Fallstudie, Campusrundgang, Skriptenkauf stehen auf dem offiziellen Startwochenprogramm. Wirklich interessiert aber das Drumherum, von dem Mama und Papa auch nicht alles wissen müssen.

Montagabend

Startwoche, Startschuss! Die neuen Studis versuchten sich zum ersten Mal mit ihrer Startwochengruppe im St. Galler Nachtleben. Für die vorbildlichen Betreuungstutoren war der Meeting Point natürlich eine der ersten Stationen, die sie ihren «Schäfchen» zeigten – man soll ja auch nichts überstürzen: «bar comfort zoning», sozusagen. Der füllte sich

nach und nach, bis die Studentenbar am Blumenbergplatz fast aus allen Nähten platzte und die vier Barkeeper gleichzeitig alles geben mussten, um den Ansturm unter Kontrolle zu bringen.

Wie alle Jahre wieder zeigten sich für die Keeper in diesem Moment auch ziemlich schnell alle möglichen Arten von Schäfchen vor der Bar. Allseits beliebt sind diejenigen, welche sich schon für den nächsten CEO eines Fortune Global 500 Unternehmens halten, noch bevor das Semester offiziell begonnen hat. Meist ziehen sie allerdings schon beim «Schere, Stein, Papier» in der Happy Hour den Kürzeren. Die erste Investition ging also erst mal ganz brav in Naturalien und nicht in eine Beteiligung. Aber lasst uns mal nicht von der Ausnahme auf die Regel schliessen, feiern konnten alle gleich gut.

Was Dienstag und Mittwoch genau passiert ist, wissen wir doch alle nicht mehr so genau – also lassen wir’s.

Donnerstagabend

Nach einigen Tagen Kampf mit der körperlichen Verfassung, den Rundgängen und der Fallstudie fanden sich nach den Vereinspräsentationen Verbindungen und Vereine zu einem ersten Kennenlernen in unserer Campusbar ein. Ob Klösti oder Edelspez – die Keeper tauschten regelmässig die Bierfässer aus. Pitcher um Pitcher, alles muss raus. Auch in der Stadt konnte man überall ein oder zwei gratis Bierchen bei Veranstaltungen abstauben. Ganz so laut wie sonst war’s in der Stadt dann aber trotzdem nicht. Beim einen oder anderen war dann doch der Kater etwas stärker – nun ja, lieber brav ins Bett und morgen dafür ein Bierchen mehr.

Freitagabend

Neuer Abend, weniger Bier, mehr Motivation.

Toga Night. Nun stellt sich die Frage, wie man aus diesem Stück Stoff eine Toga zaubern soll. Trotz Anleitung wusste der eigentliche Ikea-Vorhang sich gekonnt dagegen zu wehren, in die gewünschte Form gebracht zu werden. Nach einigem Gemurkse und Basteleinsätzen mit Sicherheitsnadeln sahen die meisten Gäste dann im MeetingPoint schon fast wie griechische Bürger aus – oder eben vielleicht wie explodierte Schäfchen. Gefeiert wurde jedenfalls, als wäre Dionysos selbst anwesend. Nachdem die ersten «Tipsy Greeks» geleert worden waren, zogen einige unserer jungen Griechen bereits früh weiter ins Casablanca oder ins Elephant, andere blieben bis zum bitteren Ende im Meeting Point. Die Clubs sind voll mit feierwütigen Frischlingen, welche die erste Woche in ihrer neuen Heimat erfolgreich überstanden haben.

Summa summarum: Die Startwoche war wie jedes Jahr sowohl körperlich als auch mental anstrengend – aber genau das macht die Studierenden an unserer alma mater aus: Wir halten eben beides aus.