12.12.09 / Natur pur

Von Raffi Hirt.

“Am Real Life stört mich nur die Auflösung” – wer so denkt, sollte am besten nicht weiterlesen. Oder sich durch untenstehendes Video eines besseren belehren lassen. Denn auch in den Zeiten von Facebook, überrealistischen Computerspielen und 3D-Kinofilmen hat unsere Natur noch einiges zu bieten… Man sehe selbst:
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An diesem Video, das den Kampf zwischen Büffeln, Löwen und Krokodilen im südafrikanischen Kruger National Park zeigt, überrascht als erstes die Zahl Views auf Youtube: beinahe 50 Millionen! Sie alle haben sich die 8 Minuten und 24 Sekunden (davon fast 2 Minuten “Kampfantizipation”) reingezogen in einer Zeit, da wenige sich die Zeit nehmen, eine halbe Stunde zum Essen an den Tisch zu sitzen. Ein Beweis, dass unsere Welt, die Natur, die Realität auch heute noch fasziniert!

30.11.09 / Mit den Minaretten verschwindet auch die direkte Demokratie

Von Raffi Hirt.

Mit einer Volksabstimmung wurde gestern die Volksinitiative zum Bauverbot von Minaretten angenommen. Dies mit einem Ja-Stimmen-Anteil von 57.5% und 22 von 26 Standesstimmen, entgegen den letzten Umfragen, die eine Ablehnung mit ungefähr 57% der Stimmen voraussagte.

Das Minarett-Verbot ist und war wohl die polemischste Volksinitiative und Abstimmung der Schweiz seit langem. Pro- und Anti-Verbot-Facebook-Gruppen haben einen Tag nach dem Urnengang bereits 4’500 bzw. 47’000 Mitglieder erreicht. In den Zeitungen wird diskutiert wie selten. Exponenten aus Politik, Gesellschaft und Religionsgemeinschaften geben ihre Meinung ab. Und dies über eine Initiative, die eigentlich gar nie zur Abstimmung hätte gelangen dürfen. (weiter…)

27.11.09 / Allen Grund zum Lachen

Von Raffi Hirt.

Trotz einer 2:6, 7:6 (7:5), 3:6-Niederlage im letzten Gruppenspiel gegen Juan Martin del Potro qualifizierte sich Roger Federer an den ATP World Tour Finals in London für die Halbfinals. Er wahrt damit seine Chance, sein dank dem erstmaligen Gewinn des French Opens in Roland Garros und der Rückkehr auf den Thron in Wimbledon bereits jetzt sehr erfolgreiches Jahr mit seinem insgesamt vierten Masters-Titel abzuschliessen. Da seine ehemalige (?) Nemesis Rafael Nadal zudem in der Vorrunde ausschied, wird Federer das Tennis-Jahr als Weltnummer 1 abschliessen – nach einem Jahr Absenz bereits zum fünften Mal.

Der Basler Star hat also allen Grund zur Fröhlichkeit, was sich auch in einem vor kurzem ausgestrahlten CNN-Interview zeigt.  Federer macht Witze mit dem Moderator und lacht sich halb tot, als dieser anfängt, ihm Fragen auf Spanisch zu stellen. Während Rafael Nadal das nicht allzu gerne sehen wird, sind die Szenen für alle normalsterblichen Nichttennisgötter Humor pur.

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24.11.09 / Thilo Sarrazin im Dialog Klub

Von Raffi Hirt.

Demnächst empfängt der Dialog Klub seinen bislang kontroversesten Gast, Dr. Thilo Sarrazin. Bereits als Berliner SPD-Finanzsenator zwischen 2001 und Mai 2009 machte Sarrazin Furrore – nicht nur, indem er den drohenden Bankrott des Berliner Landeshaushaltes abwendete, sondern auch, indem er mit streitbaren politischen Thesen aufwartete. Als Freund klarer Worte zu den Themen Sozialhilfe, Hartz IV und Zuwanderung wurde Sarrazin schnell zum «enfant terrible» der SPD. Daran änderte sich auch mit dem Wechsel des Ökonomen Sarrazin in den Vorstand der Deutschen Bundesbank vor gut fünf Monaten nichts. Sarrazin provoziert nach wie vor mit unbequemen Thesen die Politik.

