
Alternativer Sprechgesang at its best
Archivierter Artikel von Ausgabe «prisma 335 - Helden» (17.10.2011)
Und heute bin ich aufgewacht, Augen aufgemacht, Sonnenstrahlen im Gesicht, halte die Welt an und bin auf und davon», heisst es in einer seiner neusten Auskopplungen.
Lässt man sich auf die Welt ein, die Casper kontrastreich mit den 13 Tracks malt, fühlt man sich sofort in diese hineinversetzt. Seine musikalischen Erfahrungen sammelte der 29-jährige Bielefelder mit der rauchigen Stimme auf Freestyle-Conventions, wie auch in verschiedenen Punk- und Metalcorebands. Diese Offenheit widerspiegelt sich sowohl in seinen Texten als auch in der musikalischen Untermalung seiner lyrischen Ergüsse; beginnend mit einem energiegeladenen Opener (Der Druck steigt) über die melancholische Verarbeitung des Todes eines Freundes (Michael X) bis zu einem coolen Indie-Pop-Tune (Die letzte Gang der Stadt) meistert Casper den Crossover-Spagat mit einer Themenbreite, welche alle, die sich Rapper schimpfen, vor Neid erblassen lässt. XOXO, Casper Boy.

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