Am Symposium wird die HSG zum Sammelpunkt der Elite aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Hinter dem Grossevent steht ein Team aus 32 Studierenden, die ein Jahr lang Schweiss und Tränen in die Organisation gesteckt haben. 

Von morgens bis abends, manchmal auch am Wochenende, arbeiten die Mitglieder des «International Students’ Committee (ISC)» von September bis Juni. Der studentische Verein wurde im Jahre 1970 von fünf Studierenden gegründet. Die Mitglieder des ISC setzen ihr Studium für zehn Monate aus, um ehrenamtlich und völlig unabhängig von der Universität an der Organisation des Symposiums mitzuwirken. Der grösste Teil von ihnen wird über die Helfer akquiriert, welche dieses Jahr mehr als 350 Personen zählten. 

Grosse Verantwortung
«Man lernt enorm viel fürs Leben», meint Lia Hollenstein, die sich im
8. Semester BWL befindet und Teil des diesjährigen ISC-Teams ist. Selbstverantwortung, Durchhaltewillen und Teamfähigkeit spielen eine grosse Rolle. Man sehe sich ausserdem mit einer grossen Verantwortung konfrontiert und lerne auch sich selbst viel besser kennen. 

Lia wurde im 4. Semester von einer Kollegin davon überzeugt beim Symposium als Helferin mitzuwirken. «Schon seit meiner Kindheit habe ich immer gerne Veranstaltungen organisiert», erklärt Lia ihr Interesse an der Tätigkeit des ISC. Zusammen mit drei anderen Personen war sie für den Schweizer Markt verantwortlich. Daneben gibt es auch Märkte wie Asien, Deutschland, Grossbritannien und weitere, die von einzelnen oder mehreren Studierenden betreut werden. So könne es gut sein, dass man im Rahmen seiner Tätigkeit für das ISC international viel herumreise.

ISC-Haus: Der Fels in der Brandung
Das Engagement im Rahmen des ISC ist ein Vollzeitjob. Die Studierenden haben von Montag bis Freitag, 8 bis 19 Uhr eine Anwesenheitspflicht. Bei der Arbeit gibt es viele Schnittstellen mit anderen Bereichen. Oftmals müssen spontan Sitzungen einberufen werden, weshalb jeder erreichbar sein muss. Das verwinkelte, mit einer Stadtvilla vergleichbare ISC-Haus ist deshalb der ideale Ort um einen regelmässigen Austausch zwischen den verschiedenen Aufgabenkreisen zu gewährleisten. «Manchmal kommt man an einen Punkt, wo man sich denkt, dass es nicht schlimmer kommen kann und dann – Überraschung – kommt es zehnmal schlimmer», meint Jonathan Vontobel, 6. Semester BWL.

Das Team wächst über das Jahr zu einer Familie zusammen. Dazu tragen auch die Schulungswochenenden und verschiedenste Teamevents bei, die einen gelegentlichen Tapetenwechsel ermöglichen sollen. Dabei herrscht im Haus eine «Open Door Policy» vor: Dinge, die einen stören, sollen offen angesprochen werden. Dabei könne es auch mal krachen. Aber das gehört schliesslich zu jeder erfolgreichen Organisation. 

Deshalb könnte das selbsternannte Motto des ISC nicht besser passen: «Always going the extra mile!»