In diesem Semester wurde die neue HSG Card eingeführt. Eine Karte, welche viel mehr als eine blosse Legi ist. Die stellvertretende Projektleiterin Sarah Niederer stellt die Neuerungen vor.

Neueintretende Assessies seit 2015 kennen sie nur noch aus Erzählungen: Die legendäre Papier-Legi, welche schon nach wenigen Tagen im Geldbeutel in ihre Einzelteile zerfiel und unleserlich wurde. Mit Beginn des Herbstsemesters 2015 wurde die HSG Card eingeführt. Eine Legi im Kreditkartenformat, welche für das Drucken und die Bibliotheksausleihe verwendet werden konnte.  Als die Schweizerische Nationalbank neue Banknoten einführte, welche die HSG-Card-Aufladestation nicht mehr akzeptierte und vom Verwaltungsdirektor bargeldloser Zahlungsverkehr auf dem Campus gefordert wurde, musste sich das Projektteam nach einer Alternative umsehen: Die 2015 eingeführte HSG Card sollte ab Herbstsemester 2017 zum online aufladbaren Zahlungsmittel umfunktioniert werden, sodass auf dem gesamten Campus mit der Legi bezahlt werden könne.

Kinderkrankheiten ausmerzen

Jedoch war die bisherige Druckmanagement-Software nicht für das HSG-Zahlungsportal ausgelegt, und dies zog eine Migration der gesamten Anwendungen auf die Mifare-Technologie mit sich, die weltweit meistgenutzte kontaktlose Chipkartentechnik. Dafür musste das Drucksystem für etwa 8 000 Studierende umgestellt werden, die stellvertretende Projektleiterin Sarah Niederer lacht und fügt an: «Jetzt sind wir dran, die Kinderkrankheiten auszumerzen.»
Während das Zahlungssystem für den gesamten Campus schon funktioniert, kursiert das Gerücht, man könne gratis drucken. Dies stimme so nicht, denn man könne nachverfolgen, wer was gedruckt habe. Das Guthaben werde zurzeit lediglich noch nicht abgebucht. Zudem müssen Kleinigkeiten angepasst werden, wie zum Beispiel das Drucken einzelner Seiten in einem Dokument. Alle offenen Punkte werden jetzt aufgenommen und Schritt für Schritt angegangen. Die Zahlung über die Legi ist jetzt schon möglich und wird auch schon verwendet, von Immatrikulationsbestätigungen bei der Studienadministration bis zum Kaffee im Adhoc. Zudem steht eine Erweiterung des Zahlungsverkehrs mit der Legi in der Stadt zur Diskussion.

Alte Legi – was nun?

Die alte Legi kann vorerst weitergenutzt werden, um sich auszuweisen. Das Aufladen für Zahlungen ist allerdings nur mit der neuen möglich. Durch die unterschiedliche Dicke der Karten kann die alte Legi auch nicht mehr validiert werden. Zum Validierungsprozess: Man merke sich, dass eine einmalige Validierung pro Semester ausreicht, ausser man kauft sich den Gastropass oder absolviert die Sporteinführung. Zudem ist an den gesunden Menschenverstand der Studierenden zu appellieren: Eine Validierung an einer ausgeschalteten Validierungsstation ist nicht möglich. Schon einige Male seien bis zu drei Legis in den Automaten gezwängt gefunden worden.
Kleiner Tipp, beflügelt durch Observationen auf dem Campus: Unterschreibt auf dem Feld, welches mit «Unterschrift» gekennzeichnet ist, denn eure neue Legi ist eure HSG-interne Prepaid-Kreditkarte. Ausserdem empfiehlt es sich nicht, auf dem Magnetstreifen zu unterschreiben.