Die Asian Students’ Association (ASA) organisiert jährlich mehrwöchige Austauschprogramme mit Top-Universitäten wie der Hitotsubashi University in Tokio und der Beijing University. Zwei Studenten berichten von ihren Erfahrungen.

Japan – Eine Welt für sich

Für mich war Japan schon seit meiner Kindheit ein Land der Träume. Deshalb zögerte ich keinen Moment, als ich vom ASA Exchange hörte. Ich wurde nicht enttäuscht, denn vom ersten Moment an zog mich Japan mit seiner einzigartigen Mischung von Tradition und Modernität in seinen Bann. Von den Gärten und Tempeln Kyotos bis zur scheinbar endlosen Haupstadt Tokio waren die Eindrücke überwältigend.

In Tokio lernten wir unsere Austauschpartner, mit denen wir die folgenden zwei Wochen verbrachten, endlich persönlich kennen. Zu Beginn waren beide Seiten von den kulturellen Unterschieden verblüfft und auch ein wenig befremdet. Doch Wundermittel wie Sake und Karaoke vermochten rasch die Barrieren zu durchbrechen. Denn sobald die Japaner ein bisschen Alkohol intus und ein Mikrofon in der Hand hatten, geschah eine seltsame Transformation. Die stillen Personen, die wir kannten, verschwanden und wurden durch gesellige Partylöwen ersetzt. Die zwei Wochen in Tokio, geprägt von kulinarischen Höhenflügen, kulturellen Eigenheiten und den typischen Elementen eines Städtetrips mit Clubs und Shoppingmeilen, flogen nur so dahin. Wehmütig reisten wir nach drei Wochen Japanfieber in die Schweiz zurück.

Kaum zurück in der Heimat, durften wir unsere japanischen Austauschpartner in St. Gallen willkommen heissen. Stolz zeigten wir «unseren Japanern» die schönsten Orte der Schweiz: das Matterhorn, die Rheinfälle sowie die Perlen Zürich, Genf und Luzern.

Inzwischen ist der Austausch vorbei. Geblieben sind unvergessliche Momente in Tokio und hier in der Schweiz, die Entdeckung einer Kultur, wie wir sie anders wohl ungleich erlebt hätten, und Freundschaften, welche mit Sicherheit unseren ASA-Exchange überdauern werden. Wir sind aus dem Traum erwacht und in den Uni-Alltag zurückgekehrt. Obwohl ich Zeit im Land und mit den Menschen Japans verbringen konnte, glaube ich, dass Japan für mich immer ein Geheimnis, eine Welt für sich, bleiben wird.

Benjamin Newman Martinez, Japan Team

10 Chinesen mit dem Kontrabass

Als ich meine Austauschpartnerin am Bahnhof abholte, war ich überrascht. Es stimmt also, was man über Chinesen sagt – die sind klein! Meine Austauschpartnerin war etwa so gross wie ihr Koffer, was unter anderem an der Grösse des Koffers lag. Darin hätte mit Sicherheit mein Renault Twingo Platz gehabt. Als sie dann zu Hause den Koffer öffnete, war ausser Luft fast nichts drin. «Ihr das HSG-Prinzip beibringen» konnte ich demzufolge ceteris paribus bereits von meiner To-do-Liste streichen. Auch sonst gab es nur geringe kulturelle Unterschiede. Ab und zu blitzten sie jedoch hervor; beispielsweise fand meine Austauschpartnerin, dass das Birchermüesli die beste Marmelade von allen sei.

Während dem Austauschbesuch bereisten wir die ganze Schweiz. Unter anderem besuchten wir Bern, Genf und Luzern. Doch nicht nur die Schweiz gefiel den Chinesen, sondern auch das nahegelegene Ausland. Wobei sie München gegenüber Zürich bevorzugten. Der Schweizer Teil des ASA-Exchanges war ein voller Erfolg. Unsere Austauschstudenten sind eine sympathische, offenherzige und witzige Truppe, weshalb ich mich sehr auf eine Fortsetzung unserer gemeinsamen Abenteuer in Beijing freue.

Christoph Roos, China Team