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	<title>Prisma Blog</title>
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	<description>Die Redaktion des Magazins Prisma blogt</description>
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		<title>Marktreise nach Paris und Luxemburg– oder die Städte der tausend Metrostationen und unendlichen Fussmärschen</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Feb 2012 09:44:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>International Students Committee</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach einem halben Jahr täglichem Pilgern ins ISC-Haus in die Dufourstrasse 83 ist es nun endlich soweit: Die Marktreise steht an und die weite Welt lockt uns hinaus. Das ISC-Haus leert sich und ein Grossteil der Teammitglieder ist nun für rund fünf Wochen unterwegs in den jeweiligen Märkten.Wenn auch anstrengend, so ist es eine aufregende [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="fblike_button" style="margin: 10px 0;"><iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fwww.prisma-hsg.ch%2Fblog%2Fleben%2Fmarktreise-nach-paris-und-luxemburg-oder-die-stadte-der-tausend-metrostationen-und-unendlichen-fussmarschen%2F&amp;layout=button_count&amp;show_faces=false&amp;width=450&amp;action=like&amp;colorscheme=light" scrolling="no" frameborder="0" allowTransparency="true" style="border:none; overflow:hidden; width:450px; height:25px"></iframe></div>
<p><a href="http://www.prisma-hsg.ch/blog/leben/marktreise-nach-paris-und-luxemburg-oder-die-stadte-der-tausend-metrostationen-und-unendlichen-fussmarschen/attachment/isc/" rel="attachment wp-att-5859"><img class="aligncenter size-medium wp-image-5859" title="ISC Paris" src="http://www.prisma-hsg.ch/blog/wp-content/uploads/2012/02/ISC-450x146.jpg" alt="" width="450" height="146" /></a>Nach einem halben Jahr täglichem Pilgern ins ISC-Haus in die Dufourstrasse 83 ist es nun endlich soweit: Die Marktreise steht an und die weite Welt lockt uns hinaus. Das ISC-Haus leert sich und ein Grossteil der Teammitglieder ist nun für rund fünf Wochen unterwegs in den jeweiligen Märkten.<span id="more-5827"></span>Wenn auch anstrengend, so ist es eine aufregende und spannende Zeit, da wir nun, nach mehr als vier Monaten Vorbereitungszeit endlich unsere Kontakte persönlich treffen. Verstreut in Asien, den Vereinigten Staaten und ganz Europa ernten wir nun den Lohn für unsere Vorbereitungsarbeit: Wir betreuen die bereits aufgebauten Kontakte und bauen unsere Netzwerke aus, um den Markt zu stärken und möglichst viele Persönlichkeiten von einer Teilnahme zu überzeugen. Als Verantwortliche für Frankreich, Belgien und Luxemburg beginnt meine Reise mit zwei Wochen Paris. Stadt der Liebe, <em>croissants au chocolat</em> und Fashionweeks? Für mich eher die Stadt der tausend Metrostationen. Was man an einem typischen Marktreisetag in der <em>version française </em>so alles erlebt, lest Ihr hier:</p>
<p>Heute stehen vier Meetings an: Zwei Unternehmenskontakte, eine Journalistin und ein Professor der Sciences Po. Allgemein steht in Frankreich viel Arbeit an, da das Symposium noch weitgehend unbekannt ist und die Konkurrenz mit zahlreichen Tagungen und Konferenzen rund um Paris nicht schläft. Um mit der Metro rechtzeitig um 8.00 Uhr am ersten Termin zu erscheinen, muss ich um 7.00 Uhr aus dem Haus. Das <em>petit déjeuner</em> im Hotel muss ich für heute auslassen, nur mit einem Brötchen auf dem Weg schaffe ich es rechtzeitig zum Termin. Der Herr aus der Bankenbranche lässt mich erst mal ganze 20 Minuten warten. Trotzdem ist es ein erfolgreicher Termin, da der Kontakt uns bereits kennt und dieses Jahr endlich einmal ans Symposium kommen will. Das Thema „Facing Risk“ spreche ihn sehr an und er werde seiner Sekretärin ausrichten, dass sie die zwei Tage im Mai reservieren soll. Ob dies nur eine Floskel war, wird sich herausstellen.</p>
<p>Nach weiteren 30 Minuten Metrofahrt läuft dann auch das Gespräch mit dem Professor der Sciences Po gut. Er ist bereit für eine Zusammenarbeit im Bereich der Leaders of Tomorrow, den 200 Studenten, die jedes Jahr an das Symposium eingeladen werden. Weniger erfolgreich läuft es hingegen bei der Journalistin von Le Monde, die mich zum Lunch einlädt. Wir möchten sie als Pressevertreterin ans Symposium einladen und erreichen, dass sie einen Artikel über uns publiziert. Aufgrund der Wahlen in Frankreich am 6. Mai wird es ihr aber nicht möglich sein, etwas zu publizieren. Die <em>élection présidentielle</em> in Frankreich rund um Sarkozy sind nicht nur in diesem Termin ein grosses Thema, sondern zurzeit Gesprächsthema Nummer eins in allen Kreisen und bereitet mir nicht selten Mühe, die Kontakte von einer Teilnahme zu überzeugen. Wir sprechen über alternatives Vorgehen, um trotz Wahlen Wirtschaftsjournalisten für das Symposium zu begeistern. Schlussendlich gehe ich mit vielen Inputs aber ohne konkrete Ergebnisse aus dem Termin heraus.</p>
<p>Mein letzter Termin für heute findet am späteren Nachmittag etwas ausserhalb von Paris statt. Ich treffe mich mit einem Kontakt, der uns bereits seit einiger Zeit kennt und auch unterstützt. Mein Ziel ist es, die Unterstützung seitens seines Unternehmens auch dieses Jahr weiterzuführen. Der Herr aus der Kosmetikbranche sagt ohne grosse Diskussionen zu und der Termin ist nach kurzer Zeit bereits beendet – mit Erfolg. Dies gefällt und macht die endlos erscheinenden Metrofahrten und 20 Minuten Wartezeit allemal wett. Zurück im Hotel schreibe ich Gesprächsverdankungen, führe noch einige Telefonate und bereite den nächsten Tag vor. Schlussendlich bleibt am Ende des Tages dann auch noch Zeit für andere Sachen als das ISC. Ich treffe mich mit einem Freund, den ich seit einem halben Jahr nicht mehr gesehen habe für ein Abendessen, was zwar wieder Metrofahrt bedeutet, aber dieses Mal <em>avec plaisir.  </em></p>
<p>Nach einem kurzen Aufenthalt in Brüssel sieht in Luxemburg die Sache dann ganz anders aus. Vorbei ist es mit den endlosen Metrofahrten. Zu den meisten Terminen kann ich gemütlich in der Innenstadt <em>à pied</em> laufen. Ja, Luxemburg macht seinem Ruf eines Zwergstaates alle Ehre. Vorbei ist auch die Anonymität der Grossstadt Paris, hier kennt jeder jeden. Dies spiegelt sich auch in meiner Marktarbeit wider. So sieht einer unserer Förderer, mit dem ich mich zum Mittagessen treffe, die Frau des Finanzministers, stellt mich ihr kurzerhand vor und schlägt ihr vor, dass ihr Mann doch ans Symposium kommen solle. Auf diese Art spricht sich das Symposium schnell herum und in manchen Gesprächen muss ich gar nicht mehr grosse Überzeugungsarbeit leisten. Anders sieht es bei sogenannten Neukontakten aus, welche wir in diesem Jahr zum ersten Mal ansprechen. Hier braucht man gute Argumente, viel Überzeugungskraft und <em>le bon sens</em>, was nicht immer einfach ist. Generell kann ich aber in Luxemburg auf ein gut ausgedehntes Netzwerk zurückgreifen, was mir sehr zu Hilfe kommt. Nicht ohne Grund ist Luxemburg das Land, in dem ich aus meinem Markt nicht nur die meisten Gelder gewinnen, sondern auch die meisten Kontakte für eine Teilnahme begeistern kann. Sätze wie „Wissen Sie, da kommen wir viel lieber zu Ihnen als ans WEF“ hört man natürlich gerne.</p>
<p>Anstatt ins ISC-Haus bin ich also täglich mit der <em>Métropolitain</em>, wie die Pariser sie liebevoll nennen, zu diversen Meetings gepilgert, verteilt in Bürogebäuden in der ganzen Stadt. In Luxemburg habe ich zahlreiche Kilometer zu Fuss zurückgelegt und weiss nun, dass man sich besser jedes der rund 40 Gesichter mit denen ich mich getroffen habe merkt, da man ihnen nicht selten wieder auf der Strasse in <em>petit Luxembourg </em>begegnet. Mit vielen interessanten Inputs von Diskussionen mit CEO’s, Journalisten und Professoren kann ich nun also auf eine erfolgreiche Marktreise zurückblicken. Der Grundstein für das 42. St. Gallen Symposium ist gelegt und nun stehen uns mit dem Start in die Organisationsphase die letzten drei Monate bevor. <em>Au revoir Paris, Bruxelles et Luxembourg, à bientôt au Symposium!</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>______________________________________________</p>
<p><strong>MEHR DAZU</strong><strong></strong></p>
<ul>
<li><strong>Blog: </strong><a href="http://www.prisma-hsg.ch/blog/author/international-students-committee/">ISC-Channel</a></li>
<li><strong>Heft: </strong><a href="http://www.prisma-hsg.ch/heft/archiv/40/details/1761/Volle-Power-fuer-das-St-Gallen-Symposium-">Volle Power für das St. Gallen Symposium</a><strong><br />
</strong></li>
<li><strong>Blog: </strong><a href="http://www.prisma-hsg.ch/blog/leben/rotzen-schmatzen-lacheln-das-leben-in-peking-hat-viele-facetten/">Rotzen, schmatzen, lächeln… Das Leben in Peking hat viele Facetten!</a></li>
</ul>
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		</item>
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		<title>Buchpreisbindung</title>
		<link>http://www.prisma-hsg.ch/blog/politik/buchpreisbindung/</link>
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		<pubDate>Wed, 01 Feb 2012 18:35:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Vimentis</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Bindung]]></category>
		<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Buchpreis]]></category>
		<category><![CDATA[Preis]]></category>
		<category><![CDATA[Schweiz]]></category>
		<category><![CDATA[Vimentis]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Vorlage möchte die Vielfältigkeit von Büchern in der Schweiz fördern und möglichst vielen Lesern den Zugang zu Büchern ermöglichen. Dies soll durch eine Bindung der Buchpreise geschehen, d.h. die Verleger können die Verkaufspreise von Büchern selbst festlegen. Dagegen wurde das Referendum ergriffen. Dabei wird nicht über die Annahme bzw. Ablehnung des Referendums abgestimmt, sondern [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="fblike_button" style="margin: 10px 0;"><iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fwww.prisma-hsg.ch%2Fblog%2Fpolitik%2Fbuchpreisbindung%2F&amp;layout=button_count&amp;show_faces=false&amp;width=450&amp;action=like&amp;colorscheme=light" scrolling="no" frameborder="0" allowTransparency="true" style="border:none; overflow:hidden; width:450px; height:25px"></iframe></div>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-5814" title="Auer_Dult_Buecher_3569" src="http://www.prisma-hsg.ch/blog/wp-content/uploads/2012/01/Auer_Dult_Buecher_3569-450x337.jpg" alt="" width="450" height="337" /></p>
<p>Die Vorlage möchte die Vielfältigkeit von Büchern in der Schweiz fördern und möglichst vielen Lesern den Zugang zu Büchern ermöglichen. Dies soll durch eine Bindung der Buchpreise geschehen, d.h. die Verleger können die Verkaufspreise von Büchern selbst festlegen. <span id="more-5812"></span>Dagegen wurde das Referendum ergriffen. Dabei wird nicht über die Annahme bzw. Ablehnung des Referendums abgestimmt, sondern über die Wiedereinführung der Buchpreisbindung. Bei einem „Ja“ wird also die Buchpreisbindung angenommen, bei einem „Nein“ abgelehnt.</p>
<p>Dieser Text zeigt auf, wie die Buchpreise heute bestimmt werden, was durch das neue Gesetz konkret geändert wird und was die möglichen Auswirkungen der Buchpreisbindung sind. Abschliessend werden die Argumente für und gegen das Gesetz erläutert.</p>
<p><strong>Ausgangslage</strong></p>
<p>Die Buchpreisbindung wurde 2007 in der Deutschschweiz abgeschafft. Die Räte stimmten allerdings einem parlamentarischen Vorstoss für die Wiedereinführung der Buchpreisbindung zu, welcher schlussendlich 2011 auch angenommen wurde. Daraufhin wurde das Referendum ergriffen, so dass nun am 11. März 2012 über die Vorlage abgestimmt wird.</p>
<p>Heute kann in der gesamten Schweiz jede Buchhandlung über den Verkaufspreis selbstständig entscheiden. Bis 2007 aber hatten die Verleger in der Deutschschweiz eine Verabredung, in der sie den Verkaufspreis festlegten. Erst nach einer Untersuchung der Wettbewerbskommission und dem nachfolgendem Entscheid des Bundesgerichts im Jahr 2007 wurde die Buchpreisbindung abgeschafft. In der Romandie ist die Preissetzung bereits seit Anfang der 90er Jahre frei und im Tessin kannte man nie eine Buchpreisbindung. Der Bund fördert das Buch mit anderen Massnahmen. So betrugen 2008 die jährlichen Mittel zur Buchförderung 203 Millionen Franken.</p>
<p><strong>Was wird geändert?</strong></p>
<p>Bei der Annahme der Vorlage bestimmt der Verleger  den Verkaufspreis für alle Bücher in den Schweizer Landessprachen, die in der Schweiz verkauft und eingeführt werden. Auch Internetkäufe von Schweizer Konsumenten werden der Preisbindung unterstellt. Nicht unter die Buchpreisbindung fallen Zeitungen, Zeitschriften, Musiknoten, kartographische Erzeugnisse und elektronische Bücher (E-Books).</p>
