In der ersten Sitzung dieses Semesters ging es vor allem um Macht und Geld. Es wurden das StuPa-Präsidium und verschiedene Kommissionen gewählt, sowie die Jahresbudgets der Studentenschaft und des Bereichs G genehmigt.

Schon in den Begrüssungsreden wurde des Öfteren darauf hingewiesen, welche Verantwortung ein Parlamentarier trage. Auch wenn diese Einschätzung der Aufgabe grundsätzlich von jedem Parlamentarier geteilt wird, so ist doch noch nicht allen klar, wie sie dem gerecht werden können. Dies bewiesen die vielen Fragen nicht nur vor und nach der Sitzung, sondern auch während des Einführungswochenendes der Studentenschaft. Gerade das Amt des Programmvertreters ist, weil ganz neu, noch ein grosses schwarzes Loch. Doch dies wird sich bald ändern, denn Tatendrang und Ehrgeiz sind reichlich vorhanden.

Fast diskussionslos angenommen wurden das Budget der Gesamtstudentenschaft sowie jenes des Bereichs G, unter dem adhoc und MeetingPoint zusammengefasst sind. Das StuPa wird die Finanzen auch weiterhin kontrollieren, damit die rund 100 Mitarbeiter der Studentenschaft verantwortungsvoll mit dem Geld umgehen.

Damit die Arbeit des Studentenparlaments aber strukturiert und effizient abläuft, musste zuerst noch ein Präsidium als Leitungsorgan bestimmt werden. Dem letztjährigen Vize Andreas Bäuml wurde das Vertrauen zum StuPa-Präsidenten ausgesprochen, ebenso Felix Rompen für das Amt als Aktuar. Eine Kampfwahl hingegen gab es für das Amt des StuPa-Vizepräsidenten. Nachdem beide Kandidaten Rede und Antwort stellen mussten, wurde schliesslich Lukas Moser gewählt.

Auch wenn in dieser ersten Sitzung vor allem die neuen Parlamentarier noch etwas unsicher und zurückhaltend waren, ist man optimistisch, dass die kommenden Diskussionen angeregter und kritischer werden, ohne aber weniger konstruktiv zu sein. Nach einem Jahr geprägt durch die Statutenänderung ist es nun an der Zeit, vermehrt Hochschulpolitik zu betreiben und sich weiterhin bei den betreffenden Stellen für die Anliegen und Sorgen der Mitstudierenden einzusetzen.

Kurzinterview mit dem neu gewählten StuPa-Präsidenten Andreas Bäuml

Was seht ihr als Präsidium als eurewichtigsten Aufgaben und Herausforderungen an für das kommende Jahr?

Unser Ziel ist es, im aktuellen Jahr mehr Themen zu behandeln, welche die Studierenden der Universität direkt betreffen. Ausserdem stehen wir vor der Herausforderung, die Bekanntheit des Parlaments weiter zu steigern.

Worauf wird euer Hauptaugenmerk liegen?

Mein grösstes Anliegen ist, dass der politische Diskurs intensiviert wird. Die rund 30 Parlamentarier wurden von einer grossen Anzahl an Studenten gewählt, um deren Interessen zu vertreten. Diese müssen sie im Parlament einbringen und diskutieren, was die wichtigen Positionen der Studentenschaft sind, die dann gegenüber der Universität vertreten werden.

Wie seht ihr die Zusammenarbeit mit dem SHSG-Vorstand?

Ich denke, dass die SHSG nur dann eine wirklich effektive Organisation ist, wenn der Vorstand und das Studentenparlament gemeinsam arbeiten, denn ihre Aufgaben ergänzen sich. Deshalb freut es mich, dass die Zusammenarbeit im laufenden Jahr sehr konstruktiv und kollegial ist.

Bei welchen Anliegen können sich die Studierenden an das StuPa wenden und wie machen sie das am besten?

Das StuPa ist eine gute Anlaufstelle, wenn es um Themen oder Probleme des Studienalltags geht, in denen sich die Studierenden an der Uni nicht gut wahrgenommen oder vertreten fühlen. Sie können dabei direkt an studentenparlament@myunisg.ch schreiben, oder sie wenden sich mit ihrem Anliegen an einen der Parlamentarier, deren Kontaktdaten auf der Website der Studentenschaft (http://www.myunisg.ch) zu finden sind. Wir freuen uns schon auf die Inputs, die von den Studierenden kommen werden!