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Von traurigen Clowns und roten Bikinis

Reggae bedeutet Sonne, Spass und Kiffen am Strand. Es geht auch anders. «YES», das neue Album von Tawara Shen Kool, ist der Beweis dafür: Moll-Stücke mit rauchigen Stimmen und Geigenklängen sorgen für eine gehörige Portion Melancholie, ohne unnötig schwer zu wirken.

Von Usha Trepp.

Das zweite Album von Tawara Shen Kool kommt mal fröhlich-übermütig daher, dann wieder in einer Stimmung, die melancholischer nicht sein könnte. Die Texte erzählen witzige, teils skurrile Geschichten von traurigen Clowns bis zu roten Bikinis und sind längst schon ein Markenzeichen der Band.

Wenn es stilistisch überhaupt einen roten Faden gibt, dann durch Reggae-, und Off-Beat-Rhythmen. Einige Songs klingen nach Rock, Gipsymusik oder Pop («Song Goes Alone»). Dieser Mix bereichert die Platte umso mehr. Denn wer schon mal mehrere Reggae-Stücke nacheinander gehört hat, weiss um die Notwendigkeit von Abwechslung in dieser Musik.

Live ist die Band ein Erlebnis. Schade, dass die digital aufgenommene CD ihre Musik ein wenig «clean» wirken lässt. Diese klangliche Abstumpfung ist jedoch nicht Tawara Shen Kool, sondern einer gesamten neuen Generation der Musikproduktion zuzuschreiben.

Und was hat es mit dem komischen Bandnamen auf sich? Der menschliche Tawara-Schenkel steuert die Regulierung des Herzrhythmus, wodurch das Herz Blut durch den Körper pumpt. Tawara Shen Kool fehlt es weder an Herz noch an Rhythmus und ist eine Reise durch ihre skurril-melancholische Welt wert!

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Verlosung
Album «YES»
Mail an redaktion@prisma-hsg.ch.
Einsendeschluss ist der 31. 03. 2011.

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