<p>Buchhändler dürfen die Bücher, ausser in Ausnahmefällen, nur noch zum festgesetzten Preis mit einem maximalen Rabatt von 5% verkaufen. Der Preisüberwacher kann aber den Bundesrat verpflichten, eine maximal zulässige Preisdifferenz zum Ausland festzulegen. Die Preisbindung für ein Buch seit es im In- oder Ausland erschienen ist dauert mindestens 18 Monate. Danach kann der Verleger oder Importeur die Preisbindung für beendet erklären.</p>
<p><strong>Auswirkungen</strong></p>
<p>Bei einer Annahme der Buchpreisbindung werden Bestseller und andere Bücher mit hohen Auflagen teurer. Solche mit tiefen Auflagen werden durch die Quersubventionierung günstiger. Das heisst, dass der Mehrgewinn der Bestseller, zu den Büchern mit den tieferen Auflagen fliesst, damit diese günstiger werden.</p>
<p><strong>Argumente der Befürworter</strong></p>
<p>Die Buchpreisbindung soll gemäss den Befürwortern die Vielfalt und Qualität des Kulturgutes Buch fördern und den Schweizer Buchmarkt schützen. Die Buchpreisbindung halte die Buchpreise über das gesamte Sortiment tief. Durch die Quersubventionierung könne auch bei Büchern mit tiefen Stückzahlen ein tiefer Preis garantiert werden. Da bei einem Internetkauf eine Adresse angegeben werden müsse, sei auch eine Online-Preisbindung durchsetzbar. Vor allem kleinere und mittlere Verlage und unabhängige Buchhandlungen sollen davon profitieren, da sie so die bessere Möglichkeit hätten, ein abwechslungsreiches Sortiment anzubieten. Damit sei ein breiter Zugang für die Bevölkerung gewährleistet, so dass sowohl Autoren, als auch Leser profitieren.</p>
<p>Schlussendlich werde laut den Befürwortern das Kulturgut Buch durch eine Buchpreisbindung optimal gefördert, ohne dass es den Staat einen einzigen Subventionsfranken koste.</p>
<p><strong>Argumente der Gegner</strong></p>
<p>Eine Buchpreisbindung würde dem Schweizer Buchmarkt schaden. Durch die überteuerten Preise würden Schweizer Konsumenten vermehrt im Ausland kaufen. Der Schweizer Markt schotte sich so selbst ab und schade dem Buch als Kulturgut, da durch die höheren Preise weniger gelesen werde. Vor allem Studierende und Schüler hätten die Preisdifferenz der Überteuerung bei festgelegten Preisen zu tragen.</p>
<p>Zudem würden Bücher schon heute zu 90% importiert. Damit würden in erster Linie ausländische Grossverlage auf Kosten der Schweizer Konsumenten profitieren, da sie den Gewinn durch die höheren Preise in der Schweiz für sich abschöpfen könnten. Weiter sei die angestrebte Online-Preisbindung nicht umsetzbar.</p>
<p>Schlussendlich werde gemäss den Gegnern das Kulturgut Buch bereits heute stark gefördert. Durch die Buchpreisbindung soll die Bücherbranche lediglich vom Wettbewerbsprinzip ausgenommen werden.</p>
<p align="left"><em>Literaturverzeichnis</em>:</p>
<p align="left"><a href="http://www.admin.ch/ch/d/ff/2011/2703.pdf" target="_blank">admin.ch</a> (2011). <em>Bundesgesetz über die Buchpreisbindung (BuPG); </em><a href="http://www.buchpreisbindung-nein.ch" target="_blank">buchpreisbindung-nein.ch</a> (2011). <em>Buchpreisbindung? Nein danke!; </em><a href="http://www.buchvielfaltbewahren.ch" target="_blank">buchvielfaltbewahren.ch</a> (2011). <em>Buchvielfalt bewahren!; </em><a href="http://www.ja-zum-buch.ch" target="_blank">ja-zum-buch.ch</a> (2011). <em>Ja zum Buch; </em><a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/schweiz/das_parlament_sagt_ja_zur_buchpreisbindung_1.9940294.html" target="_blank">Neue Zürcher Zeitung NZZ</a> (2011). <em>Das Parlament sagt Ja zur Buchpreisbindung; </em><a href="http://blog.preisueberwacher.ch/?tag=/buchpreisbindung" target="_blank">Preisüberwachung</a> (2010). <em>Bücherpreise: Ein Wettbewerbsprivileg muss einen Preis haben; </em><a href="http://www.parlament.ch/d/suche/seiten/legislaturrueckblick.aspx?rb_id=20040430" target="_blank">Schweizerische Bundesversammlung</a> (2011). <em>Regulierung der Bücherpreise; </em><a href="http://www.seco.admin.ch/dokumentation/publikation/00004/04035/index.html?lang=en&amp;download=NHzLpZeg7t,lnp6I0NTU042l2Z6ln1ad1IZn4Z2qZpnO2Yuq2Z6gpJCFeXx2gGym162epYbg2c_JjKbNoKSn6A--" target="_blank">Staatssekretariat für Wirtschaft</a> (2009). <em>Erste Auswirkungen der Abschaffung der Buchpreisbindung. </em></p>
<p>______________________________________________</p>
<p><strong>MEHR DAZU</strong><strong></strong></p>
<ul>
<li><strong>Bewerte und kommentiere diesen Beitrag auf <a href="http://www.vimentis.ch/d/publikation/282/Bundesgesetz%20%C3%BCber%20die%20Buchpreisbindung.html" target="_blank">Vimentis.ch</a>! </strong></li>
<li><strong>Blog: </strong><a href="http://www.prisma-hsg.ch/blog/?p=5808">Bausparinitiative</a></li>
<li><strong>Blog:</strong> <a href="http://www.prisma-hsg.ch/blog/?p=5820">6 Wochen Ferien für alle</a></li>
</ul>
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		</item>
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		<title>6 Wochen Ferie für alle</title>
		<link>http://www.prisma-hsg.ch/blog/politik/6-wochen-ferie-fur-alle/</link>
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		<pubDate>Wed, 01 Feb 2012 18:35:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Vimentis</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<category><![CDATA[Gesetze]]></category>
		<category><![CDATA[sechs]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Initiative „6 Wochen Ferien für alle“ (Ferien-Initiative) hat zum Ziel, einen besseren Ausgleich zwischen Arbeitsbelastung und Erholung zu schaffen. Mit einem höheren Mindestanspruch auf bezahlte Ferien soll dieses Ziel erreicht werden. Die Initianten (Travail Suisse) sehen die steigende Belastung der Arbeitnehmer als Folge des wirtschaftlichen Strukturwandels. Dieser Text informiert über die heutige Gesetzeslage und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="fblike_button" style="margin: 10px 0;"><iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fwww.prisma-hsg.ch%2Fblog%2Fpolitik%2F6-wochen-ferie-fur-alle%2F&amp;layout=button_count&amp;show_faces=false&amp;width=450&amp;action=like&amp;colorscheme=light" scrolling="no" frameborder="0" allowTransparency="true" style="border:none; overflow:hidden; width:450px; height:25px"></iframe></div>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-5821" title="Digital StillCamera" src="http://www.prisma-hsg.ch/blog/wp-content/uploads/2012/01/PICT6212-450x337.jpg" alt="" width="450" height="337" /></p>
<p>Die Initiative „6 Wochen Ferien für alle“ (Ferien-Initiative) hat zum Ziel, einen besseren Ausgleich zwischen Arbeitsbelastung und Erholung zu schaffen. Mit einem höheren Mindestanspruch auf bezahlte Ferien soll dieses Ziel erreicht werden. <span id="more-5820"></span>Die Initianten (Travail Suisse) sehen die steigende Belastung der Arbeitnehmer als Folge des wirtschaftlichen Strukturwandels. Dieser Text informiert über die heutige Gesetzeslage und darüber, was die Initiative ändern will und was die Auswirkungen davon wären. Zudem werden die wichtigsten Pro- und Contra-Argumente aufgezeigt.</p>
<p><strong>Ausgangslage</strong></p>
<p>Das Obligationenrecht (OR) schreibt seit 1984 vor, dass Arbeitnehmer einen Anspruch auf mindestens vier Wochen bezahlte Ferien pro Jahr haben. Ist der Arbeitnehmer während mehr als einem Monat an der Arbeitsleistung verhindert, darf ihm der Arbeitgeber den Anspruch auf Ferien kürzen. In Normal- wie auch in Gesamtarbeitsverträgen unterscheiden sich die Ferienregelungen je nach Berufsgruppe. Bei öffentlich-rechtlichen Anstellungen (Anstellungen in öffentlichen Stellen des Bunds, der Kantone, der Gemeinden, etc.) gibt es ebenfalls Unterschiede, je nach Kanton und Gemeinde. Grundsätzlich liegt der Anspruch auf Ferien aber tendenziell höher als die vom OR vorgeschriebenen vier Wochen. Laut Bundesamt für Statistik (BfS) wurden im Jahr 2010 von den 20- bis 40-Jährigen durchschnittlich 4,8 Wochen Ferien beansprucht. Über 50-Jährige hätten derweil einen Anspruch auf durchschnittlich 5,4 Wochen gehabt.</p>
<p>Laut einer repräsentativen Umfrage von DemoSCOPE wollen drei Viertel der Bevölkerung (oder 90% der Erwerbstätigen) mehr als vier Wochen Ferien im Jahr. 57% der Bevölkerung hätten zum Zeitpunkt der Umfrage für die Initiative gestimmt.</p>
<p><strong>Was wird geändert?</strong></p>
<p>Arbeitnehmer sollen einen Anspruch auf mindestens sechs Wochen bezahlte Ferien pro Jahr haben. Dieser Mindestanspruch soll neu in der Bundesverfassung festgehalten werden. Diese Änderung von mindestens vier auf wenigstens sechs Wochen soll gestaffelt verlaufen. Für das laufende Jahr sollen Arbeitnehmer einen Mindestanspruch auf fünf Wochen haben. Danach ist vorgesehen, dass während fünf Jahren jährlich ein Ferientag hinzukommt, bis die sechs Wochen erreicht sind.</p>
<p><strong>Auswirkungen</strong></p>
<p>Zunächst wären Anpassungen auf Gesetzesstufe nötig, nämlich überall, wo Ferienbestimmungen drin sind. Es müssten auch Normal- und Gesamtarbeitsverträge angepasst werden, wie auch die Regelungen für die staatlich Angestellten in den verschiedenen Kantonen und Gemeinden aber auch beim Bund.</p>
<p>Die Auswirkungen der Initiative auf die Unternehmen und somit auf die Gesamtwirtschaft können kaum abgeschätzt werden, da sie stark vom wirtschaftlichen Umfeld der einzelnen Unternehmen abhängen. Der Bundesrat schätzt, dass die Annahme der Initiative eine Erhöhung der Lohnkosten um vier Prozent zur Folge hätte.</p>
<p><strong>Argumente der Befürworter</strong></p>
<p>Die Befürworter sind der Meinung, es brauche einen besseren Ausgleich zwischen Arbeitsbelastung und Erholung, denn die Arbeitsbelastung sei in den letzten 25 Jahren stark gestiegen. Gleichzeitig hat sich der gesetzlich vorgeschriebene Mindestanspruch für Ferien aber nicht verändert. Arbeitnehmer hätten mehr Ferien verdient, denn zwischen 1992 und 2007 sei die Arbeitsleistung der Arbeitnehmer um 21% gestiegen, deren Reallöhne aber nur um 4% (mit Berücksichtigung der Teuerung). Arbeitnehmer würden heute für den gleichen Lohn mehr leisten müssen als früher.</p>
<p>Mehr Ferien würden sich positiv auf die Gesundheit und die langfristige Leistungsfähigkeit auswirken. Die immer höhere Arbeitsbelastung mache die Menschen krank. Die Kosten der hohen Arbeitsbelastung (ersichtlich durch Burnouts, etc.) werden vom Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) auf 10 Mrd. CHF pro Jahr geschätzt. Von der Arbeitsmedizin sei nachgewiesen, dass längere Arbeitsunterbrüche von zwei bis drei Wochen eine vollständige Erholung ermöglichen würden.</p>
<p>Mehr Ferien seien für die Wirtschaft tragbar. Heute betrage der durchschnittliche Ferienanspruch fünf Wochen. Eine zusätzliche Woche würde die Lohnkosten für die Unternehmen um zwei Prozent erhöhen, was im Schnitt täglich fünf Franken pro Arbeitnehmer ausmache. Dies sei für die Unternehmen tragbar. Aufgrund der gestaffelten Erhöhung der Ferientage über die nächsten fünf Jahre seien mehr Ferien für die Wirtschaft gut umsetzbar. Die Vereinbarkeit von Arbeit, Familie und sozialem Engagement würde durch mehr Ferien verbessert werden.</p>
<p><strong>Argumente der Gegner</strong></p>
<p>Die Initiative würde vor allem den kleineren und mittleren Unternehmen (KMU) schaden, denn die Arbeitskosten würden durch mehr Ferien steigen. Deren Wettbewerbsfähigkeit würde geschwächt. Weil die Situation der KMU wegen dem starken Franken und dem schwierigen Umfeld sowieso schon bedrohlich sei, käme die Initiative zu einem sehr ungünstigen Zeitpunkt, denn sie würde die schwierige Situation für die KMU noch weiter verschärfen.</p>
<p>Durch die Initiative würden Arbeitsplätze bedroht, denn viele Unternehmen müssten wegen höheren Kosten Stellen streichen. Einige Betriebe würden wegen höheren Personalkosten Arbeitsplätze ins Ausland verlagern. Andere müssten gar ganz schliessen. Die Initiative führe zu einer höheren Arbeitsbelastung, denn die wegen den zusätzlichen Ferien ausgefallene Leistung müsste während der Arbeitszeit kompensiert werden. Die Unternehmen könnten für die ausgefallene Arbeitszeit kein zusätzliches Personal einstellen, weil die zusätzlichen Kosten nicht tragbar wären. Die fehlende Arbeitsleistung müsste auf das vorhandene Personal aufgeteilt werden, was dessen Arbeitsbelastung erhöhe.</p>
<p>Durch die Initiative würde den Arbeitgebern und Arbeitnehmern die Flexibilität bei der individuellen Gestaltung von Ferienansprüchen weggenommen werden. Branchenspezifische Lösungen seien dieser starren Vorschrift zu bevorzugen. Es sei nicht erwiesen, dass mehr Ferien auch mehr Erholung brächten. Andere Faktoren wie Arbeitszeit und Flexibilität würden eine wichtige Rolle spielen. Bei Staatsangestellten würden sich die höheren Personalkosten in höhere Steuern niederschlagen.</p>
