
Das Gerücht
Archivierter Artikel von Ausgabe «prisma 330 - Drogen» (14.11.2010)
Für den Plan B wurden im A-Gebäude alle nötigen Schritte umgesetzt.
Lange konnte die Information geheim gehalten werden, jetzt kam die Wahrheit ans Licht. Wie schon von vielen Studenten bemerkt, wurde während der zweieinhalbjährigen Umbauzeit im A-Gebäude keine sichtbare Veränderung erwirkt. Die tatsächliche Renovation fand im Verborgenen statt: So dient das Hauptgebäude von nun an nicht mehr nur der Ausbildung der akademischen Jugend, sondern auch als militärische Abwehrbastion gegenüber Angriffen auf das schweizerische Staatsgebiet aus nördlicher und östlicher Richtung, ein Reduit der Neuzeit sozusagen.
Investigativen prisma-Reportern gelang es herauszufinden, dass die Betonwände des Baus zu diesem Zweck noch einmal verstärkt wurden und jetzt sowohl einem Erdbeben der Stärke 12 als auch einem atomaren Erstschlag standhalten können. Das Flachdach des Gebäudes wurde zum Start- und Landeplatz für Kampfhubschrauber umgebaut, die Dachterrasse kann im Ernstfall mit Flugabwehrgeschützen ausgestattet werden. Die unterirdischen Gänge wurden verbreitert, so dass Einsatzfahrzeuge problemlos zu manövrieren sind.Weiter wurde recherchiert, dass der Rektor einen persönlichen Aufzug besitzt, der ihn zu einem Sicherheitsgang 200 Meter unter der Universität bringt, durch den er, von Gestein geschützt, unbeschadet das ISC-Haus am Rosenberg erreicht. Der Notfallplan sieht weiter vor, dass der Rektor von dort aus mit einer Sicherheitskapsel direkt in den Bodensee geschossen werden kann, um dort in einer Tiefe von 250 Metern in einer Unterwasserstation 24 Monate auf eine Beruhigung der Lage zu warten.Wie ein Sprecher des schweizerischen Militärs gegenüber prisma bestätigte, bietet das renovierte A-Gebäude im Ernstfall Schutz für 1500 Personen und wurde bewusst schlicht gehalten, so dass den Betroffenen der Ernst der Lage jederzeit bewusst ist.
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