
Zuckerbrot
Strategische Studienplanung ist an der HSG fast ein so wichtiges Thema wie Geld. Welches Fach ist besonders leicht zu bestehen? Wie viele Credits kann ich pro Semester erfüllen, ohne aufgrund akuter Überbelastung zu kollabieren? Solche Fragen sind nicht nur während den unzähligen Bidding-Runden brandheiss, auch während dem Semester werden die Aufwände in den unterschiedlichen Kursen evaluiert, verglichen und rege diskutiert. Auch wenn die Wahl des Wegs des geringsten Widerstandes in der Natur des Studenten liegen mag, geht dabei etwas leider oftmals vergessen: Das Studentendasein ist mehr als Kurse, Prüfungen und Noten, es ist ein Lebensstil. Nur studieren, um studiert zu haben, ist eine triste Angelegenheit. Man möchte seinen Kindern doch später mehr von seiner Studienzeit erzählen können, als wie viele Plätze im Audimax vorhanden und nach welchem System die Bücher in der Bibliothek geordnet waren.
Den Anspruch zu erheben, eine stressfreie Studienzeit an der HSG zu verbringen, wäre nicht nur vermessen, sondern auch etwas naiv. Bei allem Arbeiten sollte der Spass jedoch niemals vergessen gehen, der Ernst des Lebens wird uns schon noch einholen. Ein weiser Mann hat mal gesagt: Es gibt Wichtigeres im Leben, als beständig dessen Geschwindigkeit zu erhöhen! In diesem Sinne: ein Hoch auf den Studenten, der sich gegen ein zusätzliches Pflichtfach entscheidet und für ein bisschen mehr Lebensqualität; der Kurse wählt, nicht weil sie wenig Aufwand versprechen, sondern intellektuell herausfordern und den Menschen im Studenten ansprechen. Er soll uns allen ein Vorbild sein, auch wenn bei der Planung des nächsten Semesters alle guten Vorsätze wieder über Bord geworfen werden.
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