<p><em>Literaturverzeichnis:</em></p>
<p align="left"><a href="http://www.admin.ch/ch/d/ff/ 2010/4671.pdf" target="_blank">Bundesrat</a> (2010). <em>Botschaft zur Volksinitiative „6 Wochen Ferien für alle“; </em><a href="http://www.sechswochenferien.ch/ de/argumente" target="_blank">Komitee für die Ferien-Initiative</a> (2012). <em>Hintergrundpapier; </em><a href="http://www.admin.ch/ch/d/ff/2011/4823.pdf" target="_blank">Bundesversammlung</a> (2011). <em>Bundesbeschluss über die Volksinitiative „6 Wochen Ferien für alle“; </em><a href="http://www.ferieninitiative-nein.ch/fileadmin/ user_upload/ferieninitiative-nein/Downloads/Langes_Argumentarium.pdf" target="_blank">Komitee gegen die Ferien-Initiative</a>. (2012) <em>Argumentarium; </em><a href="http://www.travailsuisse.ch/de/node/2657" target="_blank">Travail Suisse </a>(2011). <em>Es braucht 6 Wochen Ferien für alle; </em><a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/schweiz/ mehr_ferien_als_kompensation_1.14145652.html" target="_blank">NZZ Online</a> (2012). <em>Mehr Ferien als Kompensation; </em><a href="http://www.fdp.ch/images/stories/ Dokumente/Kampagnen/2012/6WochenFerien/20111117_FDP-Argumentarium_6WochenFerien.pdf" target="_blank">FDP &#8211; Die Liberalen</a> (2012). <em>Volksinitiativen „6 Wochen Ferien für alle“; </em><a href="http://www.sp-ps.ch/ger/Abstimmungen/Initiative-6-Wochen-Ferien-fuer-alle" target="_blank">SP</a> (2012). <em>Initiative „6 Wochen Ferien für alle“.</em></p>
<p>______________________________________________</p>
<p><strong>MEHR DAZU</strong><strong></strong></p>
<ul>
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		<title>Volksinitiative &#8220;Bauspar-Initiative&#8221;</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Feb 2012 18:31:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Vimentis</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Bauen]]></category>
		<category><![CDATA[Bausparen]]></category>
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		<category><![CDATA[Wohnung]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Initiative hat zum Ziel, dass sich in der Schweiz mehr Personen ein eigenes Haus oder eine eigene Wohnung leisten können. Der Kanton Basel-Landschaft war bisher der einzige Kanton, in dem man die Bauspareinlagen steuerlich abziehen konnte. Allerdings verstösst dies gegen das Steuerharmonisierungsgesetz. Deshalb möchte die Initiative den Kantonen eine Verfassungsgrundlage ermöglichen, so dass jeder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="fblike_button" style="margin: 10px 0;"><iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fwww.prisma-hsg.ch%2Fblog%2Fpolitik%2Fvolksinitiative-bauspar-initiative%2F&amp;layout=button_count&amp;show_faces=false&amp;width=450&amp;action=like&amp;colorscheme=light" scrolling="no" frameborder="0" allowTransparency="true" style="border:none; overflow:hidden; width:450px; height:25px"></iframe></div>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-5809" title="Rotes Glashaus (2007)" src="http://www.prisma-hsg.ch/blog/wp-content/uploads/2012/01/Fotolia_4578650_XS.jpg" alt="" width="425" height="282" /></p>
<p>Die Initiative hat zum Ziel, dass sich in der Schweiz mehr Personen ein eigenes Haus oder eine eigene Wohnung leisten können. Der Kanton Basel-Landschaft war bisher der einzige Kanton, in dem man die Bauspareinlagen steuerlich abziehen konnte. Allerdings verstösst dies gegen das Steuerharmonisierungsgesetz. <span id="more-5808"></span>Deshalb möchte die Initiative den Kantonen eine Verfassungsgrundlage ermöglichen, so dass jeder Kanton selbst entscheiden kann, ob er Bauspareinlagen steuerlich befreien möchte.</p>
<p>Dieser Text erläutert, welche Massnahmen heute bestehen und was sich bei einer Annahme der Initiative konkret ändern würde, welche Auswirkungen die Initiative hätte und welche Argumente für und gegen die Initiative sprechen.</p>
<p><strong>Ausgangslage</strong></p>
<p>Der Bund ist gemäss Bundesverfassung (BV 108) verpflichtet, den Wohnungsbau und das Wohneigentum zu fördern. Dies geschieht heute auf zwei Arten: Einerseits darf man die bei der beruflichen und gebundenen Vorsorge (Säule 2 und 3a) eingelegten Mittel für die Finanzierung von selbstbewohntem Wohneigentum vorbeziehen. Damit wird indirekt ein steuerlich privilegiertes Bausparen ermöglicht. Andererseits wird der Eigenmietwert unter dem Marktwert besteuert. Das bedeutet, dass in der Steuererklärung ein tieferer Wert angegeben werden darf und man so weniger Steuern bezahlen muss.</p>
<p>Die Schweiz hat im internationalen Vergleich eine der tiefsten Wohneigentumsquoten. Obwohl sich etwa 75% aller Schweizerinnen und Schweizer eine eigene Wohnung wünschen, konnten sich diese im Jahr 2008 nur gerade 39% leisten (Vergleich mit Deutschland: 43%). Die Schweizerische Gesellschaft zur Förderung des Bausparens hat deshalb die Bauspar-Initiative eingereicht, welche den Erwerb von Wohneigentum fördern soll.</p>
<p><strong>Was wird geändert?</strong></p>
<p>Bei der Annahme der Initiative können die Kantone freiwillig entscheiden, ob sie die folgenden Änderungen einführen möchten. Kantone dürfen Einkommen, das für den Kauf von Wohneigentum gespart und auf ein Bausparkonto einbezahlt wird, von der Steuer befreien. Der maximale jährliche Abzug beträgt 15‘000 Franken pro Person (Ehepaare 30‘000 Franken) und gilt nur beim erstmaligen Kauf von selbstgenutztem Wohneigentum in der Schweiz. Das steuerlich befreite Bausparen ist auf maximal 10 Jahre beschränkt, danach muss es für den Kauf eines Eigenheims genutzt werden. Ansonsten müssen die angehäuften Bauspareinlagen nachbesteuert werden.</p>
<p>Zudem dürfen Kantone erlauben, Bauspareinlagen für die Finanzierung von Energiespar- und Umweltschutzmassnahmen vom steuerbaren Einkommen abzuziehen. Es dürfen maximal 5‘000 Franken jährlich (10‘000 Franken für Ehepaare) während höchstens 10 Jahren steuerbefreit werden. Allerdings darf nicht gleichzeitig für den Kauf von Wohneigentum und für die Finanzierung von Energiespar- und Umweltschutzmassnahmen steuerlich begünstigt gespart werden. 10 Jahre für das Eine und dann 10 Jahre für das Andere ist aber erlaubt. Schlussendlich dürfen die Kantone auch die Bausparprämien (staatliche Zuschüsse zur Förderung des Wohnungs- und Hauseigentumserwerbs) von der Einkommenssteuer befreien. Das System funktioniert dann wie bei der 3. Säule. Der Betrag, der pro Jahr einbezahlt wird, kann in der Steuererklärung abgezogen werden. Zusätzlich muss das Vermögen auf dem Bausparkonto und die Zinsen darauf nicht in der Steuererklärung angegeben werden. Somit sind die Bauspareinlagen von der Einkommens- und Vermögenssteuer befreit.</p>
<p><strong>Auswirkungen</strong></p>
<p>Bei einem „Ja“ dürfen die Kantone der Schweiz Regelungen im gesetzten Rahmen erlassen, um steuerlich begünstigtes Bausparen zu fördern. Sie verstossen damit nicht mehr gegen das Steuerharmonisierungsgesetz. Diese steuerlichen Begünstigungen schaffen den Anreiz vermehrt zu bauen und zu sanieren.</p>
<p>Bei einem „Nein“ muss der Kanton Basel-Landschaft sein Steuergesetz ändern und die Bauspareinlagen müssen wieder versteuert werden.</p>
<p><strong>Argumente der Befürworter</strong></p>
<p>Die Bauspar-Initiative fördere den Erwerb von Wohneigentum, da mehr als 70% der Bevölkerung ihr Heim selbst besitzen möchten. Gemäss den Befürwortern sei Bausparen ein effizientes Mittel zur Förderung von Wohneigentum, Energiespar- und Umweltschutzmassnahmen. Zudem helfe es durch die Erleichterung der Zukunftsplanung jungen Familien. Weiter setze der Besitz von Wohneigentum mehr Eigenverantwortung bei den Besitzern voraus, was die Stabilität der Gemeinden durch die Einbindung in die Gesellschaft und die Teilnahme am öffentlichen Leben fördere.</p>
<p>Bausparen habe aber nicht nur auf das öffentliche Leben gute Einflüsse. Es würden auch Rentenkürzungen verhindert. Bisher mussten bei einem Hausbau/-kauf Einlagen aus der 2. und 3. Säule vorbezogen werden, um von einer steuerlichen Begünstigung zu profitieren. Dies habe zur einer Rentenkürzung im Alter geführt, da diese Mittel in der Pension fehlten. Mit der Bauspar-Initiative werde ein Modell geschaffen, um steuerlich begünstigt zu sparen ohne die Renten zu beeinträchtigen.</p>
<p>Gemäss den Befürwortern der Initiative führe steuerlich privilegiertes Bausparen zu mehr Investitionen und somit zu mehr Arbeitsplätzen. Laut einer Studie der SGFB zu Bausparen im Baselland liesse sich der gesamte volkswirtschaftliche Nutzen, welcher durch das Bausparen ausgelöst werde, auf 70 Millionen Franken beziffern. Das entspreche einer Beschäftigung von rund 550 Personen. Durch die Mehrinvestitionen und den daraus resultierenden Steuereinnahmen, würden die Steuerausfälle aufgrund des Bausparens weitgehend kompensiert. Die Bauspar-Initiative berücksichtige zudem die notwendigen Sanierungen im Bereich Energiesparen. Gemäss den Befürwortern hätten rund 50% der bestehenden Wohnbauten ein beträchtliches Energiesparpotential. Bausparen käme also auch der Umwelt zugute.</p>
<p>Schlussendlich könne mit der freiwilligen Einführung des steuerlich begünstigten Bausparens auf kantonale Bedürfnisse eingegangen und die regionalen Unterschiede berücksichtig werden.</p>
<p><strong>Argumente der Gegner</strong></p>
<p>Laut den Gegnern der Initiative sei steuerlich privilegiertes Bausparen weder ein effektives noch ein effizientes Mittel, um selbstgenutztes Wohneigentum zu fördern. Gemäss der Haushaltsbudgeterhebung 2007 des Bundesamts für Statistik (BFS) würden Haushalte mit einem jährlichen Bruttoeinkommen von ungefähr 93’000 Franken im Durchschnitt 2&#8217;000 Franken pro Jahr sparen können. Deshalb würden lediglich Steuerpflichtige mit mittleren und hohen Einkommen profitieren. Allerdings hätte Bausparen den Anreiz, dass sich auch Haushalte mit tieferen Einkommen Wohneigentum leisten würden. Dies führe zu einer stärkeren Abhängigkeit von Zinsschwankungen. Falls die Hypothekarzinsen steigen, würde es Haushalten mit tieferen Einkommen nicht mehr möglich sein, diese zu zahlen. Es entstehe eine Hypothekarblase wie in den USA, wodurch die gesamte Schweizer Wirtschaft und die Banken betroffen wären.</p>
<p>Weiter würde die steuerliche Begünstigung aufgrund der gestiegenen Nachfrage zu einer Erhöhung der Bodenpreise führen. Damit könnten sich selbst Haushalte mit mittleren Einkommen kein Wohneigentum mehr leisten.</p>
<p>Das steuerlich privilegierte Bausparmodell sei zudem gegenüber den Mietern unfair. Bausparen für Energiespar- und Umweltschutzmassnahmen führe zu einer doppelten Ermässigung der Steuerbelastung. Das in eine Bauspareinlage eingebrachte Kapital berechtige nicht nur zum Abzug vom steuerbaren Einkommen und zum steuerfreien Bezug bei zweckmässiger Verwendung. Bei der Nutzung des Kapitals für energetische Investitionen könne es nochmals als Unterhaltskosten bei der Steuererklärung abgezogen werden.</p>
<p>Schlussendlich verkompliziere die Initiative das Steuerrecht, entgegen dem Ziel dieses zu vereinfachen und führe zu hohen Steuerausfällen bei Bund und Kanton. Da bereits eine wirksame Förderung mit den Vorbezugsmöglichkeiten der 2. und 3. Säule, der tiefen Eigenmietwertbesteuerung und der Vergabe von Fördermittel für energieeffiziente Sanierungen bestünden, sei die Initiative unnötig.</p>
<p><em>Literaturverzeichnis:</em></p>
<p align="left"><a href="http://www.bausparen.ch" target="_blank">bausparen.ch</a> (2012). <em>Bauspar-Initiative; </em><a href="http://www.bwo.admin.ch/dokumentation/00101/00105/index.html?lang=de&amp;download=NHzLpZeg7t,lnp6I0NTU042l2Z6ln1acy4Zn4Z2qZpnO2Yuq2Z6gpJCDdH1,fmym162epYbg2c_JjKbNoKSn6A--" target="_blank">Bundesamt für Wohnungswesen BWO</a> (2008). <em>Wohneigentumsquoten Schweiz &#8211; EU; </em><a href="http://www.parlament.ch/d/dokumentation/dossiers/bausparen/Seiten/bausparen-in-kuerze.aspx" target="_blank">Eidgenössische Steuerverwaltung ESTV</a> (2011). <em>Eidgenössische Volksinitiative «Für ein steuerlich begünstigtes Bausparen zum Erwerb von selbst genutztem Wohneigentum und zur Finanzierung von baulichen Energiespar- und Umweltschutz-massnahmen (Bauspar-Initiative)»; </em><a href="http://www.estv.admin.ch/dokumentation/00075/00803/index.html?lang=de&amp;download=NHzLpZeg7t,lnp6I0NTU042l2Z6ln1acy4Zn4Z2qZpnO2Yuq2Z6gpJCDeH12e2ym162epYbg2c_JjKbNoKSn6A--" target="_blank">Eidgenössische Steuerverwaltung ESTV</a> (2010). <em>Wohneigentumspolitik in der Schweiz</em><em>; </em><a href="http://sgfb-suisse.ch/data/studie/de/de.pdf" target="_blank">Füeg, R. &amp; Studer, T.</a> (2005). <em>Bausparen im Kanton Baselland; </em><a href="http://www.parlament.ch/d/dokumentation/dossiers/bausparen/Seiten/bausparen-in-kuerze.aspx" target="_blank">Schweizerische Bundesversammlung</a> (2011). <em>Bausparen; </em><a href="http://www.news.admin.ch/NSBSubscriber/message/attachments/16887.pdf" target="_blank">Schweizerischer Bundesrat</a> (2009). <em>Botschaft zu den Volksinitiativen. </em></p>
