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«Herausgepickt» mit dem AC-Präsidenten Paul Odefey

«Das Tolle am AC ist, dass wir eine riesige Gruppe von Freunden sind»

Von Marisa Steiner & Annegret Funke.

Wie bist du darauf gekommen, an der HSG zu studieren und dem AC beizutreten?

Ich hab das meinem Bruder abgeguckt, der auch schon an dieser Uni und Mitglied im AC war.

Kannst du uns eigentlich mal euren Vereinszweck verraten?

In erster Linie sorgen wir für die Verständigung zwischen Ausländern und Schweizern. Zudem bieten wir natürlich eine Anlaufstelle für Ausländer, so zum Beispiel für Austauschstudenten, die neu an der Uni sind.

Und was macht ihr ausserhalb der Uni?

Wir organisieren unterschiedliche Aktivitäten, unter anderem Partys, eine jährliche Reise nach Mailand und ein Ski-Weekend. Zudem treffen wir uns oft am Wochenende, weil viele von uns Ausländern wegen der Distanz nicht nach Hause fahren können. Das Tolle am AC ist, dass wir eine riesige Gruppe von Freunden sind. Zu unseren Events kommen oft mehr als siebzig Leute!

Was für Nationalitäten habt ihr denn im AC?

Ganz verschiedene. Natürlich Deutsche und Österreicher. Dann auch viele Austauschstudenten, zum Beispiel aus Belgien, Holland oder Schweden. Und übrigens haben wir auch Schweizer Mitglieder.

Und das trotz der Klischees, die unter den Schweizern über euch herrschen? Ihr habt ja nicht den allerbesten Ruf.

Diese Vorurteile sind unbegründet! Vielleicht waren sie früher berechtigt – mittlerweile aber nicht mehr. Der aktuelle Vorstand versucht, ihnen entgegenzuwirken. Nur wer uns nicht kennt, glaubt dieses Gerede über den AC. Klischees entwickeln sich ja immer aufgrund eines Mangels an Wissen. Ich würde sagen, mittlerweile gibt es andere Vereine, die schlimmer sind als wir. Namen möchte ich aber keine nennen.

Sind denn auch die auf den Kleiderstil bezogenen Klischees unbegründet? Man sieht ja schon viele ACler in ähnlicher Kleidung, zum Beispiel mit aufgestelltem Kragen …

Es geht doch nicht darum, ob man den Kragen aufgestellt hat oder nicht, sondern, dass man offen ist und Lust hat, neue Leute kennen zu lernen! Zusammen shoppen gehen wir auf jeden Fall nicht. Es ist doch einfach so, dass die, die in das Klischee passen, mehr auffallen als die anderen.

Kannst du uns erklären, warum es dieses Jahr keinen Bad-Taste-Gewinner gab?

Es gab einfach so viele tolle Verkleidungen! Einer ist zum Beispiel selbstironisch als Klischee-Deutscher mit weissen Socken und Sandalen gekommen, was mir super gefiel. Andere fanden stark geschminkte oder halbnackte Leute kreativer. Letztlich konnten wir uns nicht entscheiden und haben darum gesagt: Die ganze Party ist der Gewinner.

Was würdest du an der HSG ändern, wenn du könntest?

Bei mir gäbe es ein alljährliches Oktoberfest an der Uni. Und wie fast jeder wünsche ich mir eine bessere und billigere Mensa.

Möchtest du noch Werbung für den AC machen?

Man kann sich immer beim Stamm anmelden, der dienstags in der Galleria stattfindet. Die Frauenquote ist bei uns ziemlich nach St. Galler Standard, aber die Ladies sind im Schnitt hübscher!

Paul Odefey

Alter 21

Herkunft Hamburg

Studium BWL, 4. Semester

Lieblingsautor Oscar Wilde

Musik Johnny Cash

Essen & Trinken In der Mensa am liebsten Schnitzel mit Salat, ansonsten Steak und Eistee

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