Einmal jährlich wählen alle Studenten zum einen Repräsentanten für das Programm, in das sie eingeschrieben sind, und zum anderen studentische Vertreter für die fünf Schools, die die Lehre an der Uni organisieren. Auch im vergangenen Jahr diskutierten und beschlossen diese Vertreter im Studentenparlament, was sich an der Universität im Sinne aller Studentinnen und Studenten bewegen soll. Ein Resumé der Präsidentin.

Die Amtszeit 2013/2014 brachte einige neue Herausforderungen mit sich: Zunächst hatte sich das Präsidium das Ziel gesetzt, die gute Arbeit der Vorjahre fortzusetzen. Zudem sollte die Meinung der Studenten bei der Diskussion um eine Lehrreform im Rahmen des «Intensive Learning» sowie in anderen universitätspolitischen Themen verstärkt eingebracht werden. Schliesslich galt es aufgrund des neuen englischsprachigen Assessment-Tracks, eine Statutenreform zu organisieren, um die Wahlordnung für die Programmvertreter neu zu regeln.

Das Jahr begann mit der ersten Sitzung im Oktober mit diversen Wahlen. Dazu gehören beispielsweise die Mitglieder der Fondskommissionen, in denen über die Anträge auf finanzielle Unterstützung für Vereins-Projekte und Bedürftige entschieden wird. Ebenso wurden die Budgets für die Gesamt-Studentenschaft sowie ihre Initiativen, den Bereich G, das Ressort International und prisma besprochen und genehmigt.

Mehr Kopfschmerzen bereitete die Initiative Challenge the Best (CtB). Im März 2013 ging die vierte Auflage von CtB zwar erfolgreich über die Bühne, doch zum wiederholten Mal konnten nicht genügend Sponsoren gefunden werden. Darüber hinaus konnte das Organisationsteam diverse interne Probleme nicht lösen. Deshalb stand das StuPa vor der Entscheidung, wie die Zukunft von CtB aussehen soll. Das Parlament entschloss sich schliesslich, die Initiative in der jetzigen Form aufzulösen. Dennoch hofft es darauf, dass die grossartige Idee, die hinter dem Projekt steht, in anderer Umsetzungsweise wieder aufgegriffen wird.

Um die Parlamentsarbeit verstärkt ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit zu rücken, wurde eine neue Kommission gegründet, die sich mit der Kommunikationsstrategie des Parlaments beschäftigt. So steht beispielsweise eine überarbeitete Webseite aus, die ab kommendem Herbstsemester aufgeschaltet wird.

Die Traktandenlisten der Sitzungen umfassten auch einige organisatorische Dinge, wie beispielsweise die Genehmigung der Jahresrechnungen, Reglementsänderungen oder die Décharge der Altvorstände. Weitere Anträge wurden von der Studentenschaft an uns herangetragen: In der letzten Sitzung stimmte das Parlament beispielsweise über die Empfehlung der Sozialkommission ab, das Projekt Un-dress mit 5’000 Franken à fonds perdu und einer Defizitgarantie von 2’000 Franken zu unterstützen. Nach einer intensiven Debatte wurde dem Vorschlag zugestimmt.

Zentrale Aufgabe des Parlaments ist es, die studentische Meinung zu universitätspolitischen Themen gegenüber der Universität zu vertreten. Während die Diskussion um eine Lehrreform in eine Kommission aus Professoren, Verwaltung und Studenten verlagert wurde, debattierten wir im Parlament über Streitpunkte wie Ergänzungsleistungen im Master und Verbesserungsmöglichkeiten der Legi. In der letzten Sitzung besprachen wir mit Professor Bieger die Auswirkungen der Annahme der Masseneinwanderungsinitiative auf die HSG sowie Handlungsmöglichkeiten.

Die Diskussion über unipolitische Themen soll aber auch ausserhalb des Parlaments erfolgen. Daher soll die Meinung des StuPas zu diesen Gegenständen künftig jeweils in einem Positionspapier festgehalten werden, das auf myunisg.ch veröffentlicht wird, um die Arbeit des Vorstands zu erleichtern und Nichtparlamentarier auf dem Laufenden zu halten. Um auch den Austausch mit den Professoren zu pflegen, wurde zusammen mit der Studentenschaft das Projekt Studenten-Professoren-Zmorge ins Leben gerufen. Die erste Frühstücksdebatte zum Thema Noteninflation im Master wurde im April erfolgreich durchgeführt.

Falls auch ihr Teil der Diskussionen über aktuelle Themen sein wollt, die die Universität oder die Studentenschaft beschäftigen, bewerbt euch nächstes Semester als Vertreter eures Programms!

Alle Sitzungsprotokolle findet ihr auf myunisg.ch, ebenso wie die Daten der nächsten Sitzungen, zu denen alle Studenten herzlich eingeladen sind. Die nächste und letzte Sitzung findet am Mittwoch, 12. Mai, um 18.15 Uhr im Raum 01-110 statt. Falls ihr Fragen habt, hilft euch das StuPa-Präsidium (studentenparlament@myunisg.ch) gerne weiter.

Präsidentin des Studentenparlaments zu sein, hat mir sehr viel Spass gemacht. Ich bedanke mich bei allen Parlamentariern und Gästen, die regelmässig an den Sitzungen teilgenommen und sich aktiv an den Diskussionen beteiligt haben. Es ist eine tolle Gelegenheit für uns alle, dass die Meinung der Studenten an der Universität St. Gallen so hoch geschätzt und in Entscheidungen miteinbezogen wird.