Leicht haben sie es nicht beim Unterfangen, auf Wohlwollen aus der Gesellschaft zu stossen. Die Rede ist von den im Volksmund oft abschätzig bezeichneten «Kaderschmieden»: den HSGs und WHUs dieser Welt. Die einzige Wissenschaft, die dort interessiert, sei jene des Geldes, und jedes Indiz von ethisch bewusstem Verhalten wird schleunigst als Heuchelei abgetan; es diene einzig und allein der Verfolgung von Eigeninteressen. In der Betriebswirtschaftslehre würde man vom «Strategic Stakeholder Approach» sprechen.

oikos, der Verein der sich nachhaltiges Wirtschaften auf die Fahne geschrieben hat, würde bestens diesem Klischee der Pseudo-Nachhaltigkeit entsprechen. Diese Skepsis mag zwar nicht ganz unberechtigt sein, doch an dieser Stelle möchte ich meine zynischen Tendenzen beiseitelegen und den Damen und Herren von oikos mein Lob aussprechen. Momentan macht oikos die HSG-Gemeinschaft darauf aufmerksam, dass schon das Kaffeetrinken aus der Tasse statt aus dem Becher aufgrund der Wiederverwendbarkeit der Tasse eine respektable CO2-Einsparung zur Folge hat. Eigentlich offensichtlich, mag diese Tatsache jedoch vielen Studenten noch nie aufgefallen sein.

Jeder, der seinen Kaffee in der Tasse bestellt, erhält sogar noch ein Schöggeli dazu, was zu einer Win-win-Situation für den Konsumenten, oikos und die Umwelt führt. Diese Aktion ist vernünftig, bringt Vorteile für alle und stösst nicht auf ein müdes Lächeln wie etwa Lifestyle-Menüs in der Mensa. Es ist offensichtlich, dass sich die Köpfe hinter dieser Aktion einiges überlegt haben, und für diesen Einsatz bedanken wir uns.