<p>______________________________________________</p>
<p><strong>MEHR DAZU</strong><strong></strong></p>
<ul>
<li><strong>Diesen Artikel kannst du auf der Seite von <a href="http://www.vimentis.ch/d/publikation/283/Volksinitiative%20%E2%80%9CBauspar-Initiative%E2%80%9D.html" target="_blank">Vimentis</a> inhaltlich bewerten. </strong></li>
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</ul>
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		<item>
		<title>Gegenentwurf zur Volksinitiative „Für Geldspiele im Dienste des Gemeinwohls“</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Feb 2012 18:25:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Vimentis</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Blackjack]]></category>
		<category><![CDATA[Glückspiel]]></category>
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		<category><![CDATA[Spielsucht]]></category>
		<category><![CDATA[Vimentis]]></category>

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		<description><![CDATA[Ziel dieser Vorlage ist, dass die Gewinne der Lotterien und Wetten in der Schweiz vollumfänglich gemeinnützigen Zwecken in den Bereichen Kultur, Soziales und Sport zufliessen und Bund und Kantone Massnahmen gegen die Gefahren der Geldspiele einleiten. Dieser Text stellt die aktuelle Gesetzeslage vor und zeigt auf, was sich mit Annahme des Gegenentwurfes ändern würde. Anschliessend [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="fblike_button" style="margin: 10px 0;"><iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fwww.prisma-hsg.ch%2Fblog%2Fpolitik%2Fgegenentwurf-zur-volksinitiative-%25e2%2580%259efur-geldspiele-im-dienste-des-gemeinwohls%2F&amp;layout=button_count&amp;show_faces=false&amp;width=450&amp;action=like&amp;colorscheme=light" scrolling="no" frameborder="0" allowTransparency="true" style="border:none; overflow:hidden; width:450px; height:25px"></iframe></div>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-5818" title="glücksspiel-online" src="http://www.prisma-hsg.ch/blog/wp-content/uploads/2012/01/glücksspiel-online-450x299.jpg" alt="" width="450" height="299" /></p>
<p>Ziel dieser Vorlage ist, dass die Gewinne der Lotterien und Wetten in der Schweiz vollumfänglich gemeinnützigen Zwecken in den Bereichen Kultur, Soziales und Sport zufliessen und Bund und Kantone Massnahmen gegen die Gefahren der Geldspiele einleiten. <span id="more-5816"></span>Dieser Text stellt die aktuelle Gesetzeslage vor und zeigt auf, was sich mit Annahme des Gegenentwurfes ändern würde. Anschliessend werden die Auswirkungen präsentiert, sowie die Pro- und Contra-Argumente aufgeführt.</p>
<p><strong>Ausgangslage</strong></p>
<p>Heute sind die Spielbanken durch den Bund geregelt. Dieser erteilt Konzessionen für den Betrieb der Spielbanken und bestimmt die ertragsabhängige Abgabe, welche der AHV und IV zukommt. Andere Wetten und Lotterien werden aktuell von den Kantonen geregelt.</p>
<p><strong>Was wird geändert?</strong></p>
<p>Die Gesetzgebungskompetenz im Bereich der Geldspiele liegt weiterhin beim Bund. Auch der Vollzug der Spielbanken bleibt unter Wahrung der Interessen der Kantone Sache des Bundes. Somit fliessen die Abgaben der Spielbanken weiterhin an AHV und IV. Neu ist, dass die Verantwortlichkeit der Kantone für alle anderen Geldspiele in der Bundesverfassung und nicht mehr auf Gesetzesstufe geregelt wird. Diese hält ausserdem neu fest, dass die Reinerträge aus diesen Lotterien und Sportwetten vollumfänglich gemeinnützigen Zwecken wie Kultur, Sozialem oder Sport zukommen. Zusätzlich sollen Bund und neu auch die Kantone durch neue Schutzmassnahmen die Spielenden vor den Gefahren der Geldspiele schützen.  Die neue Verwendung des Begriffes „Geldspiele“ anstelle des bisherigen „Glücksspieles“ führt dazu, dass die Verfassungsbestimmung neben Lotterien, Wetten und Spielbanken neu auch die Geschicklichkeitsspiele einschliesst.</p>
<p><strong>Auswirkungen</strong></p>
<p>Durch die eindeutige Verfassungsgrundlage werden die Zuflüsse an die sozialen Institutionen gesichert. Der Sport, allen voran der Breiten- und Jugendsport profitieren von jährlich 130 Millionen Franken, während der Bereich Kultur und Soziales mit jährlich 400 Millionen Franken aus den Lotterien und Sportwetten unterstützt wird. Ausserdem werden die Zuflüsse an die AHV und IV aus den Spielbankenerträgen garantiert.</p>
<p><strong>Argumente der Befürworter</strong></p>
<p>Mit Annahme des Gegenentwurfes könnten die Fördergelder an Kultur, Soziales und Sport gesichert werden. Angebote dieser Institutionen würden einen wichtigen Teil des gesellschaftlichen Zusammenlebens darstellen und somit garantiert werden. Zudem würde der Gegenentwurf den Gefahren der Geldspiele umfassend Rechnung tragen, da sowohl der Gesetzgeber, wie auch die Vollzugsorgane für einen angemessenen Schutz der Spielenden verantwortlich sind. Für eine reibungslose Zusammenarbeit von Bund und Kantonen sei das vorgesehene Koordinationsorgan genau die richtige Massnahme. Dieses garantiere eine effiziente Umsetzung der Verfassungsbestimmung.</p>
<p><strong>Argumente der Gegner</strong></p>
<p>Da die Kantone Lotterien gleichzeitig bewilligen, veranstalten und von ihnen profitieren, hätten sie kein Interesse daran, dass möglichst wenig Geldspiele durchgeführt würden. Somit würde die Spielsucht gefördert anstatt verhindert. Durch den Wortlaut des Gegenvorschlags wäre es wieder möglich Geldspielautomaten ausserhalb von Casinos, z. B. in Restaurants und Bars anzubieten, wodurch ein wichtiger sozialer Schutz entfallen würde. Die aktuelle Gesetzeslage sichere die Förderung von Kultur, Sozialem und Sport ausreichend, sodass diese im Falle der Ablehnung des Gegenvorschlags nicht mit einer Kürzung der Fördergelder rechnen müssen.</p>
<p><em>Literaturverzeichnis:</em></p>
<p align="left">Eidgenössische Volksinitiative <a href="http://www.gemeinwohl.ch/" target="_blank">„Für Geldspiele im Dienste des Gemeinwohls“ </a>(kein Datum). <em>Drei gute Gründe für die Volksinitiative</em>; <a href="http://www.ejpd.admin.ch/ejpd/de/home/dokumentation/mi/2010/2010-03-241.html " target="_blank">Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement</a> (2010). <em>Gegenentwurf zur Geldspiel-Initiative geplant &#8211; Bundesrat trifft Grundsatzentscheid</em>; <a href="http://www.parlament.ch/d/dokumentation/dossiers/do-geldspiele-gemeinwohl/Seiten/geldspiele-initiative.aspx" target="_blank">Die Bundesversammlung</a> (2011). <em>Für Geldspiele im Dienste des Gemeinwohls &#8211; Volksinitiative</em>; <a href="http://www.evppev.ch/de/politik/abstimmungen/abstimmungsparole/artikel/2012/mar/gegenentwurf-zur-geldspielinitiative.html" target="_blank">Evangelische Volkspartei</a> (2012). <em>Nein zum Gegenentwurf der Geldspielinitiative</em>; <a href="http://www.fdp.ch/geldspiele.html" target="_blank">FDP – Die Liberalen</a> (2012). <em>Geldspiele – Bessere Regelungen für alle Beteiligten. </em></p>
<p>______________________________________________</p>
<p><strong>MEHR DAZU</strong><strong></strong></p>
<ul>
<li><strong>Bewerte und kommentiere diesen Beitrag auf <a href="http://www.vimentis.ch/d/publikation/284/Regelung%20der%20Geldspiele%20zugunsten%20gemeinn%C3%BCtziger%20Zwecke.html" target="_blank">Vimentis.ch</a>!  </strong></li>
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</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Initiative „Schluss mit uferlosem Bau von Zweitwohnungen“</title>
		<link>http://www.prisma-hsg.ch/blog/politik/initiative-%e2%80%9eschluss-mit-uferlosem-bau-von-zweitwohnungen/</link>
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		<pubDate>Wed, 01 Feb 2012 10:27:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Vimentis</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Ferien]]></category>
		<category><![CDATA[Initative]]></category>
		<category><![CDATA[Kalte Betten]]></category>
		<category><![CDATA[Tourismus]]></category>
		<category><![CDATA[Vimentis]]></category>
		<category><![CDATA[Wohnung]]></category>
		<category><![CDATA[Zweitwohnung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.prisma-hsg.ch/blog/?p=5823</guid>
		<description><![CDATA[Die Initiative will die Zersiedelung der Schweizer Landschaft stoppen. Dafür soll der Anteil an Zweitwohnungen in der Schweiz auf 20% beschränkt werden. Dieser Text präsentiert die aktuelle Gesetzeslage und zeigt auf, was sich mit Annahme der Initiative ändern würde. Anschliessend werden die Auswirkungen dargestellt, sowie die Pro- und Contra-Argumente aufgeführt. Ausgangslage Bisher wurde der Erwerb [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="fblike_button" style="margin: 10px 0;"><iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fwww.prisma-hsg.ch%2Fblog%2Fpolitik%2Finitiative-%25e2%2580%259eschluss-mit-uferlosem-bau-von-zweitwohnungen%2F&amp;layout=button_count&amp;show_faces=false&amp;width=450&amp;action=like&amp;colorscheme=light" scrolling="no" frameborder="0" allowTransparency="true" style="border:none; overflow:hidden; width:450px; height:25px"></iframe></div>
<p style="text-align: center;"><img class="size-full wp-image-5825 aligncenter" title="wohnung2grsml" src="http://www.prisma-hsg.ch/blog/wp-content/uploads/2012/01/wohnung2grsml.jpg" alt="" width="300" height="362" /></p>
<p>Die Initiative will die Zersiedelung der Schweizer Landschaft stoppen. Dafür soll der Anteil an Zweitwohnungen in der Schweiz auf 20% beschränkt werden. Dieser Text präsentiert die aktuelle Gesetzeslage und zeigt auf, was sich mit Annahme der Initiative ändern würde. Anschliessend werden die Auswirkungen dargestellt, sowie die Pro- und Contra-Argumente aufgeführt.<span id="more-5823"></span></p>
<p><strong>Ausgangslage</strong></p>
<p>Bisher wurde der Erwerb von Grundstücken durch Personen im Ausland im Bundesgesetz „Lex Koller“ festgehalten. Dieses ist jedoch gemäss Bundesrat und Parlament heute nicht mehr notwendig und deshalb aufgehoben worden. Um mögliche negative Auswirkungen dieser Aufhebung im Bereich Ferienwohnungsbau zu verhindern, hat das Parlament mit der Änderung des Raumplanungsgesetzes 2010 die sogenannten flankierenden Massnahmen verabschiedet. Das Raumplanungsgesetz sieht darin vor, dass die Kantone Gebiete mit hohen Zweitwohnungsbeständen in ihren Richtplänen bezeichnen und für diese lenkende Massnahmen entwickeln. Dennoch gibt es schweizweit fast eine halbe Million Zweitwohnungen was 12% des gesamten Wohnungsbestandes ausmacht und den Initianten wesentlich zu viel ist. In einigen Schweizer Tourismusgebieten sind über 70% aller Wohnungen Zweitwohnungen. Zusätzlich kommen jedes Jahr 8000 neue Zweitwohnungen dazu. Auch der Flächenverbrauch der Zweitwohnungen, der für eine typische Schweizer 3½- Zimmer-Ferienwohnung für 80 bis 120 Übernachtungen im Jahr beispielsweise bei 50 Quadratmetern Bodenfläche liegt, ist den Initianten ein Dorn im Auge. Sie haben deshalb die Initiative „Schluss mit uferlosem Bau von Zweitwohnungen“ eingereicht.</p>
<p><strong>Was wird geändert?</strong></p>
<p>Mit Annahme der Initiative wird der Anteil an Zweitwohnungen am Gesamtbestand aller Wohneinheiten und Bruttogeschossfläche pro Gemeinde auf 20% beschränkt. Die Ausgestaltung der Raumplanung wird somit neu auf Bundesebene geregelt, während sie bis anhin Sache der Kantone war. Ausserdem werden diese konkreten Vorschriften zur Raumplanung neu in der Verfassung und nicht mehr auf Gesetzesstufe geregelt.</p>
<p><strong>Auswirkungen</strong></p>
<p>In den grösseren Schweizer Tourismusgebieten liegt der Zweitwohnungsbestand bereits heute deutlich über der Grenze von 20%. Die Annahme der Initiative wird deshalb faktisch zu einem Baustopp von Zweitwohnungen in diesen bedeutenden Regionen führen. Zudem werden die Landpreise in diesen Gebieten enorm sinken, da alle Auswertigen nicht mehr bauen dürfen und somit die Nachfrage enorm klein wird. Dafür werden eventuell vermehrt Hotels gebaut, wenn trotzdem Nachfrage nach Übernachtungen bestehen.</p>
