zu beobachten, als die Transporter, welche Anlage, Dekoration und sonstige Party-Ausrüstung zurückbringen sollten, wetterbedingt ausfielen. Die Deadline für das Ausräumen, nämlich 12:00, konnte infolgedessen nicht eingehalten werden und sorgte für Gesprächsstoff zwischen Abbaucrew und den Bootseigentümern.

Und wie war das Feiern?

Nun zur Party an sich: Am Anfang der Veranstaltung konnten einige Bilder gemacht werden, auf Wunsch mit dem von mir innerlich so getauften «Komischen Dude», der, wie man mir später erklärte, ein offizielles Daniel Craig Double ist. Neben dem Foto-Stand am Eingang war auch die Garderobe, welche die üblichen Schlangenbildungen zu Anfang und zu Ende der Party nicht zu verhindern wusste, aber freundlich die nassen Mäntel aufbewahrt hat. Dort fand sich auch schon die erste der zwei Bars. Bei Feiern immer ärgerlich, aber durchaus sinnstiftend, war eine Pfandregelung, welche die Müllverbreitung effektiv unterbinden konnte. Ansonsten war die Tanzfläche rappelvoll und die Aussenbereiche von mit den Zähnen klackernden Rauchern gut besucht. Die Anzüge und schönen Kleider mussten jedoch den einen oder anderen Kratzer hinnehmen, verschüttete Getränke oder zerrissene Anzughosen sorgten vereinzelt für schlecht gelaunte Sekunden, ehe man sich kurz darauf wieder dem Feiern widmete.
Neben den etwas ruhigeren Lounge-Besuchern waren überall motivierte Gäste zu sehen, die keine Zeit für Langeweile aufkommen liessen. Insgesamt war also die Bootsparty ein Erfolg, und wenn eventuell nächstes Jahr die Sonne scheint, wird man sich die Regenschirme vielleicht sparen können.

Text: Victor Culmann

Bild: Julien Sarkar