Sie lassen uns daran glauben, dass alles möglich ist, möglich sein muss im Leben. Sie machen es uns vor, indem sie ihre eigenen Grenzen erforschen und überschreiten. Die Rede ist von Helden. Oftmals sind es die Helden der grossen Bühne, aber auch Helden des Alltags – Menschen, die uns nicht mehr aus dem Kopf gehen.

In dieser Ausgabe widmet sich prisma in verschiedenen Artikeln dem Thema «Helden». Aber wie definiert man einen Helden überhaupt? Muss er sich erst durch den Heldentod beweisen, oder genügt bereits eine selbstlose Tat? Helden werden nicht geboren, sondern erwachsen in Momenten, in denen sie handeln statt tatenlos daneben zu stehen, haben wir uns im Interview mit Andres Büchi (S. 35) sagen lassen. Es sind Menschen, die uns immer wieder aufs Neue zeigen, dass es Dinge gibt, für die es sich zu kämpfen lohnt, auch wenn die eigene Sicherheit darunter leiden mag. Dazu braucht es manchmal nur Mut, Mut über sich selbst hinauszuwachsen.

Auch die diesjährigen Gewinner des Prix Courage – dem Preis für ausserordentliche, mutige Taten (S. 34), beweisen mit ihrer eigenen Heldengeschichte, dass es immer noch heldenhafte Eigenschaften gibt: Mut, Selbstaufopferung, Treue, Standhaftigkeit, Tapferkeit, den Willen alles zu wagen und alles zu verlieren, um dem Bösen, was immer es auch sein mag, die Stirn zu bieten.

Und wie sieht es mit der Bereitschaft der HSG-Studierenden aus, heldenhaftes Verhalten an den Tag zu legen? Bestätigt sich das Klischee des profitorientierten Wirtschaftsstudenten, der sich nur dann einsetzt, wenn dabei auch etwas für ihn selbst herausspringt? In unserer Umfrage haben wir einige zu diesem Thema befragt. Mehr dazu könnt ihr ab Seite 50 nachlesen.

Auch wir vom prisma wünschen uns mehr Mut: Als neue Chefredaktorin habe ich mir das Ziel gesetzt, euch mehr an der inhaltlichen Gestaltung teilhaben zu lassen. Nichts würde unsere Redaktion mehr erfreuen, als mit euren Texten überflutet zu werden. Anregungen, Artikelvorschläge, sowie Kritik sind höchst willkommen. Denn schliesslich ist es eure Meinung, die zählt und eure Kritik, die uns dazu anspornt besser zu werden. Nur Mut, schreibt uns!

In diesem Sinne, viel Spass beim Lesen dieser Ausgabe!