13.04.10 / Precious – Das Leben ist kostbar

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„Precious“ ist ein amerikanisches Drama von Lee Daniel aus dem Jahr 2009. Der Film basiert auf dem Roman „Push“ der Autorin Sapphire (Ramona Lofton). Der Film ist seit 18. März 2010 in den Schweizer Kinos.

Das Leben ist kostbar – aber nicht für Claireece Jones (Gabourey Sidibe), der Protagonistin.

Auch Precious genannt, wohnt sie alleine mit ihrer Mutter Mary (Mo’Nique) in Harlem. Sie ist stark übergewichtig und wird zuhause regelmässig misshandelt. Gleich zu Beginn des Films wird klar, dass Precious früher von ihrem Vater vergewaltigt wurde – und mittlerweile mit dem zweiten Kind von ihm schwanger ist. Der hat die Familie inzwischen verlassen und die Mutter, welche arbeitslos und Sozialhilfeempfängerin ist, lässt ihren gesamten Frust an Precious aus. Durch ihre zweite Schwangerschaft fliegt Precious von der Schule und kommt an eine Spezialschule. Dort lernt die Analphabetin unter Anleitung der engagierten Lehrerin Miss Rain (Paula Patton) zu schreiben und ihre Gefühle auszudrücken. Ihr Selbstbewusstsein wird stärker und nach der Geburt ihres zweiten Kindes und einem weiteren Streit mit ihrer Mutter zieht sie aus.

Ein letzter Versuch der Mutter, ihre Tochter zur Rückkehr nach Hause zu bewegen – da sie die Sozialhilfe von Precious braucht – scheitert. Der Film endet, als Precious aus dem Sozialamt schreitet, mit neuen Zielen für ihr Leben, das erst jetzt zu beginnen scheint.

Der Film hinterliess bei mir zuerst ein Gefühl der Wut – aber auch der Hoffnung. Obwohl keine der Szenen rohe Gewalt zeigt, erschrickt man von der realistischen Darstellung eines Familiendramas. Fast schon kann man die Ängste, die Unterdrückung und auch die tiefe Traurigkeit Precious‘ nachfühlen. Nicht zuletzt auch weil die Zuschauer ihre Gedanken hören können. Kontraste setzen die Tagträumereien, in welchen sie Liebe erfährt und ein Superstar wird, sowie die Freundschaften, welche in der Spezialschule.

Obwohl sich der Film gegen Schluss etwas zu sehr in die Länge zieht, kann ich nur empfehlen, ihn anzuschauen. Ich glaube, er gibt einen guten Einblick in das wirkliche Leben in den USA mit all seinen Alltagsproblemen, welche in den meisten Steifen Hollywoods nicht dargestellt werden.

16.03.10 / Museumsnacht Bern 2010

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Diesen Freitag am 19. März findet in Bern die 8. Museumsnacht statt. Rund 37 Kulturhäuser wie zum Beispiel das Kunstmuseum Bern oder die Lichtspiel-Kinemathek zeigen von 18-02 Uhr verschiedene Aufführungen, machen Führungen in ihren Gebäuden und laden zum Verweilen ein. Das Ticket kostet CHF 25.-und berechtigt auch zur Benützung der Shuttle-Linien, die alle 10-15 Minuten zwischen den Veranstaltern pendeln.

Das Ticket kann man anscheinend auf der Homepage http://www.museumsnacht-bern.ch beziehen, sonst nur in Geschäften in Bern. Wer sich allerdings spontan entscheidet hinzugehen, kann am Freitag ab 14 Uhr auf dem Bundesplatz die Eintrittskarte kaufen.

Problem für uns St.Galler ist nur der Weg nach Hause. Wer niemanden kennt in Bern, muss wohl oder übel auf den letzten bzw. den ersten Zug (oder mit dem Auto hin). Eine kleine Recherche bei der SBB hat ergeben, dass der letzte Zug um 01:02 ab Bern fährt. Fahrzeit: dreieinhalb Stunden… Da nimmt man lieber den ersten Zug um 04:21 und verbringt die Zeit bis dahin in einem der Clubs in Bern.