Die SHSG hat eine neue Website pünktlich zum Semsterbeginn gestartet. Die neue Seite heisst nur noch SHSG.ch und bietet viele Neuerungen.

Endlich ist es soweit! Die neue Website der Studentenschaft wird die für digitale Verhältnisse fast angestaubte myunisg.ch-Website ersetzen und soll mit zahlreichen neuen Features dem Studenten im Uni-Alltag kräftig unter die Arme greifen. Nach zahlreichen Bugs, Versuchen und langwieriger Arbeit wurde SHSG.ch zum neuen Semester gelauncht. Aber was ist jetzt nun besser? Ein kurzer Überblick über die wichtigsten Neuerungen und ein paar Tipps, um schneller als die anderen durch die (ausufernde) Uni-IT durchzukommen.
Von dem evangelischen Pfarramt der HSG über die Ombudstelle oder den Special Needs und dem Universitätsarchiv: es gibt an der Uni nichts, was es nicht gibt. Auf der neuen SHSG Website sind alle Stellen der Universität übersichtlich unter «Universitäre Stellen» gebündelt, wodurch das Zurechtfinden in dem Meer an Taskforces oder Abteilungen erheblich erleichtert wird. Dass sich alles an einem Ort befindet, hat mehrere Vorteile: Zum einen weiss man jetzt, was die Uni überhaupt an Leistungen anbietet. Darüber hinaus kann man auch viel schneller die alltäglicheren Stellen wie die Bibliothek, die Anrechnungsstelle oder den Unisport erreichen, eine Nachricht schreiben oder sich einfach informieren. Das geht jetzt ohne die Uni-eigene Website besuchen zu müssen, die oft alles andere als übersichtlich ist und gerne mal von Deutsch auf Englisch und wieder zurück wechselt. Wer sich um seinen Ausstausch kümmert oder viel mit der Administration zu tun hat, wird das schnell zu schätzen wissen.
Die HSG rühmt sich gerne damit, ein vielseitiges und aktives Vereinsleben zu fördern und die Studenten damit zu extrakurrikulären Aktivitäten zu motivieren. Allerdings hat man, wenn man die Vorstellung der Vereine verpasst hat, kaum noch Chancen, sich auf einfache Art und Weise ein Bild über die Vereine und deren spannenden Events zu machen. Ferner ist es auch schwierig, überhaupt die Vereine zu erreichen. Es kommt schon mal vor, nachdem man sich unter den mühsamsten Bedingungen der Online-Präsenzen der Vereine gewühlt hat, dass man nicht mit den Neuigkeiten mitkommt und die Veranstaltungen in der Flut an Facebook Notifications (Danke SIC) schnell mal übersieht. Auf der neuen Seite findest du jetzt ein Feed mit allen Events der Vereine, denen du folgst, aber auch mit den teils interessanten offenen Veranstaltungen (noch wichtiger wenn es ein Buffet gibt), die nun einfach und auf einen Blick zu sehen sind. Um nichts zu vergessen, kann man abschliessend alles in den Kalender exportieren.
Zum Schluss sind auch kleinere Zeitsparer mit eingebaut worden, die man nicht vergessen sollte. Zum einen ist jetzt der Busfahrplan online, was vor allem den Assessis zu Gute kommen sollte, aber auch dem gedächtnisschwachen Gelegenheitsbusfahrer nützt. Dann sind da noch die guten alten Links zum StudyNet, Compass etc., sodass man noch kurz Zeit hat, sich von den News auf der Seite ablenken zu lassen, bevor man anfängt, die Slides zu lernen. Ausserdem gibt es noch die optimistische Wettervorhersage, die jedoch einen komischen Bug zu haben scheint und auf Nebel hängen bleibt oder die Tatsache, dass die Seite für Smartphones optimiert ist.
Alles in einem hat die Studentenschaft eine zwar langsam überfällige, dafür aber gut gelungene neue SHSG Website auf die Beine gestellt, die in vielen kleinen Situationen einiges an Stress wegnimmt. Den guten Noten steht nun gar nichts mehr im Wege.

Die Zukunft der Studentenschaft

Max Faulhammer, Vorstand für IT und Campus, war verantwortlich für die Neuentwicklung der Website.

Hallo Max, eine neue Website zu entwickeln war sicherlich ein grosses Projekt. Was waren denn die Hauptziele oder Beweggründe, die alte Myunisg-Seite über Bord zu werfen und den Webauftritt der SHSG zu modernisieren?

