Der Vorstand der SHSG besuchte im September dieses Jahres das Nordic Forum in Bergen. Präsident Luca Serratore fasst seine Eindrücke davon zusammen.

Wir haben letztes Jahr Steve Aoki als DJ für unsere Startwoche gebucht, dieses Jahr kommt Galantis als Main Act» – dass man so etwas in einer Selbstverständlichkeit sagt, entfanden wir schon fast als eine Frechheit.
Die Worte kamen von der Eventmanagerin der Studentenschaft der BI Oslo. Viele weitere inspirierende Eindrücke durften wir, der SHSG-Vorstand 2017/18, Ende September am Nordic Forum in Bergen sammeln.
Beim Nordic Forum handelt es sich um eine internationale Studentenschafts-Konferenz, an welcher Vertreter von skandinavischen Business Schools teilnehmen. Zweck des Nordic Forum ist es, dass verschiedene Repräsentanten sich über ihre Organisation und deren Probleme austauschen können.
Insgesamt waren, inklusive SHSG, acht Studentenschaften aus fünf verschiedenen Ländern eingeladen. Vertreten waren beispielsweise die Studentenschaft der Stockholm School of Economics (SSE) oder der Copenhagen Business School (CBS), aber auch solche aus Norwegen und Finnland.
Nun fragt ihr euch sicher, was zum Teufel die SHSG in Skandinavien verloren hat. Es sei an dieser Stelle ein Exkurs in die Vergangenheit erlaubt: Als Dardan Zeqiri (Präsident SHSG 2015/16) vor zwei Jahren an der Graduate Business Conference (GBC) in Shanghai mit einem Vertreter der SSE ins Gespräch kam, stellten die beiden fest, dass die Organisationsstruktur der SHSG mit derjenigen der SASSE (Student Association SSE) sehr ähnlich zu sein. Der Vertreter der SASSE lud darauf hin den SHSG-Vorstand ans Nordic Forum 2015 ein. Und so kam es, dass die Exekutive unserer Organisation die Studierenden unserer Alma Mater am Nordic Forum vertreten durfte.
Aber was euch sicherlich brennend interessiert: Was sind die Erkenntnisse des Nordic Forums? In einigen Studentenschaften gehören die Vereine direkt zur Organisation und müssen alle ihre Budgets beim Vorstand beantragen. In unserer föderalistischen Schweiz wäre das nicht denkbar – und dass unsere über 120 Vereine und Initiativen autonom agieren und sich selbstverwirklichen können, ist eine Stärke der HSG. Allerdings ist im anderen System die Wahrnehmung der eigenen Studierenden für die offizielle Vertretung gegenüber Universität und Öffentlichkeit viel stärker. An der SSE liegt die Wahlbeteiligung der Studierenden bei 60 Prozent (vgl. HSG-Wahlbeteiligung mit ca. 10 bis 15 Prozent). Dass die offizielle Vertretung der Studierenden in der skandinavischen Kultur stärker verankert ist, zeigt sich auch an der CBS, wo jedes universitäre Gremium zu 50 Prozent aus Studierenden besteht.
Neben einer kulturellen Reise nach Bergen konnten also viele Eindrücke gesammelt werden, die wir in unserem Daily Business einbringen wollen, um für Euch, liebe Kommilitoninnen und Kommilitonen, den Uni-Alltag attraktiver zu gestalten. Erwartet aber bitte nicht, dass Steve Aoki in der Startwoche 2018 ins Ele kommt. Unsere Neon-Party und Makeup-Artistinnen im MeetingPoint sind doch schon ein ziemlich grosser Hit.