<p>Bei einem Nein tritt der indirekte Gegenvorschlag in Kraft. Dieser besteht aus der erwähnten Änderung des Raumplanungsgesetzes, in welchem die flankierenden Massnahmen zur Verhinderung negativer Auswirkungen im Ferienwohnungsbau aufgrund der Aufhebung der Lex Koller festgehalten sind. Darin werden die Kantone dazu verpflichtet, eigene Massnahmen zur Reduktion der Zahl neuer Zweitwohnungen zu ergreifen. Diese Massnahmen sollen nicht nur preisgünstige Erstwohnungen und die Hotellerie fördern, sondern auch zu einer besseren Auslastung der bestehenden Zweitwohnungen führen. Die Förderung der Hotellerie wurde in einigen Gemeinden zum Beispiel durch die Einführung von Hotelzonen realisiert. Dadurch wird eine Umwandlung von Hotels in Zweitwohnungen verunmöglicht.</p>
<p><strong>Argumente der Befürworter</strong></p>
<p>Gemäss Initianten würde sich mit der Annahme der Initiative in Gebieten, in denen keine neuen Zweitwohnungen mehr gebaut werden dürften, die Belastung für Natur und Umwelt auf dem aktuellen Niveau stabilisieren. Gerade die empfindlichen Ökosysteme in Tourismusgebieten erhielten dadurch die Chance sich langfristig zu erholen. Nur dadurch könne eine nachhaltige Nutzung der Natur gewährleistet werden.</p>
<p>Der massive Bau von Zweitwohnungssiedlungen zerstöre ausserdem die Landschaft. Dies vor allem weil der Flächenverbrauch pro Übernachtung bei Zweitwohnungen besonders gross ist, da diese nicht vermietet, sondern nur von den Besitzern genutzt würden. Da der Zweitwohnungsbau ausserdem Arbeitsplätze in der Hotelbranche zerstöre, würden die Hotellerie, das Gastgewerbe, sowie Tourismusunternehmen von der Annahme der Initiative profitieren.</p>
<p>Zusätzlich würden die imageschädigenden Geisterstädte, die ausserhalb der Saison aus den Tourismusgebieten entstünden, mit einer reduzierten Anzahl an Zweitwohnungen eingedämmt. Ausserdem würden auch die Einheimischen von der Annahme der Initiative profitieren. Denn der geringere Tourismus führe nämlich zu einer Senkung der Grundstücks- und Mietpreise, sodass diese auch für die Einheimischen wieder erschwinglich wären.</p>
<p><strong>Argumente der Gegner</strong></p>
<p>Der erwähnte Baustopp in Gemeinden mit mehr als 20% Zweitwohnungen sei gemäss Bundesversammlung mit massiven bauwirtschaftlichen Einbussen verbunden. Gleichzeitig werde die Annahme der Initiative in den Gebieten mit weniger als 20% Zweitwohnungen gerade diejenigen Entwicklungen begünstigen, die sie eigentlich einzuschränken versucht, da Bauwillige nun vermehrt in diese Regionen investieren würden.</p>
<p>Der Bundesrat kritisiert ausserdem, dass die Initiative den Zweitwohnungsanteil für jede Gemeinde einzeln beschränken will. Damit werde sie der Ausdehnung der Tourismusdestinationen über die Gemeindegrenzen hinaus nicht gerecht. Diese Einheitslösung werde den regionalen Unterschieden nicht gerecht und lasse deshalb auch keinen Raum für individuelle Problemlösungen.</p>
<p>Weiter wird argumentiert, dass die Bundesversammlung mit den flankierenden Massnahmen zur Änderung des Raumplanungsgesetzes den Sachverhalt besser regeln würde, weil damit auch bestehende Zweitwohnungen zu mehr Auslastung gebracht würden. Weitere Gegner kritisieren die Ungenauigkeit der Begriffe der Initiative. Daraus gehe nicht klar hervor ab wann eine Wohnung als Zweitwohnung zu kategorisieren sei und ob bestehende Erstwohnungen zu Zweitwohnungen umgenutzt und verkauft werden könnten.</p>
<p><em>Literaturverzeichnis:</em></p>
<p align="left"><a href="http://www.parlament.ch/D/Suche/seiten/geschaefte.aspx?gesch_id=20080073" target="_blank">Die Bundesversammlung</a> (kein Datum). <em>Schluss mit uferlosem Bau von Zweitwohnungen – Initiative; </em><a href="http://www.ejpd.admin.ch/ejpd/de/home/themen/wirtschaft/ref_gesetzgebung/ref_lex_koller.html" target="_blank">Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement</a> (2007). <em>Aufhebung der Lex Koller; </em><a href="http://www.schweizer-boden.ch/index.php?Itemid=12&amp;id=22&amp;option=com_content&amp;lang=de" target="_blank">Rettet den Schweizer Boden</a> (kein Datum). <em>Am 11. März 2012 JA!! zur Initiative „Schluss mit uferlosem Bau von Zweitwohnungen“ ; </em><a href="http://www.are.admin.ch/themen/raumplanung/00236/04094/index.html" target="_blank">Bundesamt für Raumentwicklung </a>(2008). <em>Wirkung der Eidgenössischen Volksinitiative: „Schluss mit uferlosem Bau von Zweitwohnungen!“</em><span><em>; </em></span><a href="http://www.admin.ch/ch/d/ff/2007/5765.pdf" target="_blank">Schweizerischer Bundesrat</a> (2012). <em>Botschaft zur Änderung des Bundesgesetzes über die Raumplanung; </em><a href="http://www.htr.ch/aktuell/abstimmungskampagne-gestartet-30584.html" target="_blank">Hotelrevue </a>(2012). <em>Abstimmungskampagne gestartet;</em><a href="http://www.ch.ch/abstimmungen_und_wahlen/01253/02443/index.html?lang=de&amp;download=M3wBPgDB/8ull6Du36WenojQ1NTTjaXZnqWfVpzLhmfhnapmmc7Zi6rZnqCkkIV2fHeDbKbXrZ6lhuDZz8mMps2gpKfo" target="_blank">Bundeskanzlei</a> (2011). <em>Volksabstimmung vom 11. März 2012 &#8211; Erläuterungen des Bundesrates. </em></p>
<p>______________________________________________</p>
<p><strong>MEHR DAZU</strong><strong></strong></p>
<ul>
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		<title>Nikkô</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Jan 2012 15:28:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Svenja Huber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Abroad]]></category>

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		<description><![CDATA[9. Januar Früh am Morgen fuhren wir per U-Bahn nach Asakusa, um von dort in einen richtigen Zug zu steigen, der uns nach circa zwei Stunden Fahrzeit nach Nikkô brachte. Nikkô ist eine kleine Stadt etwas im Abseits, und sowohl bei Einheimischen als auch Touristen wegen der hohen Dichte an uralten Tempeln und Schreinen sehr beliebt. Ausserdem gibt es in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="fblike_button" style="margin: 10px 0;"><iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fwww.prisma-hsg.ch%2Fblog%2Fabroad%2Fnikko%2F&amp;layout=button_count&amp;show_faces=false&amp;width=450&amp;action=like&amp;colorscheme=light" scrolling="no" frameborder="0" allowTransparency="true" style="border:none; overflow:hidden; width:450px; height:25px"></iframe></div>
<p style="text-align: center;"><em><a href="http://www.prisma-hsg.ch/blog/prisma/nikko/"><img class="aligncenter" title="Bergwelt um Nikkô" src="http://svenjapan.files.wordpress.com/2012/01/img_5404.jpg?w=300&amp;h=224" alt="Bergwelt um Nikkô" width="300" height="224" /></a></em></p>
<p><em>9. Januar</em></p>
<p>Früh am Morgen fuhren wir per U-Bahn nach Asakusa, um von dort in einen richtigen Zug zu steigen, der uns nach circa zwei Stunden Fahrzeit nach Nikkô brachte. Nikkô ist eine kleine Stadt etwas im Abseits, und sowohl bei Einheimischen als auch Touristen wegen der hohen Dichte an uralten Tempeln und Schreinen sehr beliebt. <span id="more-5801"></span>Ausserdem gibt es in der Nähe einen grossen See, um diesen zu besuchen muss man allerdings eine Übernachtung einplanen. Ich war bisher noch nie in Nikkô und war dementsprechend nervös ob auch alles klappen würde. Die Bilder im Reiseführer waren jedoch so überzeugend, dass ich mich nicht davon abbringen lassen wollte. Einem Sprichwort zufolge sollte man nicht ‘kekkô’ (=genug) sagen, bevor man nicht Nikkô gesehen hat. Dementsprechend erwartungsvoll sassen wir im Zug und vertrieben uns die Zeit mit jassen, während draussen vor den Fenstern eine eher unspektakuläre Landschaft vorbeizog. In Nikkô angekommen gewann ich zwei dominierende erste Eindrücke: Berge und Kälte. Es war das erste Mal seit meiner Abreise aus der Schweiz, dass ich schneebedeckte Berge sah (den weit weit entfernten Fuji mal ausgenommen), und dieser Anblick macht mich doch sehr nostalgisch, und war definitiv erfreulicher als die beissende Kälte die uns sofort in die Glieder kroch.</p>
<div id="attachment_377">Nikkô ist gut auf Touristen eingestellt: Mit unserem Zugticket hatten wir auch gleich die Eintritte in die beliebtesten Sehenswürdigkeiten erhalten, die man alle auf einer etwas längeren Wegstrecke abwandern kann. Zuerst jedoch mussten wir einen Bus nehmen, der uns zum ersten Tempel, dem Rinnoji, brachte. Dieser war zu unserer grossen Enttäuschung jedoch wegen Renovation komplett eingepackt. Man konnte ihn aber dennoch betreten und das Innere ungestört geniessen.</div>
<div> </div>
<div id="attachment_378"><img class="aligncenter" title="Rinnô-ji Tempel in Verpackung" src="http://svenjapan.files.wordpress.com/2012/01/img_5087.jpg?w=300&amp;h=224" alt="Rinnô-ji Tempel in Verpackung" width="300" height="224" /></div>
<div> </div>
<p>Weiter ging’s zum Tôshôgû. Diese Anlage dient als Grabstätte für den ehemaligen Shogun Tokugawa Ieyasu, und gehört zum UNESCO Weltkulturerbe. Wenn man durch das erste grosse Torii tritt, weiss man auch sofort, warum: die Anlage beherbergt eine stattliche Zahl atemberaubend schöner Kunstwerke, nicht anders kann man diese ‘Gebäude’ bezeichnen, die mit einer enormen Vielfalt von detaillierten Verzierungen geschmückt sind und einen äusserst prachtvollen Eindruck vermitteln. Mir gefiel besonders, dass alles mitten im Wald lag. Das von den riesigen Bäumen gefilterte Licht sorgte für eine passende mystische Atmosphäre, die nicht einmal von den vielen Besuchern gestört wurde.</p>
<div>  </div>
<div><img class="aligncenter" title="Eingangs-Torii zum Tôshôgû Schrein" src="http://svenjapan.files.wordpress.com/2012/01/img_5116.jpg?w=224&amp;h=300" alt="Eingangs-Torii zum Tôshôgû Schrein" width="224" height="300" /></div>
<div><img class="aligncenter" title="Pagode im Tôshôgû-Areal" src="http://svenjapan.files.wordpress.com/2012/01/img_51021.jpg?w=224&amp;h=300" alt="Pagode im Tôshôgû-Areal" width="224" height="300" /></div>
<div id="attachment_380"><img class="aligncenter" title="Tôshôgû Schrein" src="http://svenjapan.files.wordpress.com/2012/01/img_5155.jpg?w=300&amp;h=224" alt="Tôshôgû Schrein" width="300" height="224" /></div>
<div id="attachment_381"><img class="aligncenter" title="diese Drachenköpfe schmücken einen Torpfosten" src="http://svenjapan.files.wordpress.com/2012/01/img_5163.jpg?w=300&amp;h=224" alt="diese Drachenköpfe schmücken einen Torpfosten" width="300" height="224" /></div>
<div id="attachment_392"><img class="aligncenter" title="in der Tempelanlage" src="http://svenjapan.files.wordpress.com/2012/01/img_5212.jpg?w=300&amp;h=224" alt="in der Tempelanlage" width="300" height="224" /></div>
<div id="attachment_393"> </div>
<div>In die Wand des einen Holzschreins sind die berühmten drei Affen geschnitzt, die nichts hören, sehen und sagen, für die Nikkô sehr bekannt ist:</div>
<div> </div>
<div id="attachment_383"><img class="aligncenter" title="die drei Affen" src="http://svenjapan.files.wordpress.com/2012/01/img_5138.jpg?w=300&amp;h=224" alt="die drei Affen" width="300" height="224" /></div>
<div> </div>
<div>Weiter ging es zur nächsten Anlage, und danach folgte noch eine. Die ganze Zeit über war man mitten im Wald, und konnte sich kaum satt sehen an den wunderschönen Anlagen. Es wurde stets noch grösser, noch höher, noch prachtvoller. Mir schien es fast unglaublich, dass so viele Sehenswürdigkeiten auf so engem Raum angesammelt waren, fast als wäre dies mit Absicht geschehen. Wie praktisch! Trotzdem mussten wir uns jeden erstaunlichen Anblick verdienen, denn nach ein, zwei Stunden waren wir vollkommen durchgefroren. Während meine Füsse zuerst ziemlich schmerzten vor Kälte, spürte ich sie bald gar nicht mehr, erst wieder, als wir unsere Schuhe ausziehen mussten, um einen Innenraum betreten zu dürfen. Was ich nicht mehr für möglich gehalten hätte, trat tatsächlich ein: Es wurde mir noch kälter, und meine Füsse meldeten sich protestierend schmerzhaft zurück.</div>
<div> </div>
<div id="attachment_384"><img class="aligncenter" title="reich verzierte Decke" src="http://svenjapan.files.wordpress.com/2012/01/img_5263.jpg?w=300&amp;h=224" alt="reich verzierte Decke" width="300" height="224" /> <img class="aligncenter" title="ein überlanges Schwert" src="http://svenjapan.files.wordpress.com/2012/01/img_5264.jpg?w=300&amp;h=224" alt="ein überlanges Schwert" width="300" height="224" /></div>
<div id="attachment_385"> </div>
<div>Schon fast trotzig sahen wir uns trotzdem jeden Winkel jeder Anlage an, um auch ja alles aus diesem Ausflug herauszuholen. Und es war jede Schlotterminute wert! Hier noch eine weitere kleine Auswahl der fast 300 Bilder, die ich an dem Tag schoss:</div>
<div id="attachment_386">
<p><img class="alignleft" title="ein schmuckes Tor im Taiyuinbyo" src="http://svenjapan.files.wordpress.com/2012/01/img_5353.jpg?w=300&amp;h=224" alt="ein schmuckes Tor im Taiyuinbyo" width="300" height="224" /></p>
</div>
<div id="attachment_387"><img class="aligncenter" title="Tempelareal" src="http://svenjapan.files.wordpress.com/2012/01/img_5334.jpg?w=300&amp;h=224" alt="Tempelareal" width="300" height="224" /> <img class="aligncenter" title="und noch ein hübsches Tor" src="http://svenjapan.files.wordpress.com/2012/01/img_5354.jpg?w=300&amp;h=224" alt="und noch ein hübsches Tor" width="300" height="224" /></div>
