Premium Partner

Peitsche

Von Martin Schulz.

Vor kurzem war wieder einmal die angeblich legendärste Party in St. Gallen: die Bad Taste Party. Wer liebt es nicht, sich mal richtig gehen zu lassen und seine schlimmsten Sachen aus dem Schrank hervorzuholen, Oma um ihre Küchenschürze zu fragen oder eine Stippvisite ins Brockenhaus zu machen? Die Studenten gehören dort übrigens schon zur Stammkundschaft, und mir wurde beim Bezahlen viel Spass beim Feiern gewünscht.

Die Verkleidungsaktion hielt natürlich, was sie im Vorfeld versprach. Mangelnde Kreativität kann man uns Studenten nicht vorwerfen. Und obwohl sich ganze Horden von pinken Leggins und allerlei Leder im Elephant einfanden, verdienen die Organisatoren der Bad Taste Party diesmal eine Peitsche.

Der Vorverkauf lief nicht ganz so, wie erwünscht, obwohl dem Hausdienst die Schuld dafür in die Schuhe geschoben wurde. Leute, die AC-Mitglieder sind, waren nicht auf der Gästeliste und mussten sowieso draussen anstehen. Der Club war um elf Uhr schon gerammelt voll, um drei aber schon wieder halb leer. Ob es wohl an der Musik lag, welche anscheinend auf Repeat lief? Und was passierte eigentlich mit dem Bad Taste Contest? War dies nicht einer der wichtigsten Gründe, warum wir uns alle bis zur Lächerlichkeit verkleidet hatten? Wollte der AC etwa ein Zeichen gegen Konkurrenzverhalten und Wettbewerb setzen?

Es bleibt nur zu hoffen, dass sich die Veranstalter nächstes Jahr nicht mehr auf ihren Lorbeeren ausruhen – und die legendärste Party wieder hält, was sie verspricht.

Diesen Artikel kommentieren

Du kannst auf einen spezifischen Kommentar antworten, indem du auf den "Antworten"-Link unterhalb eines Kommentars klickst.

Zurück zum Artikel
Alle Ausgaben: