Die Vereinspräsentation in der Startwoche überraschte mich und weckte gleichzeitig auch meine Neugier. Für alle Fresh(wo)men, die leider aus terminlichen Gründen verhindert waren, hier ein kurzes Resümee: Nicht einmal im Minutentakt wurden während zweier Stunden Vereine vorgestellt, die so ziemlich jeden Lebensbereich abdecken, den man sich vorstellen kann. Über den Sinn oder Unsinn der einzelnen Vereine beziehungsweise deren Inhalte möchte ich mich nicht äussern, da dies durch den subjektiven Geschmack jedes Einzelnen beurteilt wird.
Jedenfalls kam nach diesem Abend bei mir die Frage auf, wie viele Vereine wohl an der HSG existieren. Also begann ich zu recherchieren und wurde schliesslich auf der Homepage der Studentenschaft fündig. Der Zählvorgang ergab schliesslich die stolze Anzahl von 97 Organisationen, Vereinen, Verbindungen und Klubs, die es offiziell gibt. Inklusive der inoffiziellen Vereine beziehungsweise den nicht aufgeführten dürfte die 100er-Grenze locker überschritten werden. Doch wie ist diese Anzahl von 97 eigentlich einzuschätzen? Ist dies viel oder wenig? Ich kam zum Schluss, dass wohl nur ein Vergleich mit einer anderen Universität Klarheit schaffen würde. Also nichts wie los auf den Datenhighway und direkt auf die Homepage der Universität Zürich. Nach kurzer Suche begann erneut die Zählerei: «89, 90, 91, 92, Schluss! Gewonnen!» Tatsächlich, offiziell hat die Universität St. Gallen also mehr Vereine im Angebot als der grosse Nachbar im Westen. Um diesen Sieg der HSG auch wirklich zelebrieren zu können, sei hier noch die Anzahl Studierende in Zürich erwähnt: 23 421. In St. Gallen hat es dagegen gerade mal 4569 eingeschriebene Studierende in diesem Wintersemester. Wir können uns somit mal wieder für die Grössten halten oder zumindest ein wenig stolz sein über das Engagement der zahlreichen Mitglieder der einzelnen Vereine, die diesen Sieg ermöglicht haben. Einen kleinen Wermutstropfen an der Sache entdeckte ich beim Recherchieren der erwähnten Zahlen allerdings trotzdem … Frauenanteil an der Uni Zürich: 53,5%; St. Gallen: 27,8%.