Von Raphael Gueller.

Ein Uni-Leben ohne Facebook ist kaum noch vorstellbar. Wahlkampf wird auf der Plattform geführt, die WG-Partyeinladung gibt es nur noch online, genauso wie am nächsten Morgen die Fotos vom grossen Absturz. Deshalb folgt hier ein Überblick aus der Welt der digitalen Identität.
Vor drei Wochen hat Facebook an der f8-Entwicklerkonferenz einen Ausblick auf die Weiterentwicklung des Netzwerks gegeben. Unter anderem wird der “Like”-Button auf das ganze Internet ausgeweitet und Facebook gewährt auserwählten Websites Zugriff auf die Benutzerdaten des Besuchers, damit diese ihren Content für diesen personalisiert anpassen können. Der Nutzen der Veränderungen ist momentan noch schwer abzuschätzen. Interessant wird es auf jeden Fall, wie zum Beispiel das Projekt likebutton zeigt.
Viele reagieren aber auch skeptisch auf die neusten Ankündigungen, manche schlagen Alarm, dass Facebook dabei ist, die Privatsphäre der Nutzer zu untergraben. Wired ruft zum Aufstand auf: Facebook’s Gone Rogue; It’s Time for an Open Alternative.
Besorgnis um den Datenschutz ist berechtigt, besonders in Anbetracht der in letzter Zeit häufiger vorkommenden Sicherheitslecks beim blauen Onlineriesen. Entgegen allen pessimistischen Rufen zeigt die New York Times aber auf, dass die Generation der Digital Natives sehr wohl einen reflektierten Umgang mit der Onlinewelt pflegen kann.
Wer jetzt selber abgeschreckt wurde und sein Leben auf Facebook beenden will, der sei an dieser Stelle auf die Seite Seppukoo verwiesen, die einem beim”Virtual Suicide” assistiert. Wer sich jedoch weiterhin hedonistisch selber im Netz vermarkten will, dem sei dieser Artikel mit wichtigen Insights über den Flirt-Faktor verschiedener Profilbilder ans Herz gelegt. Falls dies nicht klappt bleibt immer noch eine Alternative: Arsebook, das anti-social Netzwerk.
Fröhliches facebooken!