01.04.10 / Verkauft! prisma wird Zürcher

Von Raffi Hirt.

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Nun ist es also soweit. Nach mehreren Wochen intensiven Verhandelns hinter verschlossenen Türen wurde heute bekannt gegeben, dass die Zürcher NZZ AG per nächstes Semester eine Aktienmehrheit am St. Galler Studierendenmagazin prisma erwerben wird. Entsetzt sieht sich Studentenschaftspräsident Sebastian Bekemeier Investoren mit einigen höheren finanziellen Mitteln – gemunkelt wird von einer Kaufsumme im siebenstelligen Bereich – gegenübergestellt und muss sein Brain Child prisma aufgeben. “Wir sind geschockt. Und enttäuscht. Doch es hat sich abgezeichnet. prisma war wie ein guter Fussballspieler bei einem mittelmässigen Schweizer Verein – irgendwann einfach nicht mehr haltbar. Aber das Leben geht weiter. Wir planen unsere Zukunft mit dem neuen offiziellen SHSG-Blatt DenkBar Campus.”

In einem Communiqué spricht sich der CEO der NZZ AG Albert P. Stäheli erfreut über die Akquise aus. Man hoffe, mit prisma eine qualitativ hochstehende Alternative zu den Gratiszeitungen der Konkurrenten Tamedia und Ringier erworben zu haben. Die prisma-Redaktion freut sich auf die zukünftige Mitarbeit im Konzern der alten Dame und hofft, den Studierenden der HSG auch weiterhin die besten, aktuellesten und interessantesten News bereitzustellen.

5 Kommentare zu “Verkauft! prisma wird Zürcher”

  1. Max Winkler sagt:

    Wie Informanten, die anonym bleiben wollen, berichten, habe der Präsident der SHSG bei Deal allerdings eine ambivalente Rolle gespielt. Gut informierte Kreise berichten von Provisionszahlungen im sechsstelligen Bereich zugunsten eines Nummernkontos einer kleineren St. Galler Stadtbank.

  2. Alex Križan sagt:

    Ich habe gehört, Tito Tettamanti und Roger Köppel seien ebenfalls an einer Übernahme interessiert gewesen, um den “gefährlichen wirtschaftsethischen Kurs”, den die prisma-Redaktion in den vergangenen Jahren eingeschlagen hat, zu stoppen. Ist an dem Gerücht etwas wahres dran?

  3. Raffi Hirt sagt:

    Von offizieller Seite wird dies zwar verneint, aber so ganz unter uns: Ähnlich wie in der Spiegel-Reportage (http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-69518852.html) beschrieben, fand Köppel den Weg zu den Verhandlungen nicht, da sein Navi versagte.

  4. ck sagt:

    Na ja, wenn man den Footer der prisma-Website liest, könnte man eher meinen, dass prisma zum Axel-Springer Verlag gehört, also nicht Zürcher, sondern – noch schlimmer – deutsch ist.

    • Michael Pum sagt:

      In Bezug auf die Website stimmt das sogar, aber das ist eine andere und vor allem längere Geschichte, die wir ja einmal bei einem Gegenbesuch erzählen können. ;)

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