<div id="attachment_388"> </div>
<div>Auf dem Rückweg nach Nikkô durchquert man ein Dörfchen, wo es einige herzige Geschäfte gibt, die traditionelle Esswaren und Souvenirs verkaufen. Danach kam noch die letzte Sehenswürdigkeit, bevor man in den Bus zurück zum Bahnhof stieg: die rote Shinkyo-Brücke.</div>
<p id="attachment_390"><img class="aligncenter" title="die rote Shinkyo-Brücke" src="http://svenjapan.files.wordpress.com/2012/01/img_53841.jpg?w=300&amp;h=224" alt="die rote Shinkyo-Brücke" width="300" height="224" /> </p>
<p>Damit war es auch schon bald Abend und dunkel, und so ging für uns alles perfekt auf. Im Zug zurück nach Tokyo waren wir aber doch froh um die Sitzheizung, die uns die Kälte der letzten Stunden vergessen und nur noch die unvergesslichen Bilder zurück liess. Das Sprichwort mag auf der einen Seite recht haben, andererseits bekommt man durch Nikkô eher noch Lust auf mehr, als dass man genug sagen würde. Wie auch immer, nachdem wir an diesem Montag voll auf unsere Kosten gekommen waren, hiess es für mich am Dienstag 100% Konzentration auf die Uni, mit nicht weniger als  fünf Schlussprüfungen in den darauffolgenden zwei Tagen. Danach, am Freitag, nahm ich Abschied von Raphael und Alessia, die zurück in die Schweiz flogen.</p>
<p id="attachment_391"> </p>
<div>
<p>______________________________________________</p>
<p><strong>MEHR DAZU</strong><strong></strong></p>
<ul>
<li><strong>Blog: </strong><a href="http://www.prisma-hsg.ch/blog/abroad/tokyo-in-10-tagen-teil-1/">Tokyo in 10 Tagen Teil 1</a></li>
<li><strong>Blog: </strong><a title="Tokyo in 10 Tagen Teil 2" href="http://www.prisma-hsg.ch/blog/abroad/tokyo-in-10-tagen-teil-2/">Tokyo in 10 Tagen Teil 2</a></li>
<li><strong>Blog: </strong><a title="Push Hour" href="http://www.prisma-hsg.ch/blog/abroad/push-hour/">Push Hour</a><strong><br />
</strong></li>
</ul>
</div>
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		<title>Push Hour</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Jan 2012 18:39:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Raphael Gueller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Abroad]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.prisma-hsg.ch/blog/?p=5682</guid>
		<description><![CDATA[The metabolism of a Tokyo Metro Station in 8 pictures. When the masses of salarymen and women slide through the fare gates of the Tokyo subway system, they surrender themselves to a world of its own. An estimated 15 million people use the subway every day to commute to work, the equivalent of twice the [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="fblike_button" style="margin: 10px 0;"><iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fwww.prisma-hsg.ch%2Fblog%2Fabroad%2Fpush-hour%2F&amp;layout=button_count&amp;show_faces=false&amp;width=450&amp;action=like&amp;colorscheme=light" scrolling="no" frameborder="0" allowTransparency="true" style="border:none; overflow:hidden; width:450px; height:25px"></iframe></div>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.prisma-hsg.ch/blog/abroad/push-hour/"><img class="aligncenter" title="SONY DSC" src="http://mscellophan.files.wordpress.com/2012/01/dsc044332.jpg?w=300" alt="" width="540" height="360" /></a></p>
<p><em>The metabolism of a Tokyo Metro Station in 8 pictures.</em></p>
<p>When the masses of salarymen and women slide through the fare gates of the Tokyo subway system, they surrender themselves to a world of its own. An estimated 15 million people use the subway every day to commute to work, the equivalent of twice the population of Switzerland. This leads to masses of bodies queuing up on the platforms, clogging the escalators and shoving into already over capacity trains.</p>
<p><span id="more-5682"></span>The sheer amount of people using the trains has produced phenomenons that are singular to Tokyo. For instance, it has led  to the birth of a new profession. «Oshiyas», Pushers, are staff lined up on the platforms who help people find a free spot on the train. Or if there is none, help them to make one.</p>
<p>Japan is presumably the most polite country on the planet and people tend to keep their distance from each other. But when it comes to traveling with the metro, a different set of rules apply. Some people do bow however before they squeeze themselves into already overfilled wagons.</p>
<p>These pictures throw a glance at the endless tunnels and aisles that sprawl below the surface of the worlds biggest metropolitan area and documents the clashing of the anonymous masses with the individual.</p>
<div></div>
<div></div>
<h1>1</h1>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" title="SONY DSC" src="http://mscellophan.files.wordpress.com/2012/01/dsc045432.jpg?w=300" alt="" width="540" height="360" /></p>
<p><em>The Tokyo subway system is operated by two different companies, the Tokyo Metro and the Toei Subway. Additionally, a line by Japanese Railway circles the city. Thanks to the introduction of the Pasmo swipecards in 2005, commuters can now easily switch the lines without having to buy special tickets.</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<h1> 2</h1>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" title="SONY DSC" src="http://mscellophan.files.wordpress.com/2012/01/dsc044053.jpg?w=300" alt="" width="540" height="360" /></p>
<p><em>The Tokyo railway network is a vast apparatus of 45 bullet, main and suburban-overground lines, with another 13 underground.</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<h1> 3</h1>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" title="SONY DSC" src="http://mscellophan.files.wordpress.com/2012/01/dsc044691.jpg?w=300" alt="" width="540" height="360" /></p>
<p><em>The first train pushers were introduced a Shinjuku Station but can nowadays be found on most lines during rush hour. «I feel always sorry when I push people», says Shinya Kato, a student working part time as a pusher. «But without the pushing, the trains delay. It cannot be helped».</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<h1> 4</h1>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" title="SONY DSC" src="http://mscellophan.files.wordpress.com/2012/01/dsc044362.jpg?w=300" alt="" width="540" height="360" /></p>
<p><em>About 70% of commuters in Tokyo travel for more than an hour to get to work. While smartphones are becoming a more and more popular diversion, many can still be seen flicking through mangas.</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<h1> 5</h1>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" style="border-width: 0px;" title="SONY DSC" src="http://mscellophan.files.wordpress.com/2012/01/dsc044222.jpg?w=300" alt="" width="540" height="360" /></p>
<p><em>A particularly disquieting demographic of the Tokyo subway system are the so called «Chikans», molesters that grope other passengers on the crowded trains. To protect the female population, women only wagons have been introduced during rush hours.</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<h1> 6</h1>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" title="SONY DSC" src="http://mscellophan.files.wordpress.com/2012/01/dsc044332.jpg?w=300" alt="" width="540" height="360" /></p>
<p><em>More than 15‘000 staff keep the Tokyo subway system running. «It is an exhausting job», Shinya Kato explains. «Workers have to have spiritual strength to work as railway employees».</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<h1> 7</h1>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" title="SONY DSC" src="http://mscellophan.files.wordpress.com/2012/01/dsc044072.jpg?w=300" alt="" width="540" height="360" /></p>
<p><em>Trains in Japan run on time and many commuters plan their travels down to the minute. Those people prefer to board the trains just before the doors close, meaning that they are the first to get off again.</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<h1> 8</h1>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" style="border-width: 0px;" title="SONY DSC" src="http://mscellophan.files.wordpress.com/2012/01/dsc044501.jpg?w=300" alt="" width="540" height="360" /></p>
<p><em>Suicide is another problem for the operators of the Tokyo subway. To discourage people to throw themselves in front of a train, the rail companies charge the family of the deceased a penalty for the disruption of the service.</em></p>
<div></div>
<div>
<p>______________________________________________</p>
<h1>MEHR DAZU</h1>
<ul>
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		<title>Tokyo in 10 Tagen Teil 2</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Jan 2012 14:23:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Svenja Huber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Abroad]]></category>

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		<description><![CDATA[4. Januar Am Mittwoch besuchten wir Shibuya. Dieser Stadtteil Tokyos war früher DAS Vergnügungsquartier der Stadt; heute hat es Konkurrenz durch Shinjuku (als etwas ‘reifere’ Version) und Roppongi (Nachtleben) erhalten. Aber gerade für die jüngere Generation ist Shibuya noch immer ein aufregender Spielplatz. Die grossen Strassen werden von schrillen Leuchtreklamen in ein tanzendes Farbenspiel getaucht, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="fblike_button" style="margin: 10px 0;"><iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fwww.prisma-hsg.ch%2Fblog%2Fabroad%2Ftokyo-in-10-tagen-teil-2%2F&amp;layout=button_count&amp;show_faces=false&amp;width=450&amp;action=like&amp;colorscheme=light" scrolling="no" frameborder="0" allowTransparency="true" style="border:none; overflow:hidden; width:450px; height:25px"></iframe></div>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.prisma-hsg.ch/blog/?p=5775"><img class="aligncenter" title="Hachiko-Bus" src="http://svenjapan.files.wordpress.com/2012/01/img_4684.jpg?w=300&amp;h=158" alt="Hachiko-Bus" width="300" height="158" /></a></p>
<p><em>4. Januar</em></p>
<p>Am Mittwoch besuchten wir Shibuya. Dieser Stadtteil Tokyos war früher DAS Vergnügungsquartier der Stadt; heute hat es Konkurrenz durch Shinjuku (als etwas ‘reifere’ Version) und Roppongi (Nachtleben) erhalten. <span id="more-5775"></span>Aber gerade für die jüngere Generation ist Shibuya noch immer ein aufregender Spielplatz. Die grossen Strassen werden von schrillen Leuchtreklamen in ein tanzendes Farbenspiel getaucht, von Lautsprecherfahrzeugen mit Werbebotschaften beschallt, und zu jeder Tageszeit ausser vielleicht vor 11:00 morgens drängeln sich tausende Menschen durch das verwinkelte Gassennetz. In Shibuya geht’s auch oft mal steil rauf und runter, was dem Stadtbild noch einen weiteren Hauch von Chaos verleiht. Nebst teuren Markengeschäften wie OIOI Marui und Parco, gibt es auch kleinere individuelle Labels die hier ihre Ware präsentieren. Shibuya ist nicht umsonst einer der Hotspots für Fashionistas, eine Art Quelle für neue Trends in  Kultur, Mode und Style. Das sieht man auch an den, für europäischen Geschmack bizarr gekleideten jungen Japanern, die hier in höherer Konzentration vorkommen als sonstwo. Ausserdem gibt es eine Unmenge von Cafés, Bars und Restaurants und ich übertreibe nicht wenn ich behaupte, dass hier für jeden Geschmack etwas zu finden ist. Natürlich kann man auch in Shibuya um die falsche Ecke biegen, und befindet sich dann entweder in einer ziemlich heruntergekommenen Gasse, wo nichts mehr von der Schillerwelt der Einkaufsstrassen übrig ist, oder aber auf dem Love Hotel Hill, wo sich die berühmt-berüchtigten Liebeshotels aneinanderreihen. Wir bummelten gemütlich einige Stunden durch dieses Stadtchamäleon, und wünschten uns oft mindestens ein zusätzliches Augenpaar, um ja nichts zu verpassen. Natürlich statteten wir auch der Hachiko-Statue den obligaten Besuch ab. Hachiko war ein Hund, der jeden Tag am Bahnhof von Shibuya die Rückkehr seines Herrchens von der Arbeit erwartete, und diesen Brauch treu sogar 7 Jahre lang nach dem Tod des Herrchens fortsetzte, bis er selber starb. Zum Gedenken an diese unerschütterliche Treue haben die Japaner dem Hund eine Statue gleich neben dem Bahnhof gewidmet.</p>
