26.11.09 / Bildung für alle? – Nein.

Von Marcel.

An der HSG kann man sich Studienproteste momentan kaum vorstellen, aber auch in “linkeren” Universtitäten stossen sie auf wenig Resonanz. Warum ist dem so?

In der Schweiz gab es nie eine Bewegung “Bildung für alle” und daher studieren tendenziell nur die ohnehin schon mit gebildeten/reichen Eltern gesegneten hier. Damit beschäfigt sich der Artikel “Immun gegen Proteste” in der ZEIT.

In dieses Bild passt es, dass die Reaktionen auf eine mögliche Studiengebührenverdoppelung im Kanton Zürich bisher auch gemässigt ausgefallen sind.

“Bildung ist eine Investition, eine private Investition. Man kann ein höheres Einkommen erzielen mit einer akademischen Bildung.”

Sebastian Brändli, Generalsekretär des ETH-Rates

Mit diesem Verhalten nimmt man es in Kauf, dass die Schweiz auch in Zukunft auf Zuwanderung durch Fachkräfte angewiesen bleibt. Durch den Medizinertest gibt es zu wenig Schweizer Ärzte in der Zukunft (Link).

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2 Kommentare zu “Bildung für alle? – Nein.”

  1. Max Winkler sagt:

    Deine pauschale Schelte, nach der in der Schweiz tendenziell gebildetere und reichere studieren, kann so nicht vertreten werden.
    Mir ist kein anderes Land bekannt, in dem der duale Weg der Ausbildung so gut funktioniert wie hier. Es ist wohl richtig, dass der Bildungs- und Geldadel an den universitäten überdurchschnittlichen vertreten ist. Aber gerade der zweite Bildungsweg über Lehre, BMS und Fachhochschule, der von vielen “Durchschnittsschweizern” gewählt wird, begünstigt einen hohe allgemeine Bildung in der Bevölkerung.

  2. Marcel sagt:

    In Finnland legen das Abitur ab: 70%
    In Deutschland legen das Abitur ab: 38%
    In der Schweiz legen das Abitur ab: 19%

    Es ist keine pauschale Schelte, sondern nur ein Versuch zu verstehen, warum Studienproteste gerade wider dem Trend nicht aufkommen möchten.

    http://www.zeit.de/2008/50/DOS-Schweiz-Bildungssystem

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