Frisch aus dem Netz

Freunden einen Streich zu spielen, kann den Alltag versüssen. Beim nächsten Versuch einfach auf «annoyingcursor.com» gehen, den Cursor auf die weisse Fläche schieben und genüsslich warten bis sich das Opfer aufregt. Hat man sich nach diesem grandiosen Streich dann mal beruhigt, empfiehlt es sich, sich wieder auf etwas zu konzentrieren. Vor allem, wenn man sein Filmwissen prüfen möchte, sollte man sich an der «Prop Store Challenge» versuchen. Auf safestore.co.uk/prop-store-challenge/ wird einem eine Requisitenkammer – daher der Name des Spiels – gezeigt und man hat zehn Sekunden Zeit, den Namen des Film einzutippen.

Jodel des Monats

In Word einen Punkt gelöscht.
Dokument ändert die
Schriftart, verschiebt 26
Seiten und ruft beim Italiener
an. Tisch für 2 Personen. Um
acht.

Unnützes Wissen

In der Grabeskirche in Jerusalem gibt es eine hölzerne Leiter, die seit rund 300 Jahren an einem Fenster steht und nicht bewegt werden darf. Da die Kirche von sechs christlichen Konfessionen gleichzeitig verehrt wird, darf nichts an oder in der Kirche ohne Zustimmung aller Glaubensvertreter verändert werden. Von der lokalen Bevölkerung wird diese Leiter darum auch die Status Quo Leiter genannt.

Schweizerdeutsch für Fortgeschrittene

Dezember hat begonnen und mit ihm die Weihnachtszeit. Vor allem für kleine Kinder ist es wohl die schönste Zeit im Jahr, schliesslich darf man sich ja aufs «Christchindli» freuen. Aber warum ist in der Werbung immer ein rot gekleideter Santa Klaus zu sehen? Überraschend darf man feststellen, dass es im 18. und 19. Jahrhundert in der Stadt Zürich und in Appenzell Ausserrhoden üblich war, einen «Chlaus» zu erwarten, der die Kinder beschenkte. Um 1800 brachte der «Chlaus» auch den schön geschmückten «Chlausbaum» bei seinem Besuch mit, heute unter dem Ausdruck «Chrischtbaum» bekannt. In Basel und Bern war es hingegen üblich, dass das «Neujahrchindli» für eine schöne Bescherung sorgte. Schon spannend, wie neuartig ein vermeintlich uralter Brauch doch sein kann und wiederum alte Bräuche relativ schnell in Vergessenheit geraten können. Um 1900 schrieb ein Redaktor eines Sprachenmagazins als Kommentar zum Wort «Neujahrchindli», dass das Beschenken an Weihnachten statt am 6. Dezember oder am Jahreswechsel «modern» und die Figur des «Chrischtchindli» «noch moderner» und «wohl der deutschen Einwanderung» zuzuschreiben sei. Ob jetzt ein Weihnachtsmann oder ein Christkind die Geschenke vorbeibringt, dürfte die meisten Kinder wohl eher weniger interessieren. In diesem Sinne wünschen wir: Frohe Weihnachten!