<p>Nach dem Besuch dieser Wunderwelt ging es weiter nach Roppongi, wo wir uns mit Jessica zu einem Museumsbesuch treffen wollten. Für die Kuniyoshi Ausstellung wurde zu der Zeit in ganz Tokyo heftig geworben, so dass auch unsere Neugier geweckt worden war. Kuniyoshi war ein Künstler der Edo-Zeit, der in seinem Leben eine Unmenge japanischer Farbholzschnitte geschaffen hat. Das heisst, er hat die Tuschezeichnung geliefert, während Holzschnitter und Drucker die Holzschnitte anfertigten. Ansonsten wäre eine solche Fülle  von Werken wohl kaum möglich gewesen. Seine Holzschnitte sind auf der ganzen Welt bekannt, und ihr habt bestimmt auch schon das eine oder andere Abbild davon gesehen.</p>
<div id="attachment_355"><img class="aligncenter" title="ein Wal von Kuniyoshi" src="http://svenjapan.files.wordpress.com/2012/01/tumblr_l8wr7ztsri1qdzw7j.jpg?w=300&amp;h=143" alt="ein Wal von Kuniyoshi" width="300" height="143" /></div>
<p>Der Rundgang dauerte 1,5 Stunden, obwohl wir jedes Bild nur einige Sekunden betrachten konnten – es waren nämlich so viele Besucher in der Ausstellung, dass man dicht an dicht mit anderen Kulturinteressierten stand, und sich in einer Schlange fortbewegte. Da konnte man schlecht minutenlang alles aufhalten. Da ich auch schon in anderen Museen war, die (wie bei uns) nur spärlich besucht waren (was viel angenehmer ist), hat mich dieser Andrang sehr überrascht, und den Besuch natürlich gleich aufgewertet („das muss ja eine ausserordentlich gute Ausstellung sein!“). Es war auch wirklich eindrücklich, vor allem der Gedanke, dass all die feinen Details einmal aus Holz geschnitzt worden waren – kaum zu glauben!</p>
<p>Die Ausstellung war übrigens im Mori Museum, einem Teil des riesigen Roppongi Hills Turmes, in dessen Vorhof auch die Maman-Spinne steht:</p>
<div id="attachment_356"><img class="aligncenter" title="Maman-Spinne" src="http://svenjapan.files.wordpress.com/2012/01/img_4692.jpg?w=224&amp;h=300" alt="Maman-Spinne" width="224" height="300" /></div>
<p>Und noch die Aussicht von Roppongi nach Osten zum Tokyo Tower:</p>
<div id="attachment_357"><img class="aligncenter" title="Tokyo Tower in der Ferne" src="http://svenjapan.files.wordpress.com/2012/01/img_4694.jpg?w=300&amp;h=224" alt="Tokyo Tower in der Ferne" width="300" height="224" /></div>
<p>Und das Roppongi Hills in der Dunkelheit, als wir aus der Ausstellung kamen:</p>
<div id="attachment_358"><img class="aligncenter" title="der Roppongi Hills Komplex" src="http://svenjapan.files.wordpress.com/2012/01/img_4701.jpg?w=224&amp;h=300" alt="der Roppongi Hills Komplex" width="224" height="300" /></div>
<p>Nach dem Museumsbesuch waren wir an diesem Abend nicht nur körperlich, sondern auch geistig erschöpft. Jessica, die Japanologie studiert, hatte uns nämlich sehr viel über die Inhalte der Bilder erzählen können (z.B. geht es oft um Dämonen und Geister, und dazu gibt es viele Geschichten). Es ist wirklich bewundernswert, wieviel sie über Japan weiss, und ich bin ihr sehr dankbar, dass sie stets mit grosser Geduld jede Frage beantwortet, auch wenn sie ihr noch so banal erscheinen mag.</p>
<p><em>5. Januar</em></p>
<p>Über diesen Tag werde ich hier nicht allzu viel berichten, das war nämlich unser Mädels-Shopping-Tag. Das heisst Jessica, Alessia und ich zogen durch Harajuku und dann weiter nach Ikebukuro, um uns die neusten japanischen Trends anzuschauen, und natürlich das eine oder andere auch zu erstehen, wobei natürlich stehts die Gepäcklimite drohend am Rückreisehorizont lauert. Im Fall von Alessia kommt da noch die Einfuhrsteuer hinzu; mir als Langzeitaufenthalter bleibt das hoffentlich erspart. Etwas erwähnenswertes gibt es dennoch, und zwar bezüglich der ‘Verkaufskultur’ in Japan. Die ist nämlich ganz anders als in Europa. Während man bei uns Wert auf eine angenehm ruhige, entspannte Atmosphäre, oder je nach Stil auf passende Musik legt, wird in Japan lauthals um Kunden geworben. In Harajuku, in der Takeshita Dôri, steht vor fast jedem Geschäft ein Verkäufer auf einem Podest und brüllt die aktuellen Aktionen in die Menge. In den Läden drinnen schreien die Verkäuferinnen mit ihren nervtötend hohen Stimmen ihr ewiges „Bitte schauen Sie sich um“. Besonders an Neujahr, mit dem Start des Januar-Sale, ist der Lärmpegel oft fast unerträglich. Als wir nach Ikebukuro weiterzogen und dort in einem Einkaufszentrum durch die Läden spazierten, sahen wir sogar Verkäuferinnen mit Megaphonen. Da wurde dann plötzlich ein ‘Time-Sale’ (also ein begrenzter Rabatt, z.B. ab jetzt für 30 Minuten alles nochmal 10% reduziert) angekündigt, und der entsprechende Laden gestürmt.</p>
<p><em>6. Januar</em></p>
<p>Nach all der Aufregung des vorherigen Tages freuten wir uns nun umso mehr auf etwas Natur und Langsamkeit. Wir hatten nämlich beschlossen, ein, zwei japanische Gärten zu besuchen. Der erste stand heute auf dem Programm: der Koishikawa-Korakuen Garten, im Norden gelegen. Es war auch mein erster Garten-Besuch, irgendwie ist mir die Idee vorher nicht gekommen. Für knapp 3.- Eintritt spazierten wir etwa 2 Stunden durch die herrliche Anlage und genossen die verschiedenen Grün- und Blautöne von Pflanzen, Wasser und Himmel, denn nach wie vor war das Wetter prächtig. Ich glaube, diesem Ausflug werden Bilder eher gerecht als Worte:</p>
<div id="attachment_359"><img class="aligncenter" title="Teich im Garten, mit dem Tokyo Dome im Hintergrund" src="http://svenjapan.files.wordpress.com/2012/01/img_4730.jpg?w=224&amp;h=300" alt="Teich im Garten, mit dem Tokyo Dome im Hintergrund" width="224" height="300" /></div>
<div></div>
<div id="attachment_360"><img class="aligncenter" title="Aussicht im Park" src="http://svenjapan.files.wordpress.com/2012/01/img_4770.jpg?w=224&amp;h=300" alt="Aussicht im Park" width="224" height="300" /></div>
<div></div>
<div id="attachment_361"><img class="aligncenter" title="eine schöne rote Brücke" src="http://svenjapan.files.wordpress.com/2012/01/img_4834.jpg?w=224&amp;h=300" alt="eine schöne rote Brücke" width="224" height="300" /></div>
<p><em>7. Januar</em></p>
<p>Der gestrige Garten hatte es uns so angetan, dass wir am nächsten Tag gleich noch einen aufs Programm setzten. Der Hama-Rikyû Garten ist im Südosten gelegen, bei Shimbashi. Nachdem wir wiederum 3.- Eintritt bezahlt hatten, bekamen wir je ein Paar Kopfhörer und ein Umhängegerät, das uns den Weg durch den Garten zeigte und uns derweil mit Informationen zu Geschichten aus der Edo-Zeit unterhielt. Es war äusserst angenehm, denn überall im Garten waren versteckt Funkstationen angebracht, die, wenn man in ihre Nähe kam, die nächste Information auslösten. In diesem Garten hatte es auch drei Teehäuser, die, mit viel Holz innen und aussen verkleidet, herrlich ins Bild passten. So ein Spaziergang ist die reinste Erholung für Gemüt und Auge!</p>
<div id="attachment_362"><img class="aligncenter" title="Hama-Rikyû Park" src="http://svenjapan.files.wordpress.com/2012/01/img_4940.jpg?w=300&amp;h=224" alt="Hama-Rikyû Park" width="300" height="224" /></div>
<div></div>
<div id="attachment_363"><img class="aligncenter" title="und nochmal" src="http://svenjapan.files.wordpress.com/2012/01/img_4947.jpg?w=300&amp;h=224" alt="und nochmal" width="300" height="224" /></div>
<p><em>8. Januar</em></p>
<p>Sonntag, Ruhetag? Nicht für Touristen in Tokyo! Heute waren endlich wieder einmal ein paar Attraktionen angesagt. Zuerst ging es nach Norden ins Ueno-Distrikt, bekannt für seinen Park und Zoo. Im Park zeigte ich meinen Geschwistern die drei nahegelegenen Schreinanlagen – der Bogengang gefiel ihnen besonders gut:</p>
<div id="attachment_367"><img class="aligncenter" title="ein kleiner Torii-Bogengang im Ueno-Park" src="http://svenjapan.files.wordpress.com/2012/01/img_4997.jpg?w=224&amp;h=300" alt="ein kleiner Torii-Bogengang im Ueno-Park" width="224" height="300" /></div>
<p>Danach besuchten wir den Zoo, und dieses Mal waren die Pandas wach und aktiv. Das ist einerseits super, weil interessant, andererseits hat das Ganze auch einen Nachteil: Einen Runden drehenden Panda wollen einfach ALLE sehen, und es wird dementsprechend schwieriger, einen Blick zu erhaschen, von Fotos ganz zu schweigen.</p>
<div id="attachment_368"><img class="aligncenter" title="Panda im Ueno Zoo" src="http://svenjapan.files.wordpress.com/2012/01/img_5002.jpg?w=300&amp;h=224" alt="Panda im Ueno Zoo" width="300" height="224" /></div>
<p>Auf dem Weg zurück ins Zentrum von Tokyo, nach Iidabashi zum Yasukuni Schrein, zwang ich meine Geschwister noch dazu, japanische Süssigkeiten zu probieren: Dango und Daifuku, beides unter anderem aus Mochi (Reiskuchen, wobei Kuchen meiner Meinung nach eine völlig falsche Vorstellung vermittelt. Mochi ist eher eine zähe, klebrige Masse, die sich beim Essen noch ausdehnt). Leider fanden die Leckereien bei Raphael und Alessia weniger Anklang als erwartet, wobei sich meine Erwartung aus der Tatsache ergab, dass ich diese Speisen liebe. Je näher mein Abreisetag kommt, desto mehr steigt mein Konsum typisch japanischer Esswaren, und mir graut jetzt schon vor dem Tag wo mir mein Vorrat, den ich auf jeden Fall irgendwie in die Schweiz importieren möchte, zu Ende geht… Aber genug der Süsse und zurück zu Ernsthafterem. Der Yasukuni Schrein ist ja, wie ich wahrscheinlich auch schon mal erwähnt habe, den Kriegstoten gewidmet, und daher besonders im Ausland sehr umstritten, dafür bei Nationalisten und Patrioten umso beliebter. Neben dem Schrein befindet sich auch ein Kriegsmuseum, das wir zusammen besuchten. Darin befindet sich eine riesige Ausstellung über die Kriegsgeschichte Japans, mit unzähligen Kriegsartefakten, die von Samurairüstungen und -schwertern über die ersten Gewehre bis zu Panzer des 1. und Flugzeuge des 2. Weltkriegs reichen. Leider waren Fotos verboten, und nur ein Bruchteil der ausführlichen Erklärungstexte in Englisch. Ausserdem hatten wir etwas spät angefangen, so dass wir nur eineinhalb Stunden Zeit hatten – wir hätten gerne das Doppelte oder Dreifache investiert, so interessant war das Ganze.</p>
<div id="attachment_369"><img class="aligncenter" title="japanisches Kriegsflugzeug" src="http://svenjapan.files.wordpress.com/2012/01/img_5027.jpg?w=300&amp;h=224" alt="japanisches Kriegsflugzeug" width="300" height="224" /></div>
<p>Hiermit endet Teil 2 der Rückschau auf unser Tokyo-Sightseeing-Programm. Der nächste Teil wird hauptsächlich unserem Ausflug nach Nikkô ausserhalb von Tokyo gewidmet sein, abgerundet mit dem Schluss unserer gemeinsamen Zeit.</p>
<p>______________________________________________</p>
<p><strong>MEHR DAZU</strong><strong></strong></p>
<ul>
<li><strong>Blog: </strong><a href="http://www.prisma-hsg.ch/blog/abroad/tokyo-in-10-tagen-teil-1/">Tokyo in 10 Tagen Teil 1</a></li>
<li><strong>Heft: </strong><a href="http://www.prisma-hsg.ch/heft/details/2341/Den-eigenen-Ueberzeugungen-treu-bleiben">Den eigenen Überzeugungen treu bleiben</a><strong><br />
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<li><strong>Blog: </strong><a href="http://www.prisma-hsg.ch/blog/leben/have-you-met-ted/">Have you met TED?</a><strong><br />
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</ul>
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		<title>Tokyo in 10 Tagen Teil 1</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Jan 2012 16:13:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Svenja Huber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Abroad]]></category>

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		<description><![CDATA[Liebe Leser, Seht ihr es, das grünliche Ding da? Meinem Gewissen ist tatsächlich etwas schlecht, nachdem ich euch so lange hab warten lassen. Das Programm der ersten drei Wochen des neuen Jahres war aber auch äusserst eng und erlaubte nur wenig Zeit vor dem Computer. Am 31. Dezember frühmorgens nahm ich den Bus zum Narita [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="fblike_button" style="margin: 10px 0;"><iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fwww.prisma-hsg.ch%2Fblog%2Fabroad%2Ftokyo-in-10-tagen-teil-1%2F&amp;layout=button_count&amp;show_faces=false&amp;width=450&amp;action=like&amp;colorscheme=light" scrolling="no" frameborder="0" allowTransparency="true" style="border:none; overflow:hidden; width:450px; height:25px"></iframe></div>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.prisma-hsg.ch/blog/?p=5748"><img class="aligncenter" title="Hauptstrasse in Kasai" src="http://svenjapan.files.wordpress.com/2012/01/img_4291.jpg?w=224&amp;h=300" alt="Hauptstrasse in Kasai" width="224" height="300" /></a></p>
<p>Liebe Leser,</p>
<p>Seht ihr es, das grünliche Ding da? Meinem Gewissen ist tatsächlich etwas schlecht, nachdem ich euch so lange hab warten lassen. Das Programm der ersten drei Wochen des neuen Jahres war aber auch äusserst eng und erlaubte nur wenig Zeit vor dem Computer. <span id="more-5748"></span>Am 31. Dezember frühmorgens nahm ich den Bus zum Narita Flughafen, um meine beiden Geschwister Raphael und Alessia in Empfang zu nehmen. Vielleicht war es die Wiedersehensfreude, aus irgendeinem Grund scheiterte ich gleich schon mal als Touristenführer, indem ich uns auf dem falschen Deck auf den Bus warten liess. Wir verpassten den Bus und verbrachten infolgedessen fast zwei weitere Stunden ungeplant am Flughafen. Meine Geschwister nahmen die Panne dankenswerterweise mit Humor.</p>
