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Black Joe Lewis & The Honeybears – Tell’em what your name is

Auf der Suche nach der passenden Sommermusik wird man ab einem gewissen Zeitpunkt die Entscheidung fällen müssen, ob Party oder Gemütlichkeit diese wunderbare Zeitphase am besten umschreibt. Black Joe Lewis & The Honeybears vereinen eben diese Sommerlebensgefühle, und dies nahe der Perfektion.

Von Guillaume Gabus.

Ein streunender, aber stadtbekannter Musiker wird 2007 als Opening Act für Little Richards Show auf dem Gelände der University of Texas in Austin gebucht. Ihm wurde eine Live-Band zur Verfügung gestellt, und siehe da: Es entsteht eines der besten Bluesrock- und Soulensembles dieses Jahrzehnts. Nun ist klar, dass diese Musikrichtung nicht den Geschmack von jedem trifft. Aber wer querfeldein mit fast jeder Bluesgrösse von James Brown bis Robert Johnson verglichen wird, muss etwas richtig gemacht haben.

Musikalisch sind mehrere Elemente des Albums, das schon seit Anfang April 2009 auf dem Markt ist, hervorzuheben. Beispielsweise die Stimme von Joe Lewis, die heiser und dreckig klingt, aber mit so viel Herzblut eingesetzt wird, dass sie einfach grossartig die einzelnen Tracks und deren musikalische Sets ergänzt. Die Sets selber sind, obwohl einem immer die gleichen Instrumente ins Ohr stechen, abwechslungsreich gestaltet. Die Basslines, Schlagzeugsets, Gitarrenmelodien und Bläserarrangements werden mit einer solchen Varianz zusammengestellt, dass man sich fragt, ob überhaupt dieselbe Band am Werk ist. Von Soul-Funk im Track «Sugarfoot» bis hin zu Boogie-Blues im Track «Boogie» wird vieles von dem geboten, was das afro-amerikanische Musikkulturgut zu bieten hat. Erste Erkenntnis nach dem ersten Reinhören: Zwischen stierem Süd-Staaten-Country-Festival und unglaublicher Coolness muss ein unheimlich dünner Grat sein. Black Joe Lewis & The Honeybears sind saucool und passen zu heissen Grillabenden sowie zu schwülen Nachmittagen, die man faul auf einer Wiese verbringt.

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