Max Faulhammer: Da gibt es verschiedene Gründe. Zum einen kann man aus rein technischer Perspektive sagen, dass die myunisg-Seite ziemlich alt war. Sie wurde 2011 gelauchnt, somit war sie sogar älter als der übliche Durchschnitt von fünf Jahren. Der Aufbau und schlicht das Design waren somit überholt.

Welche konkreten Verbesserungen bringt die neue Website im Vergleich zu Myunisg?

Man kann schon sagen, dass die alte Website auch von dem Aufbau und der Interaktion mit dem Nutzer ziemlich eingeschränkt war. Myunisg hat sich auf Informationsdarstellung konzentriert, und hat keinerlei personalisierte Komponenten gehabt. Zur Zeit von Informationsüberangebot sahen wir es als wichtig an, nutzerspezifische und selektierte Informationen darzustellen, wie man an unseren individuell konfigurierbaren Channels sehen kann. Die Inhalte sind jetzt strukturierter und besser aufzufinden als davor. Am Ende ist es weniger Rumgelaber, dafür kann man schneller Infos finden.

Was ist die Zukunft der Digitalstrategie der SHSG? Was sind die nächsten Schritte?

Es hängt viel von den jeweiligen Vorständen ab, die jedes Jahr ihr eigens Programm machen und verschiedene Schwerpunkte setzen. Generell kann ich aber sagen, dass die SHSG erstmal mit den aktuellen Entwicklungen im Bereich Digitalisierung mithalten will und muss. Es ist wichtig, die Studenten auf den tatsächlich von Ihnen verwendeten Kanäle zu erreichen. Es nützt zum Beispiel nichts, viele hilfreiche Dienstleistungen anzubieten, wofür man sich aber per Fax anmelden muss. Klingt vielleicht naheliegend, aber die Kommunikation mit den Studenten ist eine der schwersten und wichtigsten Aufgaben, die die Studentenschaft hat. Darüber hinaus gibt es einen verstärkten Fokus auf Feedback und Rückmeldungen, um Bottom-up zu wissen, was gebraucht wird und was verbessert werden kann.

Was will die SHSG in nächster Zeit noch erreichen? Sind schon konkrete Schritte absehbar?

Konkret ist das etwas schwer zu sagen, weil jedes Projekt eine gewisse Zeit braucht. Kurzfristig war geplant, Jobinserate über die SHSG laufen zu lassen und somit Jobsuchenden zu helfen, damit sie leichter Studentenjobs oder kleine Verdienste finden. Es gibt auch einen neuen Kurskatalog, der in Arbeit ist, um die Bidding-Phase zu erleichtern und zu verbessern. Generell wird versucht, mehr für uns, also die HSGler, zu machen und die Diestleistungen zu fördern. Der Schwerpunkt soll auf den Studenten liegen.

Wie wollt ihr das schaffen? Es gibt schliesslich schon relativ viele Hilfsstellen, die man teilweise nicht mal kennt.

Deswegen ist auch die Website so wichtig, um zu zeigen, wo man schon im Alltag Unterstützung bekommen kann. Aber es gibt auch viele weitere Services, die man anbieten könnte, auch wir müssen uns kontinuierlich verbessern. Einen neuen Ansatz verfolgt die Studentenschaft auch mit den neuen Kursen, die angeboten werden sollen. Ob Excel, Photoshop oder ähnliches, einige Hard Skills, die im Berufsleben wichtig sind, werden heute an der Uni wenig Beachtung geschenkt oder sind teilweise in den Kursen schon vorausgesetzt. Das wäre eine nützliche Dienstleistung, die man sich überlegen könnte.

Abschliessende Frage, ist die neue Website zufriedenstellend?

Was soll ich denn sagen, natürlich ist die Website ein Erfolg, ich hab das Projekt geleitet [lacht]. Es waren zwar noch einige Bugs, die in den letzten Tagen das Team noch gefordert haben, aber so wie es jetzt ist, läuft es Rund. Es war zwar nicht einfach, aber insgesamt ist sie so geworden, wie wir uns das vorgestellt haben. Die Studentenschaft dankt dem IT-Team, namentlich Bryan Giger, Jakub Vokaty, Pierre-Pascal Pröller, Lukas Falk, Sophia Kakarakis und Matthias Steiner für Ihren ausserordentlichen Einsatz! Ohne sie wäre das Projekt nicht möglich gewesen.