<p>Nachdem wir es dann doch noch per Bus nach Tokyo geschafft hatten, zeigte ich ihnen als erstes Kasai, meinen Wohnort. Obwohl in meinen Augen natürlich wenig aufregend, beeindruckte der Pendler-Vorort meine Geschwister doch ziemlich, mit den japanischen Schriftzeichen überall, den vielen Velofahrern auf den Trottoirs, den mit zum Teil kuriosen (Ess-)Waren vollgestopften Geschäften und riesigen (zwar etwas schäbigen und architektonisch wenig ästhetischen) Wohnkomplexen.</p>
<p><em>1. Januar</em></p>
<p>Vielleicht zum Anfang noch ein paar Worte zum japanischen Neujahr (‘shougatsu’). Dieses erstreckt sich in der Regel über die ersten drei Tage des neuen Jahres. Touristen wird eigentlich davon abgeraten, an Neujahr nach Japan zu reisen, weil ausserordentlich viele Geschäfte, Sehenswürdigkeiten und Restaurants geschlossen sind und Japans Verkehrswege aufgrund des Inlandtourismus nur so ächzen. Die Japaner pilgern nämlich in Scharen zu  Schreinen und Tempeln fürs ‘hatsumoude’, den ersten Schreinbesuch des neuen Jahres. Die bekannten Schreinanlagen sind dementsprechend gerammelt voll. Dessen ungeachtet besuchten wir am Sonntag, 1. Januar, den Sensouji-Tempel in Asakusa, ein Wahrzeichen Tokyos. Wie erwartet hatten tausende Japaner das Gleiche vor, und so bewegten wir uns im Schneckentempo durch die Nakamise mit ihren vollgestopften Souvenirläden in Richtung Tempel. Aber ebenso erwartungsgemäss war alles bestens organisiert, mit Absperrungen, Hinweisschildern („bitte langsam und vorsichtig geradeaus gehen“, „bitte etwas warten“) und enorm viel Personal.</p>
<div id="attachment_323"><img class="aligncenter" title="Menschenstrom zum Sensouji" src="http://svenjapan.files.wordpress.com/2012/01/img_4324.jpg?w=300&amp;h=224" alt="Menschenstrom zum Sensouji" width="300" height="224" /></div>
<p>Als wir endlich, zwischen andere Besucher gequetscht, im Tempel standen, war da kein Durchkommen nach vorne. Jeder möchte nämlich seine 5-Yen Münze in die Schreintruhe werfen, um zu beten. Wir bewegten uns osmose-artig geduldig nach vorne, während andere ihr Geld kurzum in hohem Bogen über die Menge hinwegwarfen (und nicht immer trafen). Nachdem wir unsere Münzen treffsicher aus immerhin 3 Metern Entfernung eingelocht hatten, verliessen wir den Tempel durch den Seitenausgang und fanden uns inmitten von Essständen wieder. Hier stärkten wir uns mit okonomiyaki (gebratenes Gemüse mit Ei und Omelett), bevor wir uns je ein omikuchi (Glückshoroskop) ergatterten. Ich zog leider das ‘allerletzte Glück’, also das kleinstmögliche, aber immerhin kein ‘Unglück’. Trotzdem knotete ich es nach japanischer Art an die dafür vorgesehenen Fäden, damit ein Priester es am Ende des Tages abholt und dafür betet, dass es nicht eintritt. Manch einer findet den Anblick der hunderten von Papierknoten vielleicht tröstend (im Wissen, dass man nicht als einziger Pech hatte).</p>
<p>Danach gings zurück zum Bahnhof und an diesem vorbei ans Flussufer des Sumida Flusses. Von dort aus kann man nämlich wunderbar das Asahi-Bier Gebäude fotografieren, auf dessen Dach ein goldener Bierschaumtropfen thront. Zu dieser Auffassung gelangt man aber nur durch Vorwissen, denn tatsächlich sieht das Konstrukt eher wie ein Häufchen aus – die Japaner nennen das Gebäude dementsprechend ‘kin no unko’ („goldener Kothaufen“).</p>
<div>
<div id="attachment_318"><img class="aligncenter" title="das Asahi-Bier Gebäude" src="http://svenjapan.files.wordpress.com/2012/01/img_4341.jpg?w=300&amp;h=224" alt="das Asahi-Bier Gebäude" width="300" height="224" /></div>
</div>
<p>Danach fuhren wir nach Ginza, spazierten die lange Chuô-Dori entlang und bestaunten die kunstvollen bestückten Schaufenster. Ausserdem sahen wir vor einem Geschäft eine lange Schlange Wartender, die es sich am Boden auf Decken und in Schlafsäcken gemütlich gemacht hatten. Ich hatte eine Vermutung, und ein späteres klärendes Gespräch mit einer japanischen Freundin bestätigte diese: Diese Leute würden hier übernachten, um am nächsten Tag bei Ladenöffnung die ersten zu sein, die das Geschäft betreten und sich ein ‘Fukuro’ schnappen konnten. ‘Fukuro’, kurz für ‘fuku-bukuro’ („Glücks-Beutel“), sind eine Art Wundertüten, die ausschliesslich an den ersten 3-5 Tagen des neuen Jahres erhältlich sind. Sie haben einen fixen Preis (von 50.- in kleineren Shops bis 500.- in Markenläden), und man weiss nicht was drinnen steckt. Meist übertrifft der Wert des Inhalts jedoch den Kaufpreis, und deshalb sind die Fukuro ein absoluter Renner. Mit Auswirkungen, die bei Nicht-Japanern garantiert Stirnrunzeln hervorrufen. Warum eine ganze Nacht in der Kälte verbringen, nur um etwas ‘blind’ zu kaufen, also ohne zu wissen, ob es einem schlussendlich gefällt? Neujahr ist in den Läden sowieso eine turbulente Zeit, doch dazu später mehr. Wir jedenfalls waren froh, zurück im Hotel respektive Wohnheim mit der Tür die Kälte aussperren zu können.</p>
<p><em>2. Januar</em></p>
<p>Relativ spontan entschlossen wir uns am Montagmorgen, den Neujahrsgruss des Kaisers im Palastgarten zu sehen. Dieser Teil des kaiserlichen Anwesens ist nur an zwei Tagen im Jahr der Öffentlichkeit zugänglich, am Geburtstag des Kaisers (23. Dez.) und am 2. Januar zum Neujahrsgruss. Wie immer war alles bestens organisiert: die Besucher wurden gebeten, ihre Taschen für das Sicherheitspersonal zu öffnen, Flaschen abzugeben, und sich abtasten zu lassen. Danach durfte man sich einreihen, um in den Palastgarten zu gehen.</p>
<div id="attachment_324"><img class="aligncenter" title="Eingang zum Kaiserpalast" src="http://svenjapan.files.wordpress.com/2012/01/img_4392.jpg?w=300&amp;h=224" alt="Eingang zum Kaiserpalast" width="300" height="224" /></div>
<div></div>
<div id="attachment_325"><img class="aligncenter" title="im Palastgarten" src="http://svenjapan.files.wordpress.com/2012/01/img_4401.jpg?w=300&amp;h=224" alt="im Palastgarten" width="300" height="224" /></div>
<p>So kamen wir unerwartet rasch vor den Kaiserpalast zu stehen, mit dem Balkon auf dem sich die Kaiserfamilie fünfmal präsentieren würde. Wir kamen zur 4. Runde, mussten nur 1,5 Stunden warten, und hatten einen ziemlich guten Platz genau in der Mitte. Als die komplette Kaiserfamilie den Balkon betrat, gab es ‘Banzai’-Rufe und tüchtiges Fahnengewedel, das auf ein Zeichen hin sofort wieder erstarb. Dann sprach der Kaiser. Natürlich wenig Sensationelles, aber er sagte, dass das letzte Jahr trotz der Schwierigkeiten ein gutes Jahr war, und dass das japanische Volk gemeinsam für Glück im neuen Jahr beten solle. Unter erneutem begeistertem Fahnengewedel verabschiedete sich die Kaiserfamilie schliesslich winkend, und wir zogen durch den sonst unbetretbaren Teil des Palastgartens davon. Für mich war es ein berührendes Erlebnis zu sehen, wie die Worte eines mir ganz normal erscheinenden, alten, freundlichen Mannes die Herzen der versammelten Japaner streifte, und ihnen Mut zusprach.</p>
<div id="attachment_320"><img class="aligncenter" title="Neujahrsgruss des Kaisers" src="http://svenjapan.files.wordpress.com/2012/01/img_4420-2.jpg?w=300&amp;h=224" alt="Neujahrsgruss des Kaisers" width="300" height="224" /></div>
<p>Den Rest des Tages verbrachten wir im Süden Tokyos, wo wir durch die Tempelanlage des Zojoji spazierten, um wenig später am Fuss des Tokyo Towers zu stehen kamen. Der dem Eiffelturm ähnelnde Tokyo Tower ist 300m kürzer als der Sky Tree, dafür besteigbar. Und so nahmen wir die Stufen zum ersten Aussichtsdeck (145m) zu Fuss. Oben angekommen genossen wir fast zwei Stunden lang die Aussicht auf die endlos scheinende Megacity (inklusive Fuji!), in ständig wechselndem Licht:</p>
<div id="attachment_338"><img class="aligncenter" title="Fujiyama am Horizont" src="http://svenjapan.files.wordpress.com/2012/01/img_4476.jpg?w=300&amp;h=224" alt="Fujiyama am Horizont" width="300" height="224" /></div>
<div id="attachment_339"><img class="aligncenter" title="Abenddämmerung" src="http://svenjapan.files.wordpress.com/2012/01/img_4506.jpg?w=224&amp;h=300" alt="Abenddämmerung" width="224" height="300" /></div>
<p><img class="aligncenter" title="im Abendlicht" src="http://svenjapan.files.wordpress.com/2012/01/img_4520.jpg?w=224&amp;h=300" alt="im Abendlicht" width="224" height="300" /></p>
<p>Da wir das Tageslicht und den Sonnenuntergang verpasst hatten, wollten wir uns die Fahrt aufs höhere Deck (250m) für ein andermal aufsparen. So stiegen wir die Stufen wieder hinab, und hatten den Turm bald im Rücken, mit dem Neujahrsschriftzug ’2012′ auf Höhe der 1. Plattform.</p>
<div id="attachment_322"><img class="aligncenter" title="der Tokyo Tower" src="http://svenjapan.files.wordpress.com/2012/01/img_4549.jpg?w=224&amp;h=300" alt="der Tokyo Tower" width="224" height="300" /></div>
<p><em>3. Januar</em></p>
<p>Am Dienstag führte ich meine Gäste nach Shinjuku, zur eigentlichen Skyline Tokyo’s, nachdem wir diese bisher nur von weitem und aus der Höhe gesehen hatten. Wir erkundeten zuerst das Wolkenkratzerviertel, mit dem prominenten Präfekturverwaltungsgebäude und den Bürogiganten von grossen Firmen wie Mitsui.</p>
<div id="attachment_344"><img class="aligncenter" title="Wolkenkratzer in Shinjuku" src="http://svenjapan.files.wordpress.com/2012/01/img_45702.jpg?w=224&amp;h=300" alt="Wolkenkratzer in Shinjuku" width="224" height="300" /></div>
<p>Indem wir den Bahnhof durchquerten, wechselten wir auf die andere Seite Shinjuku’s, die einen grossartigen Kontrast zum kühlen, steifen und stillen Wolkenkratzerviertel bietet. Hier ist das Kabuki-cho, gewundene Ladenstrassen (in denen man sich auch mal ins nahe Schwulen-Viertel verirren oder Yakuza-Mafiosi antreffen kann), Leuchtreklamen und allerlei Vergnügungsmöglichkeiten. Allerdings waren die meisten Geschäfte noch immer geschlossen, obwohl verschiedene Informationsquellen die Neujahrsflaute auf den 1.-2. Januar beschränkten. Wir fanden aber doch ein paar interessante Geschäfte, und bewegten uns konsequent in Richtung Yoyogi-Park mit dem sich darin befindlichen Meiji Schrein. Nach der ungewöhnlichen Stille in Shinjuku, war dieser ausserordentlich belebt. Als wir in den Weg zum Schrein einbogen, fanden wir uns am Ende einer gigantischen Warteschlange, wo normalerweise nur vereinzelte Spaziergänger und Schreinbesucher anzutreffen sind. Etwas überrascht reihten wir uns erstmal ein, während ich versuchte, die Schriftzeichen der Banner links und rechts zu entziffern, um herauszufinden was der Anlass für dieses ausserirdische Gedränge war. Bald war klar: Es ist das Zusammentreffen von hatsumoude und dem 100-jährigen Jubiläum der Einschreinung (weiss leider kein anderes Wort dafür) von Kaiser Meiji, der 1912 verstarb. Grund genug für Tausende Japaner, stundenlang anzustehen, aber für uns? Die Entscheidung wurde uns abgenommen, denn mittlerweile hatte man hinter uns aufgeschlossen, und wir waren nun Bestandteil der trägen Masse. So ging es schleppend vorwärts, bis, bereits nach der Dämmerung, irgendwann ganz vorne ein Schild auftauchte: „noch 200m“. Wie tröstlich, immerhin waren wir in der letzten Stunde etwa 100m vorangekommen.</p>
<div id="attachment_343"><img class="aligncenter" title="Torii, dahinter das Tor zur Tempelanlage" src="http://svenjapan.files.wordpress.com/2012/01/img_46371.jpg?w=300&amp;h=224" alt="Torii, dahinter das Tor zur Tempelanlage" width="300" height="224" /></div>
<p>Das Torii, das den Schrein ankündigt, und dahinter das Tor zur Schreinanlage. So ging es geduldig weiter, bis wir es irgendwann hineingeschafft hatten. Im Innern wurden die Besucher gestaffelt zum Schrein vorgelassen (wiederum verbunden mit zum Teil waghalsigen Münzwürfen). Wir ersparten uns das Gedränge dieses Mal; es gab sonst genug zu sehen: junge Frauen in prachtvollen Kimonos, zahlreiche Holzstände mit an Fäden geknoteten Unglücks-omikuchi, und die traditionellen geschmückten Neujahrs-Pfeile, die man kaufen kann. Wir waren alle beeindruckt von diesem Massenandrang, ich besonders, da ich diese Anlage sonst als Oase der Ruhe kenne. So fanden wir, als wir uns auf den Weg nach Harajuku machten, dass es das lange Warten wert war. In Harajuku spazierten wir noch durch die quirlige Takeshita-Dôri, und fanden die Strassen noch immer weihnachtlich beleuchtet vor.</p>
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<p><strong>MEHR DAZU</strong><strong></strong></p>
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