Der Dialog Klub freut sich auf diesen streitbaren Geist: Am 1. Dezember um 20:00h im Audimax. Die obligatorische Anmeldung erfolgt über die Website www.dialogklub.ch.

(Florian Schwab, Dialog Klub)

23.11.09 / Schottischer Chansonier im X-TRA

Von Raffi Hirt.

Ein 22-jähriger, der bereits als Support der Rolling Stones die USA tourte, 2007 vor dem ersten Led Zeppelin-Konzert seit 27 Jahren und am Glastonbury Festival auftrat. Ein Schotte italienischer Abstammung, der seine Songs selbst schreibt und in einem Scottish Slur, der demjenigen von Sean Connery in nichts nachsteht, darbietet, begleitet von einer fast schon jazzigen Band, der das Musizieren sichtlich Spass macht.  Das erwartete das Publikum, welches gestern Sonntag Abend den Weg ins Zürcher X-TRA fand, um Paolo Nutini live zu sehen.

Auch die Location, einigen wohl eher wegen der berühmt-berüchtigten Summer Surf Partys bekannt, passte perfekt zur Stimmung, die Nutini und seine Band verbreiteten. Der Holzboden des X-TRA war (zumindest zu Beginn des Konzerts) für einmal sauber, dafür aber rappelvoll. Auch auf Galerie und Treppe drängten sich die Konzertbesucher, unter denen von Kleinkindern bis Pensionären alles vertreten war. Und allesamt schienen sie begeistert von Paolo Nutinis Musik. Bereits vor dem ersten Akkord empfing ihn lauter Jubel, man klatschte, tanzte und sang mit, als Nutini die Hits seines ersten Albums «These Streets» und auch seine komplette Repertoireerweiterung, die sich «Sunny Side Up» nennt und im Juni dieses Jahres erschien, spielte.
Während auch die Reihenfolge von Nutinis langsamen Balladen und indie-rockigen Songs perfekt stimmte und durch Variationen bei den Instrumenten ein tolles Musikerlebnis erzeugt wurde, war das heimliche Highlight des Konzerts wohl erst während der Zugabe zu hören. Zwar las Nutini den Text ab – ein Gag, den er, wie im Video ersichtlich, seit längerem lustig zu finden scheint –, trotzdem war sein Cover von MGMTs «Time To Pretend» wohl die bleibendste Darbietung des Abends.

So gingen selbst die konservativsten Konzertbesucher mit dem Wissen nach Hause, ein besonderes Stück Musik erlebt zu haben, das nicht einfach durch das Anhören einer Platte in der heimischen Stube zu ersetzen ist. Das ist heute auch nicht mehr selbstverständlich – man denke an die Darbietung von Mando Diao am diesjährigen Openair St. Gallen. Encore, Paolo!
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17.11.09 / prisma wird 50 – und publiziert eine Jubiläumsausgabe

Von Raffi Hirt.

prisma feiert diesen Monat seinen fünfzigsten Geburtstag. Zu diesem Anlass liegt seit heute eine Jubiläumsausgabe an der Uni auf, die man auch online einsehen kann. Die darin enthaltenen Texte beschreiben, was sich seit der ersten Ausgabe im November 1959 verändert hat und was gleich blieb.

Ausserdem möchten wir diesen besonderen Anlass mit Euch feiern – an diesem Mittwoch in Elephant. Für Stimmung sorgt der treue prisma-DJ Oliver Klinghoffer und Special DJ Guests wie Professoren und sonstige Berühmtheiten der Universitätslandschaft. Zu hören gibt es Partytunes, Klassiker und neue bassige Beats. Der reduzierte Bier- (CHF 4.-) und grosszügige Eintrittspreis (CHF 5.-) ist ein Dankeschön an alle Leser, prisma Mediaparty Fans und Freunde aus der Stadt. Sei dabei, wenn 50 Jahre im Elephant bombastisch gefeiert werden!

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